Junge enthusiastische Musiker begeistern im Syker Vorwerk Keine großen Namen, aber ein beeindruckendes Hörerlebnis

Syke. Es sind nicht immer die großen Namen, die ein beeindruckendes Konzertereignis bescheren. Am Freitagabend im voll besetzten Syker Vorwerk waren es junge Musiker, die für ein unvergessliches Hörerlebnis sorgten. Unter der Überschrift "hfk-Podium für junge Talente" hatte die Hochschule für Künste in Bremen ihre Jungstudenten auf ländliche Konzertreise geschickt und damit einem Publikum ein Konzert ermöglicht, das große Begeisterung auslöste und hoffen lässt, dass die Kooperation zwischen der Kreismusikschule des Landkreises Diepholz, dem Syker Vorwerk und der Hochschule für Künste fortgesetzt wird.
20.06.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Dorit Schlemermeyer

Syke. Es sind nicht immer die großen Namen, die ein beeindruckendes Konzertereignis bescheren. Am Freitagabend im voll besetzten Syker Vorwerk waren es junge Musiker, die für ein unvergessliches Hörerlebnis sorgten. Unter der Überschrift "hfk-Podium für junge Talente" hatte die Hochschule für Künste in Bremen ihre Jungstudenten auf ländliche Konzertreise geschickt und damit einem Publikum ein Konzert ermöglicht, das große Begeisterung auslöste und hoffen lässt, dass die Kooperation zwischen der Kreismusikschule des Landkreises Diepholz, dem Syker Vorwerk und der Hochschule für Künste fortgesetzt wird.

Entstanden war die Verbindung durch Dörte Nienstedt, die als ehemalige Dozentin der Kreismusikschule jetzt an der Hochschule für Künste lehrt. Stephan Steinkühler zeigte sich in seiner Begrüßung positiv überrascht über die hohe Besucherresonanz, "die fast den Rahmen sprenge", so der Leiter der Kreismusikschule.

Nach einer kurzen Anmoderation durch die Hochschul-Studentinnen Mirjam-Luise Münzel und Nina Orjanelli warteten die Zuhörer auf die Violinistin Christina Aravena und den Pianisten Glen Hoffmann. Doch sie warteten vergebens. So wurde das Konzert mit dem Saxofonquartett der Klasse Hermann Cordes eröffnet. Und die jungen Musiker legten einem temperamentvollen Auftakt hin. Mit Enthusiasmus, Leidenschaft und purer Spielfreude präsentierten sie "Ugros, Modene": Der schnelle, lebhafte Tanz des ungarischen Komponisten Ferenc Fargas (1923-2009) wurde gleichermaßen virtuos wie technisch brillant von den Musikern dargeboten. Dominik Löhrke am Sopransaxofon, Nicolai Weiß am Altsaxofon, Lena Folkers am Tenorsaxofon und Domenic Eggers am Baritonsaxofon spielten auch die nächsten Stücke von Warren Barker (1923-2006), "Voici le quatuor", und von Frank Correl (1918-1980) mit so viel mitreißendem Enthusiasmus, dass der Beifall gar nicht enden wollte, als sie ihren Part mit Pedro Iturraldes' (1929)

"Pequena Czardaz" beenden.

Aber es folgten weitere Höhepunkte in einem Konzert, das eigentlich nur aus solchen bestand. Joosten Ellé an der Violine präsentierte Henryk Wieniawskis (1835-1880) anspruchsvolles Konzert für Violine und Klavier Nr. 2 in d-Moll mit beeindruckender Virtuosität und technischer Perfektion, und dem erst15-jährigen Benny Troschel gelang der Übergang zum Jazz mit bewundernswerter Lässigkeit und technischer Virtuosität so gekonnt, dass das Publikum wie gebannt den perfekten Tönen seiner Jazztrompete lauschte. Und der junge Musiker wusste noch mehr zu beeindrucken, als er seine Eigenkomposition "Remember The Mood" intonierte.

Als der wunderbare Konzertabend enden sollte, gab es Zugabewünsche der Gäste, und die vier Saxofonisten präsentieren mit immer noch ungebrochener Spielfreude "Chinese Rag" von Jean Matidia. Wer eine stressige Woche hatte, wurde an diesem Freitagabend dafür reichlich entschädigt . . .

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