Syker Tanzformationen Kurz vor dem Ziel

Die gute Leistung zahlt sich aus: Dank starker Auftritte beim letzten Ligaturnier der Saison in Kiel dürfen sich beide Syker Tanzformationen nun beim Heimturnier Hoffnungen auf einen Aufstieg machen.
17.05.2018, 10:18
Lesedauer: 2 Min
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Von Tobias Denne

Über Erfolge trotz widriger Umstände durften sich die Latein-Tänzer des TSC Hansa Syke freuen. Beim letzten Ligaturnier der Saison in Kiel tanzte die Formationsgemeinschaft (FG) TSC Hansa Syke/TSZ Delmenhorst in der Landesliga Nord A auf den vierten Platz und kann sich beim Aufstiegsturnier in der Syker Olympiahalle (Sonnabend, 26. Mai, ab 15.30 Uhr) Hoffnungen auf einen direkten Aufstieg in die Oberliga Nord machen. Auch das A-Team des TSC war in Kiel erfolgreich. Am Ende reichte es für die Tänzer zu einem zweiten Platz, sodass sie am Sonntag, 27. Mai, ab 13 Uhr ebenfalls in Syke um den Aufstieg tanzen. Für den Oberligisten geht es um einen Platz in der Regionalliga Nord in der kommenden Saison.

„Wir sind absolut begeistert von dem Ergebnis. Keiner von uns hat damit gerechnet“, freute sich Lars Minnemann, Kapitän des Syker A-Teams, über den zweiten Platz. Dabei sah es vor dem Turnier eigentlich nicht gut aus für die TSC-Tänzer. Das lag laut Sprecherin Kathrin Haverkamp an der angespannten Personalsituation. Beide Teams waren von Verletzungen geplagt, sodass die Hachestädter im Vorfeld viele Umstellungen vornehmen mussten. „Eigentlich wollte die FG noch einmal auf Angriff tanzen, doch das ließ sich leider nicht voll umsetzen“, erklärte Haverkamp. Das A-Team um die Trainer Alexej Keil und Michaela Blanke ging zum ersten Mal in der Saison mit nur sieben statt acht Paaren an den Start. Ein Paar musste komplett ersetzt werden und vier mussten innerhalb von zwei Wochen neue Positionen lernen.

„Der Fokus des Turniers lag trotz der Widrigkeiten darauf, einen guten Durchgang abzuliefern – mit viel Spaß, Power, aber auch Zusammenhalt. Anscheinend schweißte das die Mannschaft noch mehr zusammen, so sehr, dass sie auch einen Teil der Wertungsrichter davon überzeugen konnte, die Syker wieder auf das Treppchen zu werten“, freute sich Haverkamp über den zweiten Platz.

Auch für die FG begannen die Vorbereitungen für das Ligaturnier in Kiel alles andere als vielversprechend. Die Formationsgemeinschaft musste auf zwei Stammtänzer verzichten, sodass sich mehrere Tänzer innerhalb von kurzer Zeit auf neue Partner und Positionen einstellen mussten. „Ein Paar hatte nur eine Trainingseinheit Zeit, sich einzutanzen, und einem weiteren blieb lediglich die 15-minütige Stellprobe am Turniertag. Natürlich kann man unter solchen Voraussetzungen keine Spitzenleistung abliefern“, sagte FG-Trainerin Friederike Evers-Ellerbruch.

Doch trotz der niedrigen Erwartungen zog die Mannschaft ins große Finale ein, in dem sich ein paar Flüchtigkeitsfehler einschlichen. „Der Finaldurchgang war zu unruhig. Da wollte die Mannschaft dann etwas zu viel und ist über das Ziel hinausgeschossen. Viele unserer Tänzer sind noch sehr jung und unerfahren. Da passiert so was schon mal“, erklärte Evers-Ellerbruch die Leistung der Mannschaft, die sich dennoch über einen vierten Platz freuen durfte. Da die FG auch im Gesamtklassement auf Rang vier steht, haben sich die Tänzer für das Aufstiegsturnier in der Syker Olympiahalle qualifiziert, bei dem es um den Aufstieg in die Oberliga geht.

Nun haben es die Syker selbst in der Hand. Das Programm für die Zeit bis zum Heim-Wettkampf ist ambitioniert. „Jetzt heißt es, noch einmal alle Reserven zu mobilisieren, vollen Einsatz im Training zu zeigen, wieder auf acht Paare umzustellen und beim Heimturnier in Syke alles zu geben, damit das auch klappt“, sagte Haverkamp.

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