Neueröffnung des Knusperhauses Knusper, knusper, Knäuschen

Lang stand das Knusperhaus an der Hachebrücke leer. Zugegebenermaßen dauerten die Umbaumaßnahmen einige Monate an. Mit Begüm Önal wurde nun eine neue Pächterin gefunden, die dem Objekt neues Leben einhaucht.
29.09.2021, 16:33
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Von Dennis Glock

Syke. Aufmerksamen Passanten wird schon aufgefallen sein, dass sich am Mühlendamm etwas tut. Nachdem das Knusperhaus direkt an der Hachebrücke mehr als anderthalb Jahre leer stand, sind ist der Umbau nun abgeschlossen. Mit Begüm Önal wurde eine neue Pächterin gefunden, die die vergangenen Monate dafür nutzte, im Herzen Sykes eine neue Wohlfühloase zu schaffen. Unter dem Namen Knusperhaus Lavanta feiert das Objekt als Café-Bistro am Sonnabend, 2. Oktober, um 9 Uhr seine Neueröffnung.

Von dem alten Knusperhaus, in dem bis Dezember 2019 durch die Fleischerei Stoffregen noch diverse Steaks, Bratwürste und Hähnchenschenkel über den Tresen gingen, ist nichts mehr übrig. Das Untergeschoss mit den Gäste-Toiletten wurde durch die Handwerker entkernt, Wände und Böden komplett neu gefliest. Auch im Erdgeschoss wurde der Boden erneuert und der Tresen ersetzt. Gemütliche Sitzmöglichkeiten malen hier nun den kompletten Raum aus. Ebenso ging es der Empore mächtig an den Kragen. Sowohl die Bodendielen als auch die Treppe inklusive Geländer wurden abgebeizt und frisch lackiert.

Blut und Schweiß fürs Häuschen

All dies geschah bereits vor der Übernahme von Begüm Önal. Trotz der Umbauarbeiten hat sie aber ebenfalls noch einiges an Blut und Schweiß in das Knusperhaus stecken müssen. „Die letzten Wochen waren sehr anstrengend. Zudem hatten einige Möbel oder Café-Utensilien mehrere Wochen Lieferverzug“, erklärt die 25-jährige Pächterin. Mit dem Ergebnis ist sie bislang aber mehr als zufrieden: „Klar, hier werden wahrscheinlich nochmal die Tische verschoben und bis zum Schluss an der Dekoration gefeilscht, doch das gehört schließlich dazu. Ich finde, dass sich das Knusperhaus nun sehen lassen kann.“

Freilich ist der Standort des Knusperhauses ein Besonderer. Während im Hintergrund die Hache vor sich hinplätschert, zieren ebenfalls große Bäume und Grünpflanzen die Aussicht an der Außenterrasse. „Syke wird als Stadt im Grünen umworben. Dass dies tatsächlich so ist, ist am Knusperhaus zu 100 Prozent zu erkennen. Hier ist es möglich, die Natur hautnah zu fühlen“, erklärt Önal.

Mitten in einer Pandemie ein Café zu eröffnen, dazu braucht es Mut. Das weiß auch Önal. Ihre Angst vor einer möglichen coronabedingten Schließung ist daher allgegenwärtig. „Der Gedanke ist immer vorhanden. Dennoch macht es wenig Sinn, tagtäglich darüber nachzudenken. Wir vertrauen auf unser Hygienekonzept und sind da auch im engen Austausch mit der Stadt.“

Sykerin durch und durch

Begüm Önal ist in Syke geboren und aufgewachsen, also eine Sykerin durch und durch. Aufgrund der engen Verbundenheit zu ihrer Heimatstadt weiß sie, wie der rund 24.000-Seelen-Ort tickt. „Ich möchte der Stadt etwas zurückgeben“, sagt Önal mit Überzeugung und fügt hinzu: „Hier gibt es gefühlt tausende Imbissbuden und Dönerläden. Irgendwann ist das auch mal langweilig. Ich bin davon überzeugt, dass ein Café-Bistro, wie es nun das Knusperhaus ist, mit so einem natürlichen Charme Syke noch gefehlt hat. So etwas gibt es hier nicht.“

Das Knusperhaus Lavanta ist auf anatolische Speisen in jeglicher Form spezialisiert. Immer morgens um 7 Uhr geht es mit einem ausgiebigen Frühstücksangebot los. Besucher können dabei zwischen süßen und salzigen Speisen wählen. Zur Mittagszeit wird es täglich einen wechselnden Mittagstisch geben. „Die klassische Hühnersuppe darf dabei natürlich nicht fehlen“, ergänzt Önal. Ergänzt wird die Speisekarte von verschiedenen Sorten Kaffee und Kuchen und zahlreichen Snacks für zwischendurch. In Zukunft kann sich Önal auch Cocktailabende im Knusperhaus vorstellen. „Wenn die Nachfrage da ist, warum nicht.“

Unterstützt wird Önal von ihrer Familie. Ohne diese wäre das gesamte Projekt gar nicht erst möglich gewesen, sagt sie. Während ihre Mutter und ihre Tante künftig in der Küche das Sagen haben, kümmerte sich ihr Bruder gemeinsam mit Ihrem Mann um die Dekoration im Innen- und Außenbereich. „Wir halten immer zusammen. Da kann ich mich wirklich nur bedanken.“

Info

Das Knusperhaus Lavanta am Mühlendamm 1b ist ab Sonnabend, 2. Oktober, täglich von 7 bis 20 Uhr geöffnet. Am Tag der Neueröffnung wird es einen umfangreichen Mittagstisch geben.

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