Bewertung von 138 kleinen Tieren in Barrien Meyers Scheune wandelt sich in Kaninchen-Paradies

Syke-Barrien. Es herrschte ein ruhiges und zufriedenes Mümmeln in Meyers Scheune in Barrien. Insgesamt 138 Kaninchen saßen dort am Wochenende in ihren Käfigen und ließen sich von den neugierigen Besuchern streicheln und begutachten. Am Sonnabendvormittag wurde es für die Tiere jedoch richtig ernst. Zwei Richter kürten den Vize- sowie Vereinsmeister der Erwachsenen und Jugendlichen aus Barrien und Syke.
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Von Kaya Leimann

Syke-Barrien. Es herrschte ein ruhiges und zufriedenes Mümmeln in Meyers Scheune in Barrien. Insgesamt 138 Kaninchen saßen dort am Wochenende in ihren Käfigen und ließen sich von den neugierigen Besuchern streicheln und begutachten. Am Sonnabendvormittag wurde es für die Tiere jedoch richtig ernst. Zwei Richter kürten den Vize- sowie Vereinsmeister der Erwachsenen und Jugendlichen aus Barrien und Syke.

Mit dem Vereinsmeister-Titel hatte Wolfgang Bösselmann gar nicht gerechnet. 'Ich stelle meine Kaninchen hier schon seit 30 Jahren zur Schau, aber an dem Meistertitel bin ich immer knapp vorbei gerutscht. Für mich ist der Preis die Krönung', beschrieb der glückliche Preisträger aus dem Verein Syke F280. Dabei war er nur zufällig an die Kaninchenzucht gekommen. Sein Arzt hatte ihm zu einem Hobby geraten. Nachdem das Angeln für Wolfgang Bösselmann nicht die richtige Freizeitbeschäftigung war, entschied er sich für die Kaninchenzucht. 'Mit dem Hobby kommt man ganz schön herum. Ich fahre für die Schauen auch nach Hessen oder Osnabrück.'

Um einen Preis bei den Ausstellungen zu gewinnen, müssen die Züchter auf einige Kriterien achten. Dazu gehören unter anderem ein optimales Gewicht, eine gute Gesundheit und rassespezifische Merkmale. 'Es gibt Punktabzüge, wenn das Tier zum Beispiel zu leicht oder schwer ist. Aber auch, wenn es nicht sauber ist, gibt es Abzüge in der Gesamtwertung', erläuterte Harald Specker, Vorsitzender des Vereins Barrien F372. Auch er hatte seine weißen Neuseeländer, die bei Besuchern besonders beliebt sind, zur Schau gestellt. Für die Wertung wurden aus beiden Vereinen ein Vereinsmeister und ein Vizemeister der Erwachsenen und Jugendlichen ermittelt.

Bei den Jugendlichen aus dem Barrier Verein machte Hendrik Specker das Rennen. Er gewann mit seinen Deutschen Kleinwiddern in Wildfarben den Vereinsmeister-Titel. Aus dem Syker Verein konnte Tristan Thöne mit den Titeln Beste Häsin, Jugendmeister und Jugend-Wanderpokal punkten. Bei den Erwachsenen aus dem Barrier Verein war es Kurt Hanke möglich, den Meistertitel mit nach Hause zu nehmen. 'Ich züchte seit vielen Jahren Kaninchen und konnte schon einige Erfolge verbuchen',sagte Hanke. Vizemeister des Barrier Vereins wurde Frank Steffen Kampa.

Tiere können jedoch auch disqualifiziert werden. Haben sie Schnupfen, so werden die Kaninchen umgehend von der Schau ausgeschlossen und aus der Scheune genommen. 'Wir wollen ja nicht, dass die gesunden Tiere von den kranken angesteckt werden', machte Harald Specker deutlich.

Bei der Ausstellung gab es sogar eine vom Aussterben bedrohte Art. 'Die Meißner Widder sind eine sehr schwierige Rasse, bei der eines der rassespezifischen Merkmale ein Silberschimmer ist', erklärte Harald Specker. Nachdem die Kaninchen seiner Tochter, die sie sich aus Zoohandlungen geholt hatte, alle verstorben waren, beschloss Harald Specker selber Kaninchen zu züchten. Er wünscht sich, dass sich auch mehr Jüngere Leute für sein Hobby interessieren.

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