Korball Bundesliga TSV Heiligenrode steht vor dem Abstieg

Heiligenrode holte gegen den Vorletzten FC Gessel-Leerßen nur einen Punkt und steht als Absteiger quasi fest. Sudweyhe kassiert zwei Niederlagen und muss um die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft bangen.
21.03.2022, 16:00
Lesedauer: 4 Min
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Von Christine Leska-Ottensmann

Ihr persönliches Waterloo erlebten die Korbballerinnen des TuS Sudweyhe beim Bundesliga-Spieltag in Stöcken: Nach zwei Pleiten ist plötzlich Platz drei und die damit verbundene Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft in Gefahr. Auch im Abstiegskampf gab es eine Vorentscheidung: Schlusslicht TSV Heiligenrode kam gegen den Vorletzten FC Gessel-Leerßen nur zu einem Remis und steht kurz vor dem Abstieg in die Niedersachsenliga.

TSG Seckenhausen-Fahrenhorst – Oldenbroker TV 8:17 (5:10): Die beiden Teams trafen sich im Vorfeld des Spieltages, es war eine vorgezogene Partie vom finalen Spieltag in Findorff Anfang April. "Auch wenn die Punkte verdient an Oldenbrok gingen: Gegen den Tabellenzweiten konnten wir uns besser präsentieren als im ersten Duell. Spielerisch war das eine gute Ausgangslage für den Spieltag in Stöcken", urteilte Trainerin Camilla Hahn. Einziger Wermutstropfen: Zu Beginn der zweiten Hälfte verletzte sich Mareike Rieckers, sie fiel für die nächsten Partien aus.  

TB Stöcken – TuS Sudweyhe 13:5 (6:2): Mit Personalproblemen gingen die Sudweyherinnen in diesen Tag: Die beiden Korbfrauen Luisa Schlemm und Malin Wetjen sowie Caro Witt fehlten, zudem fiel Bea Hauch verletzungsbedingt kurzfristig aus. Als Ersatz sprangen Benthe Kehlenbeck aus der dritten sowie Bianca Moritz aus der zweiten Mannschaft ein, Letztere teilte sich mit Emma Scibbe die Position unter dem Korb. "Leider sind wir überhaupt nicht aus dem Quark gekommen. Wir waren viel zu langsam, sei es in der Deckung, vorne oder sogar im Rückzugsverhalten. Sechs Konter haben wir kassiert – so viele wie bisher in der ganzen Saison", ärgerte sich Trainerin Julia Hoffmann. "Im Passspiel waren wir zu zögerlich, die Würfe waren nicht konsequent, viele Bälle haben wir schon im Aufbauspiel verloren. Mein Team hat von Beginn an die Schultern hängen lassen, hat nicht an sich geglaubt. Dabei hat uns das in dieser Saison bisher immer ausgezeichnet", betonte Hoffmann. "In der zweiten Halbzeit ging es nur noch um Schadensbegrenzung, schließlich kann am Ende auch das Korbverhältnis über Platz drei entscheiden." Doch hier büßten die Sudweyherinnen im direkten Duell den Vorsprung ein. Stöcken hat nun ebenfalls 15 Pluspunkte auf dem Konto und das um einen Treffer bessere Korbverhältnis. Beide treffen noch auf Seckenhausen, zudem müssen die Sudweyherinnen am finalen Spieltag noch gegen den Zweiten Oldenbroker TV antreten.

Ovelgönner TV – TSV Heiligenrode 12:3 (3:3): Auch die Heiligenroderinnen hatten mehrere Ausfälle zu beklagen, dafür holten sie sich die erfahrene Bundesligaspielerin Meike Solte zur Unterstützung. Bis zur Halbzeit war es eine ausgeglichene Partie, das Schlusslicht zeigte gegen den Tabellenfünften eine gute Deckungsarbeit. Doch in der zweiten Hälfte war der Korb wie vernagelt. Durch Wurfpech und viele Randtreffer mussten sie den Konkurrenten ziehen lassen. „Wir hatten Druck zu punkten. Dadurch, dass wir nach der Pause nicht mehr getroffen haben, wurde die Verunsicherung auf unserer Seite immer größer. So konnte sich Ovelgönne leider noch klar absetzen“, bedauerte Trainerin Britta Brings.

FC Gessel-Leerßen – TSG Seckenhausen-Fahrenhorst 3:11 (1:6): Die Seckenhauserinnen präsentierten sich von ihrer besten Seite. "Wir waren gut eingestellt und konnten locker mit viel Spaß aufspielen", berichtete Trainerin Camilla Hahn. Nach einem Traumstart stand es schnell 4:0 für ihr Team. Diesen Schwung nahm die TSG mit. "Das Ziel waren zwei Punkte. Unsere Pechsträhne der letzten Wochen ist endlich gerissen, der Knoten ist geplatzt", freute sich Hahn. Dagegen ärgerte sich Gessels Spielertrainerin Hanne Brüning etwas: "In den ersten fünf Minuten sind wir nicht gut reingekommen. Danach konnten wir uns wieder fangen und in der zweiten Hälfte ein Spiel auf Augenhöhe bieten. Dort haben wir auch eine gute Abwehr und gute Würfe gezeigt. Leider waren wir in dieser Partie nicht konzentriert genug."

TuS Sudweyhe – SG Findorff 4:11 (0:7): In der ersten Halbzeit knüpften die Sudweyherinnen nahtlos an die schwache Vorstellung aus der Partie gegen Stöcken an. Als das Spiel bereits zur Pause entschieden war, lösten sich Druck und Anspannung und die TuS-Damen spielten befreit auf. So gelangen gegen den Spitzenreiter noch vier Treffer vom Kreis.

FC Gessel-Leerßen – TSV Heiligenrode 9:9 (4:4): In dem brisanten Kellerduell musste das Schlusslicht aus Heiligenrode unbedingt siegen, um punktemäßig mit dem Gegner gleichzuziehen. "Wir sind mit viel Anspannung in die Partie gegangen", verriet Mannschaftsführerin Jördis Detken. Nach der engen ersten Halbzeit kassierte der TSV in den ersten drei Minuten der zweiten Hälfte direkt drei Gegentreffer. "Wir haben dann aber gut dagegengehalten und konnten sogar selbst kurz in Führung gehen, doch das hat leider nicht gereicht", bedauerte Detken. Auch Trainerin Britta Brings war enttäuscht, munterte ihr Team aber auf. "Die zwei Punkte hätten wir gebraucht. Aber wir haben eine starke Mannschaftsleistung gezeigt, super gekämpft und nicht aufgegeben." Dennoch ist der Abstieg in die Niedersachsenliga bei zwei Punkten Rückstand auf Gessel nahezu besiegelt. Denn für Heiligenrode steht am letzten Spieltag nur noch eine Partie auf dem Programm – als Gegner wartet dann kein Geringerer als Spitzenreiter Findorff. "Das war uns gar nicht so bewusst. Jetzt ist die Freude über den Punkt und die Hoffnung auf den Klassenerhalt noch ein bisschen größer", frohlockte Gessels Hanne Brüning, die mit der Mannschaftsleistung in diesem wichtigen Duell sehr zufrieden war.

TSG Seckenhausen-Fahrenhorst – SG Findorff 5:10 (2:6): Gegen den Tabellenführer konnte die TSG lange gut mithalten. "Einstellung und Teamgeist stimmten", freute sich Hahn. Auch die vielen Ausfälle konnte ihr Team gut kompensieren. Ein Lob ging an Swantje Wegner aus der zweiten Mannschaft, die eine starke Leistung zeigte. Ein weiterer Dank ging an Michaela Böttger, die an der Seitenlinie für Camilla Hahn einsprang und die Mannschaft super unterstützte.

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