Gesseler Goldhort

Ins richtige Licht gerückt

Der Neubau am Kreismuseum in Syke wird ins richtige Licht gerückt. Der Bau für den Gesseler Goldhort erhält eine passende Illumination, um auf das neue „Schatzkästchen“ aufmerksam zu machen.
06.08.2020, 17:34
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Von Dorit Schlemermeyer
Ins richtige Licht gerückt

Damit der Neubau für den Gesseler Goldhort am Kreismuseum in Syke auch im Dunkeln gut zu sehen ist, wird eine Illumination installiert.

Michael Braunschädel

Syke. Es war ein spannendes Unterfangen. Wie kann das neue Gebäude, in dem ab Herbst der Gesseler Goldhort ausgestellt wird, quasi ins rechte Licht gerückt werden? Von vorne ist der Neubau kaum zu sehen – schon gar nicht jetzt, wenn die Bäume voll belaubt sind. Da waren Spezialisten gefragt. Im Zuge ihres Kommunalserviceprogramms Kommune plus erstellte daher die Avacon ein Illuminationskonzept für den Neubau mit dem imposanten Dach. „Um das Gebäude in Szene zu setzen“, wie Hermann Karnebogen, Kommunalreferent der Avacon, betont. Am Dienstagabend gab es eine erste Vorführung des vorgeschlagenen Illuminationskonzepts.

Kurz nach Einbruch der Dämmerung war es soweit: Neun Scheinwerfer ließen das Rot der Klinker im warmen Licht erstrahlen. Zuvor hatten Projektleiter Marco Sobirey und der Fachplaner für Beleuchtung bei der Avavon, Rolf Langowski, noch letzte Hand angelegt und die Scheinwerfer so positioniert, dass die gesamte Front, eine Seite und ein Ausschnitt im hinteren Teil beleuchtet wurden. Begrüßt wurden alle Beteiligten von der wissenschaftlichen Volontärin des Kreismuseums, Nele Miethig, die sich ebenfalls über die gelungene Lichtinstallation freute.

Karnebogen bedankte sich bei seinen Mitarbeitern für den Einsatz, allen voran Projektleiter Marco Sobirey, der das Konzept für diesen Neubau erstellt hat. „Wir haben uns für einen warmen Weißton entschieden“, erläuterte Sobirey. „Es bietet sich nicht an, bei historischen Gebäuden mit farbigem Licht zu arbeiten.“ Doch die LED-Technik biete ja „wahnsinnig viele Möglichkeiten“, wie Karnebogen sagt. Und zwar nicht nur bei der Farbgestaltung und Intensität sondern auch hinsichtlich des Energieverbrauchs. Dank der modernen LED-Technik werden für die gesamte Installation nur etwa 400 Watt verbraucht. „Da hatte man früher im Wohnzimmer manchmal mehr Watt“, so Sobirey. Für den Landkreis Diepholz war Thomas Stahl dabei. Er lobte die gelungene Kooperation. „Das ist ein ganz einzigartiges regionales Projekt“, hob er hervor. Die Illumination passe zum Gebäude, das ja ein Goldmuseum sei, lautete sein Urteil über den Probelauf. Noch am selben Abend und nach einigen Justierungen bei der Platzierung der Strahler, die in den Boden eingelassen werden, fiel die Entscheidung für das vorgestellte Illuminationskonzept, berichtet er im Gespräch mit dem WESER-KURIER. „Uns ist sehr daran gelegen, den Museumsanbau ins richtige Licht zu setzen“, betont Stahl. Schließlich soll der Neubau nicht nur den Gesseler Goldhort beherbergen. Die weiteren Räumlichkeiten in dem Neubau will der Landkreis als Veranstaltungsort nutzen, und da kommt der Illumination eine besondere Rolle zu.

Darüber hinaus sei „die Idee, dass man den Neubau durch die Beleuchtung abends auch von der Bundesstraße 6 aus sehen kann“, so Stahl weiter. Bis Ende September soll nun die erforderliche Technik eingebaut werden, damit zur Eröffnung des neuen Goldhortmuseums, die bis jetzt noch für Anfang Oktober geplant ist, alles fertig ist.

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