Jugendhaus Syke

Vorzeitiger Neustart für Jugendhaus

Das Syker Jugendhaus am Lindhof öffnet wieder und bekommt sogar Verstärkung: Zwei Sozialpädagoginnen unterstützen jetzt das Team. Alle Jugendlichen sind in der Einrichtung willkommen, bis auf eine Ausnahme.
07.06.2020, 17:14
Lesedauer: 2 Min
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Von Ilias Subjanto
Vorzeitiger Neustart für Jugendhaus

Stehen für die Jugendlichen ab sofort zur Beratung zur Verfügung: Leslie Schuy (links) und Muriel Krieger sind die neuen Mitarbeiterinnen im Jugendhaus Syke.

David Cramer

Kinder und Jugendliche in Syke können sich über ein Stück mehr Normalität freuen. Nicht nur kehren immer mehr Schulklassen in den Präsenzunterricht zurück, auch ein Freizeitangebot steht ab sofort wieder zur Verfügung: Das Jugendhaus Syke am Lindhof macht an diesem Montag, 8. Juni, unter Einhaltung von Abstand- und Hygieneregelungen wieder auf.

Laut Claudia Prößler vom Fachbereich Bildung und Generationen der Stadt Syke war die Öffnung ursprünglich erst für einen späteren Zeitpunkt vorgesehen und wurde nun vorgezogen. Allerdings gelten in Corona-Zeiten besondere Bedingungen: Maximal zehn Personen inklusive Mitarbeitern dürfen sich gleichzeitig im Haus aufhalten.

Um mehreren Kindern ab acht Jahren und Jugendlichen den Wiedereinstieg zu ermöglichen, haben sich Jugendhausleiter Carsten Heine und sein Team entschlossen, zwei Zeiten pro Tag anzubieten: Montags bis freitags öffnet die Einrichtung von 13.30 bis 15 Uhr sowie von 15.30 bis 17 Uhr für die jungen Besucher ihre Türen. Das Jugendhausteam wird nach Angaben von Prößler während der halbstündigen Pause die Örtlichkeiten desinfizieren und lüften, damit dann die zweite Gruppe des Tages starten kann.

Da das Jugendhaus über einen großzügigen Außenbereich verfügt, werden viele der Angebote auch draußen stattfinden. Damit soll weiteren Kindern und Jugendlichen der Zugang zu Freizeitangeboten ermöglicht werden. Aber auch draußen sind die Abstandsregelungen einzuhalten. Die baulichen Gegebenheiten im Jugendhaus hätten sich dabei als vorteilhaft herausgestellt, erklärt Claudia Prößler. Es gebe eine Eingangs- sowie eine Ausgangstür, sodass die Besucher in einer Art Einbahnstraßensystem das Jugendhaus durchschreiten und besser voneinander Abstand halten können.

Aber nicht alle Aktivitäten können in der Einrichtung wie gewohnt ausgeführt werden. Beispielsweise findet keine Koch-AG statt, auch werden nur noch Getränke in Flaschen verkauft. Bei zukünftigen Änderungen im Angebot des Jugendhauses würden diese über die Social-Media-Kanäle bekanntgegeben, teilt die Fachbereichsleiterin mit.

Die Namen und Kontaktdaten der Kinder und Jugendlichen werden für den Fall einer notwendigen Nachverfolgung ebenfalls aufgenommen. Ohne die Angabe dieser Daten ist kein Jugendhausbesuch möglich. Aus Datenschutzgründen wird aber keine Liste ausliegen, die Kontaktdaten werden auf Einzelformularen eingetragen. Es gibt aber auch Besucher, die in der Einrichtung nicht gerne gesehen sind: Kranke Kinder und Jugendliche. „Ganz klar ist: Wer Erkältungssymptome zeigt, wird wieder nach Hause geschickt“, betont Prößler.

Neben der teilweisen Öffnung des Jugendhauses hat Sykes Erster Stadtrat Thomas Kuchem auch eine weitere erfreuliche Mitteilung zu vermelden: Das Jugendhausteam ist gewachsen. Neben dem Jugendhausleiter Carsten Heine stehen für die Jugendlichen neuerdings auch Muriel Krieger und Leslie Schuy zur Begleitung und Beratung zur Verfügung.

Die Zeit bis zur Öffnung des Jugendhauses hätten die beiden Sozialpädagoginnen genutzt, sich einzufinden und Vorbereitungen zu treffen, berichtet Kuchem. Die beiden Fachkräfte sind 30 Stunden pro Woche in der Syker Jugendarbeit tätig. Beteiligt sind Krieger und Schuy auch am Konzept für ein neues Jugendzentrum in Barrien, nachdem die renovierungsbedürftige „Butze“ im alten Feuerwehrhaus nicht weiter genutzt werden kann. „Hier sind einige Dinge im Fluss“, sagt Kuchem und kündigt an, bis spätestens September dem Rat der Stadt Syke das neue Konzept vorzulegen.

Das gesamte Jugendhausteam und der Jugendpfleger der Stadt, Abdelhafid Catruat, freuen sich jedenfalls, dass es in Syke am Lindhof schrittweise wieder losgeht. „Diese Teilöffnung ist ein Test. Wir müssen jetzt abwarten, ob das Angebot auch angenommen wird“, sagt Prößler und Kuchem ergänzt: „Uns war es wichtig, dass die Jugendlichen wieder einen Ort zum Treffen haben.“

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