Arbeitskreis „Elektrosmog“ Syke

Machen Smartphones krank?

Ob Smartphones der Gesundheit schaden, beantwortet der Syker Arbeitskreis „Elektrosmog“ auf der Gesundheitsmesse im Februar in Syke.
04.01.2019, 18:23
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Lena Mysegades
Machen Smartphones krank?

Elisabeth Jess-Knecht (v.l.), Wiltrud Henning, Henning Greve und Alexandra Guillot mit Elektrosmog-Messgeräten.

Janina Rahn

Syke. Der Gesundheitskreis Syke und Umzu lädt für Sonnabend, 9. Februar, zur Gesundheitsmesse ein. Dabei wird es in diesem Jahr um altbekannte und der Gesundheit förderliche Themen, wie die Ernährung, Entspannung, gesunde Luft und Atemtherapie gehen. Darüber hinaus warten aber auch etliche Aussteller mit ungewöhnlichen Angeboten auf. Klavierpädagogik, energetische Schwingungsessenzen, Body Talk und E-Smog-Messungen sind hier nur einige der besonderen Bereiche, über die die Besucher sich während der Messe informieren können. Letztere wird der Gesundheitskreis in Gestalt von Wiltrud Henning, Alexandra Guillot und Henning Greve vorstellen.

Die Drei haben, gemeinsam mit Elisabeth Jess-Knecht vom BUND Bremen, jüngst den Arbeitskreis Elektrosmog gegründet. Elektrosmog bezeichnet die täglichen Beeinträchtigungen des Menschen und der Umwelt durch elektrische, magnetische und elektromagnetische Felder. Bei diesen wird zum Teil davon ausgegangen, dass sie unerwünschte biologische Wirkungen auf den Körper haben. So sendet laut des Arbeitskreises zum Beispiel das Smartphone oder der WLAN-Router Strahlungen aus, die den Körper schädigen können.

Dabei sind drei Faktoren, wie Elisabeth Jess-Knecht sagt, für die Höhe der körperlichen Belastung ausschlaggebend. „Die Intensität der Strahlung, ihre Dauer, und die körperliche Konstitution.“ Und Henning Grewe ergänzt: „Besonders für Kinder sind die Strahlungen des Handys verheerend.“ Diese Annahme hat ihm eine befreundete Zahnärztin sogar bestätigt. Sie sagte ihm, dass sie bei Kindern sah, auf welcher Seite sie ihr Handy hielten, da der Kiefer sich dort zurückgebildet hatte. Diese Nachricht hat der Syker nicht für sich behalten, sondern direkt in den Gesundheitskreis eingebracht. „Ich habe dann Kontakt zu Elisabeth Jess-Knecht aufgenommen, die für den BUND Bremen eine Expertin auf diesem Gebiet ist“, erzählt seine Kollegin Wiltrud Henning. Mit ihr an der Seite sei der Arbeitskreis dann komplettiert gewesen.

Das Quartett ist bei der Gesundheitsmesse für Informationen und Beratungen zum Thema „ektromagnetische Strahlenbelastung“ im Spieker des Cafés Alte Posthalterei vertreten. Doch das reicht dem Team noch nicht. Zusätzlich werden sie auch mithilfe eines Elektro-Smog-Messgeräts die direkte Strahlung, die sich im Raum befindet messen. „Das Messgerät misst Frequenzen von 200 Megahertz bis acht Gigahertz“, sagt Jess-Knecht. Sie selbst habe ein hosentaschengroßes Gerät immer bei sich. „Ich kontrolliere auch gerne, wie hoch die Strahlung des Raumes ist, wenn ich in ein Café gehe“, meint sie. Schließlich hätten Cafés mittlerweile meist WLAN. Jess-Knecht leitet zudem seit 2007 die Selbsthilfegruppe Elektrosmog, die Menschen berät, wie sie sich vor der Strahlung von Handys und WLAN-Routern schützen können. Dabei empfiehlt sie den Betroffenen unter anderem Ärzte und geht auf baubiologische Maßnahmen ein, die ergriffen werden können.

Die Gesundheitsmesse findet in der Zeit von 11 bis 17.30 Uhr im Rathaussaal, in der Kirchengemeinde und im Speicher statt. Der Eintritt liegt bei drei Euro, wovon 1,50 Euro als Verzehrgutschein gelten. 50 Aussteller haben sich bereits angekündigt. Darüber hinaus werden 30 Vorträge gehalten.

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+