Kita-Plätze Ein Platz für jedes Kind

Der Bedarfsplan für Kindertagesstätten in der Stadt Syke hat sich positiv entwickelt. Im Kindergartenjahr 2021/2022 kann die Stadt jedem Kind einen Kindergarten- oder Krippenplatz anbieten.
11.03.2021, 15:54
Lesedauer: 3 Min
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Von Sarah Essing

Syke. Eine Glaskugel wäre manchmal hilfreich für ihre Aufgabe, bekannte Claudia Prößler, Leiterin des Fachbereichs Bildung bei der Stadt Syke, im Zuge der Sitzung des Generationenausschusses am Mittwochabend. Denn dann wäre es einfacher, den Bedarf an Kindergarten- und Krippenplätzen zu planen und die gesetzlich zugesicherte Kinderbetreuung sicherzustellen. Ohne Glaskugel kann der absehbare Bedarf anhand von Zahlen der vergangenen Jahre nur geschätzt werden. Dennoch bleibt die Verwaltung optimistisch. Die Stadt Syke habe in den vergangenen Jahren kräftig in den Bereich Kinderbetreuung investiert, die Aufgabe allen Kindern einen Krippen- oder Kindergartenplatz zur Verfügung zu stellen, wurde damit einfacher. „Wir haben das bisher immer gut hinbekommen“, bleibt Claudia Prößler angesichts der Voraussetzungen daher gelassen.

Davon ausgehend, dass 100 Prozent der Dreijährigen bis zur Einschulung eine Kindergartengruppe besuchen werden, kann voraussichtlich jedes Kind in Syke einen Kindergartenplatz erhalten. Dabei sind auch die sogenannten Flexi-Kinder berücksichtigt, Kinder, die zwischen Juli und September geboren wurden, bei denen Eltern die Möglichkeit haben, sie ein Jahr zurückzustellen. Allerdings gibt es auch eine Einschränkung, teilte Claudia Prößler mit: Nicht in allen Fällen kann der Ortswunsch erfüllt werden.

Insgesamt stehen in Syke 760 Kindergartenplätze zur Verfügung. Dem stehen 744 Anmeldungen gegenüber, sodass derzeit ein Plus von 16 Plätzen besteht. Diese verteilen sich über das Stadtgebiet jedoch teilweise sehr unterschiedlich. Während im Syker Süden und in der Stadtmitte ein Überhang an Plätzen besteht, fehlen im Norden Plätze. Da spiele auch eine Rolle, dass der Waldorfkindergarten Sünnenbarg im Syker Norden auch Kinder aus anderen Kommunen aufnehme, sodass die 25 Kindergarten- und 15 Krippenplätze nicht vollständig zur Abdeckung des Rechtsanspruchs für Syker Kinder gezählt werden können. Dennoch kann der Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung dadurch gewahrt werden, dass diesen Familien ein Platz in einem Kindergarten in der Stadtmitte angeboten werden kann, teilte Claudia Prößler mit.

Das könnte sich ab dem Kindergartenjahr 2022/2023 ändern, wenn die bereits beschlossene Kita in Okel fertig gestellt ist. Das sei eine Erleichterung für die Planung. Claudia Prößler gab darüber hinaus aber zu bedenken, dass angesichts der Bauplätze in Barrien, Gessel und Okel und damit verbundene Zuzüge von Familien mit Kindern eine genaue Prognose schwierig ist. Sie wies zudem darauf hin, dass man sich bemühe, die Gruppengrößen wieder auf unter 22 Kinder zu bringen. Das sei schließlich einst im Rat so beschlossen worden.

Ähnlich stellt sich die Situation im Hinblick auf die Krippenplätze dar. Während sowohl im Syker Norden als auch im Syker Süden nicht ausreichend Krippenplätze zur Verfügung stehen, sind Plätze im Bereich Mitte vorhanden. Im Norden fehlen vier Plätze, im Süden zwölf. In Syke-Mitte sind hingegen 26 Plätze mehr vorhanden als benötigt. Daher konnten den Eltern dort Plätze angeboten werden, sodass auch in diesem Bereich der Rechtsanspruch erfüllt wird. Für das Kindergartenjahr 2021/2022 sind derzeit noch 13 Plätze frei, konnte Claudia Prößler mitteilen.

Im Bereich der Hortplätze, also der Betreuung von Grundschulkindern über die Unterrichtszeit hinaus, besteht kein Rechtsanspruch. Dennoch sieht Claudia Prößler die Stadt auch in dieser Hinsicht gut aufgestellt, denn nach jetzigem Stand der Anmeldungen können alle für die Hortbetreuung angemeldeten Kinder auch aufgenommen werden. Dazu stehen an der Grundschule Heiligenfelde und an der Erlenschule ein Hort in Trägerschaft der Lebenshilfe Syke zur Verfügung, dazu vier Hortgruppen und der pädagogische Mittagstisch an der Grundschule Barrien.

Zwei weitere Punkte wurden auf mehrheitlichen Beschluss des Generationenausschusses wieder von der Tagesordnung genommen. Auf Antrag von Karsten Bödeker (SPD) wurden die Anträge auf Zuschuss für ein Bewegungszentrums des FC Gessel-Leerßen sowie eine Erweiterung des Sport- und Bewegungszentrums des TSV Barrien gestrichen. Die Mehrheit der Ausschussmitglieder folgte damit seiner Argumentation, dass der Stadtsportring sich zunächst mit den beiden Themen befassen sollte.

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