Jugend-Räume

Platz zum Freunde treffen und chillen

Lange hat der Nachwuchs in Barrien warten müssen, nun ist es so weit: An diesem Donnerstag werden die neuen Räumlichkeiten im alten Rathaus geöffnet. Vorerst sind sie an zwei Tagen pro Woche geöffnet.
02.12.2020, 16:49
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Von Sarah Essing

Syke-Barrien. In Sachen Jugendarbeit tut sich in Barrien wieder was. Ab diesem Donnerstag, 3. Dezember, stehen die Türen zu den neuen Räumen im alten Barrier Rathaus Kindern und Jugendlichen zwischen acht und 18 Jahren offen, kündigen Stadtjugendpfleger Abdelhafid Catruat und Erster Stadtrat Thomas Kuchem an.

„Wir haben Barrien nicht vergessen“, betonte Sykes Erster Stadtrat am Dienstag bei der Vorstellung der Räume. Aufgrund personeller Engpässe habe sich eine frühere Eröffnung der neuen Räumlichkeiten verzögert. Das war auch im jüngsten Generationenausschuss diskutiert worden (wir berichteten). Nun stehen die Räume im Obergeschoss des alten Rathauses dem Nachwuchs an zwei Nachmittagen in der Woche offen. Montags und donnerstags jeweils von 16 bis 19 Uhr können Kinder und Jugendliche dort spielen, sich mit Freunden treffen, Musik hören oder „auch einfach nur chillen“, wie Catruat sagt.

Bei der Einrichtung der Räume erhielt Catruat Hilfe aus der Verwaltung. Louis Schiwe, Auszubildender zum Verwaltungsangestellten im ersten Jahr im Rathaus, packte kräftig mit an, um die Räume, die zuvor vom Mittagstisch genutzt wurden, für den älteren Nachwuchs herzurichten: neue Regale, Tische, Stühle – „die haben wir von der Oberschule“, berichtet Catruat –, Spiele und ein Kicker. Bei der Gestaltung halfen zum Teil Jugendliche mit, sprayten unter anderem Graffiti an die Wände. Zwei Räume, eine Küche, die auch als Büro und Beratungszimmer genutzt werden kann und der breite Flur stehen den Jugendlichen zur Verfügung. Freies WLAN für die Stätte wird im Rathaus gerade noch vorbereitet. Und auf dem Flur sei noch genügend Platz, um eine Ecke zum Chillen einzurichten, findet Catruat.

Doch der Stadtjugendpfleger will nicht zu weit vorgreifen. Weder bei der Gestaltung der Räume noch beim Angebot. Bei beidem haben die Jugendlichen ein Mitspracherecht, betont er. Wichtig sei zunächst, dass die Jugendlichen in Barrien nun wieder eine Anlaufstelle haben, eine offene Tür und Ansprechpartner, wenn sie etwas machen wollen, ein Projekt, eine Idee oder vielleicht auch ein Problem haben. Er weiß aber auch, dass das Zeit braucht und eine gemeinsame Basis. „Wir wollen erstmal anfangen und sehen, wie es sich entwickelt“, sagt Catruat.

Zwei Ansprechpartner werden zu den geplanten Öffnungszeiten vor Ort sein. Diese Anzahl ist erforderlich, um zum einen die allgemeine Aufsichtspflicht zu gewährleisten und zum anderen für die Jugendlichen da zu sein, hatte Catruat bereits in der Sitzung des Generationenausschusses erläutert. Eine hauptamtliche und eine Honorarkraft, die eigens für die Öffnung der Räume in Barrien angestellt wurde, sollen die Öffnung an den beiden Tagen in der Barrier Butze gewährleisten.

Dafür wird – falls es erneut zu krankheits- oder urlaubsbedingten Ausfällen kommt – notfalls auch das Jugendhaus in Syke geschlossen, hat der Generationenausschuss im Zuge seiner jüngsten Sitzung der Verwaltung mit auf den Weg gegeben. „Wir hoffen, dass wir das hinkriegen“, sagt Catruat. Doch nicht ohne Grund hat er in seinem neuen Konzept für die Jugendarbeit in Syke dargelegt, dass auf lange Sicht die Einstellung zwei weiterer Mitarbeiter wünschenswert ist. Dann könnte auch der Jugendtreff in Barrien an fünf Tagen in der Woche geöffnet werden und weitere Projekte und Kooperationen – auch mit ortsansässigen Vereinen und Institutionen – ins Laufen gebracht werden. Kontakt dazu wurde auch in Barrien bereits aufgenommen. Das liegt aber nicht in seiner Hand. Die beiden zusätzlichen Stellen sind noch nicht im Stellenplan der Stadt aufgeführt. „Darüber muss der Rat entscheiden“, sagt Kuchem.

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