Klimaschutz Sparen und die Umwelt schützen

Die Genossenschaft Bürger Energie Syke installiert in Kooperation mit der Stadt auf dem Syker Rathausdach eine Solarstromanlage. Dadurch wird künftig die Verwaltung umweltfreundlich mit Strom versorgt.
15.01.2021, 19:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Sarah Essing

Passanten dürfte es schon aufgefallen sein: das große Gerüst auf der Rückseite des Syker Rathauses. Der Grund ist die Installation der Solarstromanlage auf dem Dach des Gebäudes, die die Bürger Energie Syke Ende 2019 angekündigt hatte. Sie pachtet einen Teil der Dachfläche, installiert dort eine Solarstromanlage und die Stadt kauft ihr den gewonnenen Strom günstig ab (wir berichteten).

„Wir sind jetzt so weit, dass die Anlage installiert werden kann“, sagte Bürgermeisterin Suse Laue bei der Vorstellung des Projekts am Freitag. Nachdem das Projekt Ende 2019 initiiert wurde, gab es zuvor noch einiges zu erledigen bis nun mit den Arbeiten begonnen werden konnte. „Es musste geplant werden, die Statik geprüft und alles mit dem Brandschutz abgestimmt werden“, zählt Ralf Borchers, Vorstand der Bürger Energie, nur einige der erforderlichen Vorarbeiten auf. Zwischendurch wurde die Blitzableiteranlage im Zuge der Renovierungsarbeiten am Rathaus noch abgebaut. „Dann mussten wir Angebote einholen“, fügt der andere Vorstand der Bürger Energie, Medard Andrae, hinzu. Drei schreibt die Satzung der Genossenschaft vor. „Und das wird immer schwieriger“, so Andrae weiter, denn die Auftragsbücher der Handwerker seien voll.

Mit der Firma Buschmann Energietechnik aus Twistringen habe man jedoch einen verlässlichen Partner aus der Region gewonnen, der sich nun um die Installation der Solarstromanlage kümmert, freut sich der Bürger Energie Vorstand. Die Träger für die PV-Anlage sind montiert, die Kabel verlegt, die Schneefanggitter installiert: es ist alles bereit, damit in der kommenden Woche die insgesamt 186 Module auf das Rathausdach gebracht werden können. Gen Süden, Osten und Westen werden die Module ausgerichtet. Im Keller des Rathauses steht der Speicher, der für eine zeitversetzte Abgabe des Stroms Sorge trägt, Zählerschrank und Kabel müssen noch eingebaut werden, dann kann die 63 Kilowatt-Anlage ihren Dienst aufnehmen.

Es ist die insgesamt neunte Anlage der Bürger Energie, kann Manuel Schulenberg vom Aufsichtsrat der Bürger Energie berichten. Acht davon sind auf Dächern kommunaler Gebäude in Syke installiert, unter anderem auf der Grundschule in Barrien und auf der Luise-Chevalier-Schule. „Vorbildlich, was da gemeinsam erreicht wird“, ist auch Robert Buschmann, Geschäftsführer der ausführenden Firma von der Kooperation zwischen Bürgern und Stadt angetan. 108.000 Euro investiert die Bürger Energie in die Anlage. 70.000 Euro kommen aus einem KfW-Kredit über zehn Jahre, der Rest stammt aus Eigenkapital, berichtet Andrae. An den Kosten von rund 12.000 Euro für die Installation beteiligt sich die Stadt Syke, da sie das Gerüst auch noch benötigt. „Wir prüfen noch Fenster und den Sonnenschutz“, sagt Suse Laue.

Die Bürgermeisterin freut sich über diese weitere Kooperation mit der Bürger Energie, die an anderer Stelle schon gut funktioniere. Die Stadt profitiere davon gleich in mehrfacher Hinsicht. Zum einen natürlich durch den günstigeren Strom, den sie für den Eigenbedarf im Rathaus nutzen kann. Zum anderen durch „ein grünes Gewissen“. Denn nicht nur der durch Solarenergie gewonnene Strom ist umweltschonend. Die Solarmodule auf dem Dach wirken wie eine Beschattung für die darunter liegenden Räume, fügt Borchers hinzu. So verhindern sie, dass sich die Räume zu sehr aufheizen und es wird weniger Energie für die Klimaanlage benötigt.

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