Kommunalverbund

Gemeinsam für mehr ÖPNV

Die Mitglieder des Kommunalverbunds Niedersachsen-Bremen steigen um. Sie setzen auf mehr Nutzung des ÖPNV und schließen sich zusammen, um ihren Mitarbeitern den Erwerb eines Jobtickets zu ermöglichen.
09.08.2020, 14:23
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Von Sarah Essing
Gemeinsam für mehr ÖPNV

Mehr Bus, weniger Auto: Die Mitglieder des Kommunalverbunds Niedersachsen-Bremen schließen sich zusammen, um ihren Mitarbeitern den Erwerb eines Jobtickets zu ermöglichen.

Janina Rahn

Syke/Landkreis Diepholz. Die Mitglieder des Kommunalverbunds Niedersachsen-Bremen können ihren Beschäftigten ab 1. Oktober 2020 ein Jobticket anbieten. Das konnte die Suse Laue, Vorsitzende des Kommunalverbunds und Bürgermeisterin von Syke, jetzt bekannt geben. Die Mitgliederversammlung hat dies Anfang Juli einstimmig beschlossen. Somit ist es nun möglich, eine entsprechende Vereinbarung mit dem Verkehrsverbund Bremen-Niedersachsen (VBN) beziehungsweise mit der Bremer Straßenbahn AG (BSAG) abzuschließen. „Wir dürfen trotz Corona langfristige Ziele nicht aus den Augen verlieren“, begründet Suse Laue diesen Beschluss zu diesem Zeitpunkt.

Und zu den langfristigen Zielen der Kommunen und Städte gehöre zum einen die Attraktivitätssteigerung als Arbeitgeber, führte Suse Laue aus. Zum anderen gehört aber auch die Förderung des Klimaschutzes dazu. „Das Jobticket im Kommunalverbund ist dafür ein wichtiger Baustein“, betont sie. Denn das Jobticket habe zahlreiche Vorteile. So könne es über die alltäglichen Fahrten zur Arbeit hinaus auch am Wochenende genutzt werden, ist Laue von den Vorzügen überzeugt. Es gelte im gesamten VBN-Bereich von Nordholz bis Lemförde, von Augustfehn bis Visselhövede. Und: Wer ein Jobticket hat, kann einen weiteren Erwachsenen sowie bis zu vier Kinder ohne zusätzliche Fahrtkosten mitnehmen.

Doch für die Bestellung des Jobtickets gilt eine Mindestanzahl. Mindestens 20 Tickets müssen abgenommen werden. Diese Anzahl können kleinere Kommunen oder auch Unternehmen selten erreichen. Auch in Syke nicht, wie die Bürgermeisterin der Hachestadt weiß. „Wir haben eine Abfrage unter den städtischen Mitarbeitern gemacht. Doch es waren keine 20“, sagt sie. „Aber wir haben ja immer gesagt, dass wir mehr Menschen zum Umstieg auf den ÖPNV bewegen wollen“, so Laue. Das sei mit dem beschlossenen Zusammenschluss von Kommunen und Städten nun möglich, da so die Mindestanzahl erreicht werden kann. „Vielleicht ist das auch ein Anreiz für Unternehmen“, hofft Suse Laue zudem auf eine gewisse Vorbildfunktion dieser Aktion. So können sich auch Unternehmen wie die Mitglieder im Kommunalverbund zusammenschließen, um gemeinsam auf die erforderliche Mindestanzahl zu kommen. „Ich freue mich, dass wir da nun eine Möglichkeit gefunden haben“, so Laue.

Wie hoch die jeweiligen Kosten für das Jobticket sind, ist abhängig von der gewählten Zone. Zuschüsse können Städte und Gemeinden dafür allerdings nicht gewähren. „Zuwendungen für Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst sind immer eine komplizierte Angelegenheit“, so Laue. Dennoch hofft sie auf zahlreiche Anfragen. Weitere Informationen erhalten die städtischen Mitarbeiter in ihren jeweiligen Personalbüros. Erhältlich sein soll das Jobticket ab 1. Oktober dieses Jahres.

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