Duo Taksim beschert den Besuchern einen schönen Konzertabend Klänge des Balkans und der Türkei erobern Robberts Huus

Schwarme. Zwei Zugaben musste das Duo Taksim geben, bevor Mariska Nijhof und Ulrike Lorenz Sonnabend die Bühne in Robberts Hus verlassen konnten und mit Blumen beschenkt wurden. Ganz wie gute Feen – und das waren die beiden an diesem Abend in Schwarme wohl auch – zauberten sie ein Lächeln in so manches Gesicht, wenn ihre Musik die Zuhörer in ferne Gefilde davontrug. Den Balkan oder die Türkei zum Beispiel.
23.07.2012, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Dorit Schlemermeyer

Schwarme. Zwei Zugaben musste das Duo Taksim geben, bevor Mariska Nijhof und Ulrike Lorenz Sonnabend die Bühne in Robberts Hus verlassen konnten und mit Blumen beschenkt wurden. Ganz wie gute Feen – und das waren die beiden an diesem Abend in Schwarme wohl auch – zauberten sie ein Lächeln in so manches Gesicht, wenn ihre Musik die Zuhörer in ferne Gefilde davontrug. Den Balkan oder die Türkei zum Beispiel.

Zu Beginn ihres Konzerts spielten die beiden Musikerinnen den temperamentvollen "Crazy Waltz". Sie bedienten ihre Instrumente dabei mit großer Virtuosität. Dann sang Mariska Nijhof ein sehn- und hoffnungsvolles Lied "Eskici". Das handelte von einem türkischen Alteisenhändler, der in eine neue Stadt kommt, um neu anzufangen – "mit Tüten voller Hoffnung", so Ulrike Lorenz. Nijhof sang das Stück anschließend in türkischer Sprache. Nach einer getragenen Ouvertüre entwickelten Akkordeon und Klarinette im harmonischen Dialog eine ganz eigene Dynamik – um in einem leidenschaftlichen Klangszenario zu explodieren und dann wieder in einem ruhigen Klangfluss zu enden. Die Zuhörer konnten auf diese Weise die Musikerinnen auf eine Reise begleiten, auf der es immer wieder etwas zu entdecken gab.

Mariska Nijhof hatte das Lied "Une voyage de decouverte" zusammen mit ihrem Mann geschrieben. "Der Fluss fließt und nimmt seinen Sand mit sich, nimm auch mich mit, dahin, wo mein Geliebter ist", lautete die deutsche Übersetzung. Dann griff Lorenz zu ihrer Bassklarinette und spielte mit Nijhof eine gefühlvolle Ballade über Sehnsucht und Leidenschaft. Eine türkische Weise wurde neu arrangiert und gefiel den Zuhörern in Robberts Huus. Das folgende Stück hatte ebenso die Liebe zum Inhalt und versetzte durch die Stimme von Nijhof auch das Publikum in romantische Stimmung. Die Reise endete mit dem Stück "Gankino Oro" vorerst in der Pause. Seit 2005 spielen die beiden Musikerinnen vom Duo Taksim nun schon zusammen. Darin widmen sie sich ihrer Leidenschaft für osteuropäische Volksmusik. Ihre Experimentier- und Improvisationsfreude (Taksim-Improvisation) machte das Duo bekannt. So wurden sie sogar für den Weltmusik-Wettbewerb "Creole" ausgewählt, der im Januar 2009 in Bremen über die Bühne ging.

Und so waren auch an diesem Abend alle Plätze in Robberts Hus besetzt. Im zweiten Konzertteil ging es mit traditioneller Klezmermusik weiter. Das Lied "Istanbul" der berühmten türkischen Sängerin Sezen Aksu markierte einen weiteren Höhepunkt in diesem Konzert, sowie "Ederlesi", ein Frühlingslied der Sinti und Roma. "Oy Avram" wurde von Nijhof auf Jiddisch gesungen – von Lorenz auf der Bassklarinette perfekt begleitet. Das Instrument verlieh auch dem nächsten Stück "Dido" eine ungewöhnliche Klangfarbe. Kein Wunder also, dass die Gäste noch zwei Zugaben hören wollten und wieder war es ein Lied von Sezen Akzu "Zalim", das ein schönes Konzert beschloss.

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