Jugendarbeit

Viele Ideen

Das neue Konzept für die Kinder- und Jugendarbeit der Stadt Syke ist fertig. Ein Punkt dabei: Die Stunden der Mitarbeiter so aufzuteilen, dass in Barrien an einem Tag pro Woche die Räume geöffnet werden können
23.11.2020, 17:01
Lesedauer: 3 Min
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Von Sarah Essing

Syke. Das neue Konzept für die Kinder- und Jugendarbeit der Stadt Syke ist fertig. Im Zuge der jüngsten Sitzung des Generationenausschusses im Dorfgemeinschaftshaus Heiligenfelde stellte Stadtjugendpfleger Abdelhafid Catruat den Inhalt vor und berichtete über erste Umsetzungen.

Das Konzept besteht aus mehreren Komponenten. Getragen werden diese zum einen von der Jugendarbeit in Vereinen, Verbänden, Kirchen und Organisationen, deren Arbeit Catruat lobend hervorhob, und von der offenen Jugendarbeit, die neben der Stadt auch von Einrichtungen wie Zebra Orange und Intakt angeboten wird. Aufbauend auf diesen „guten“, bereits vorhandenen Strukturen soll künftig die Kooperation weiter verstärkt und die Vernetzung zwischen den verschiedenen Angeboten weiter ausgebaut werden. Dazu sei bereits ein neues Netzwerk mit Interessierten aus Vereinen und Verbänden, aber auch mit Sozialarbeitern und der Syker Polizei gegründet und installiert worden. Dieses Netzwerk hat sich bereits fünf Mal getroffen, mit „guter Resonanz und guten Ideen“, wie im neuen Konzept nachlesbar ist.

Dazu ist im Weiteren der Aufbau eines Stadtjugendrings geplant, ein freiwilliger Zusammenschluss von Jugendlichen aus den Vereinen und Verbänden, in denen Jugendarbeit geleistet wird. Dieser Ring soll als Verbindungsstelle zu Entscheidungsträgern aus Politik, Verwaltung, Kultur und Wirtschaft dienen, um so die Beteiligung des Nachwuchses weiter zu fördern. Dazu ist zeitnah eine Umfrage angedacht, inwieweit so ein Stadtjugendring gewünscht wird. Damit einher geht der Aufbau eines Jugendparlaments, das ganz konkrete Projekte, die von Jugendlichen gewünscht werden, in den politischen Gremien anstößt und begleitet. Ein Ziel, das auch von Seiten der Politik bereits seit längerer Zeit verfolgt wird, und dessen Erreichen, wie Isabell Jagst (SPD) abermals beanstandete, „mir zu lange dauert“.

Mehr Zeit als geplant nimmt auch die Umsetzung der neuen Öffnungszeiten in den neuen Räumlichkeiten in Barrien in Anspruch. Die offene Jugendarbeit in den beiden Jugendhäusern in Syke und Barrien ist einer der Grundpfeiler der städtischen Jugendarbeit. Während das Jugendhaus in Syke wochentags jeweils von 14 bis 19 Uhr geöffnet ist, konnten die neuen Räume im alten Barrier Rathaus aus personellen Gründen allerdings noch nicht so genutzt werden wie ursprünglich angedacht, hörten die Ausschussmitglieder. Beim Fachbereich Bildung und Generationen in der Stadtverwaltung hofft man nun, dass ab Dezember wenigstens ein Termin pro Woche auch in Barrien angeboten werden kann. Eine Kooperation mit der Barrier Kirchengemeinde sei ebenfalls angestoßen worden, ergänzte Claudia Prößler vom Fachbereich Bildung und Generationen.

Auch die Ausschussmitglieder sprachen sich bei einer Enthaltung dafür aus, die Stunden der Mitarbeiter so aufzuteilen, dass in Barrien an einem Tag in der Woche die Räume geöffnet werden können. Auf lange Sicht sei allerdings die Schaffung von zwei zusätzlichen Stellen erforderlich, um den täglichen Betrieb der Jugendhäuser gewährleisten zu können, legt das Konzept dar. So könne sichergestellt werden, dass sowohl der allgemeinen Aufsichtspflicht nachgekommen als auch der Bedarf an Einzelgesprächen und Angebote abgedeckt werden kann. Denn neben der Nutzung der vorhandenen Spielmöglichkeiten und inhaltlichen Angebote wie auch im Zuge des Ferienprogramms setzt das neue Konzept auch auf die Einbindung der Jugendlichen bei der Gestaltung des Programms.

Ergänzend dazu soll auch eine mobile Jugendarbeit in den Ortsteilen von Syke aufgebaut werden, berichtet Catruat zudem. Dazu stehe die Stadtjugendpflege in Austausch mit Initiativen vor Ort und unterstütze diese bei der Entwicklung, Organisation und Finanzierung von Angeboten und Projekten. Eines ist die Erweiterung der Skaterbahn am Jugendhaus. Dafür habe man die Unterstützung des Vereins Rund ums Rathaus gewinnen können. Zum Thema Klima und Umwelt läuft gerade ein Projekt gemeinsam mit der Revierförsterei und auch der im vergangenen Jahr begonnene internationale Austausch soll fortgesetzt und ausgeweitet werden.

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