Kreisstraße 129 Zeremonie mit halbem Jahr Verspätung

Bereits seit einem halben Jahr rollen wieder Autos über die Kreisstraße 129 zwischen Syke-Wachendorf und Bruchhausen-Vilsen, das feierliche Flatterband wurde aber erst diesen Freitagmittag zerschnitten.
11.03.2022, 17:45
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Zeremonie mit halbem Jahr Verspätung
Von Tobias Hensel

Syke. Zwar ist die Kreisstraße 129, die als Wachendorfer Straße am Kreisverkehr in Wachendorf beginnt, schon im vergangenen August wieder für den Verkehr freigegeben worden, einen offiziellen Akt gab es aber erst am Freitagmittag. Landrat Cord Bockhop wollte es sich nicht nehmen lassen, noch einmal auf die Bedeutung der Wege im Landkreis hinzuweisen.

"Wir nehmen Straßen, im Grunde den gesamten Tiefbau so lange als selbstverständlich wahr, bis ein Weg plötzlich nicht mehr befahrbar ist. Dann kommen lauthals Klagen darüber, was alles nicht funktioniert", machte Bockhop deutlich. Ganz aktuell würde seines Erachtens über Gasleitungen und die Energiepreise diskutiert, aber eben nur, weil deutlich wird, dass die Gasleitungen zum Politikum der Weltgeschichte werden können. "Wie wertvoll Asphalt sein kann, merken wir häufig erst, wenn die Wegeverbindung, die er herstellt, plötzlich gesperrt ist", so der Landrat.

Während 20 Wochen wurde in der Zeit von November 2020 bis August 2021 gebaut. Die obere Asphaltschicht abgefräst, neu gedeckt und verstärkt. Außerdem wurden die Entwässerungsrinnen teilweise saniert, erläuterte Bernd Fredrich, Fachdienstleiter für Umwelt und Straßen in der Kreisverwaltung. 939.000 Euro habe der Landkreis investiert. "Wir hätten gerne Fördermittel in Anspruch genommen, aber die hätte es nur gegeben, wenn wir die Straße ausgebaut, also zum Beispiel verbreitert hätten, was aber gar nicht nötig ist", sagte Cord Bockhop.

Stolz sind der Landrat und der ebenfalls bei dem Straßenfreigabe-Ritual anwesende Landtagsabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende für Kreisentwicklung, Marcel Scharrelmann, auch auf das Kreisstraßenbauprogramm. "Wir haben im Landkreis deutlich bessere Straßenverhältnisse als in den Nachbarlandkreisen", sagte Bockhop. Der Landkreis legt alle zwei Jahre ein Programm auf, in dem festgelegt wird, welche Straßen in dem Zeitraum saniert werden. Die Syker Bürgermeisterin Suse Laue und ihr Amtskollege aus Bruchhausen-Vilsen, Bernd Bormann, begrüßten das Programm. "Das schafft Transparenz und auch ein Stück Gerechtigkeit", sagte Laue.

Dass der symbolische Akt der Freigabe jetzt ein halbes Jahr nach der eigentlichen Fertigstellung stattfand, begründeten Bockhop und Fredrich mit der im vergangenen Herbst stattgefundenen Kommunalwahl und dem Pandemie-Geschehen: "Es werden in Kürze noch einige Freigaben folgen", so Bockhop.

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