Platz für 84 997 Tiere Neuer Stall beantragt

Normannshausen. Seit Montag liegt beim Landkreis Diepholz ein Antrag für die Errichtung eines Legehennen-Aufzuchtstalles mit 84997 Tieren vor. Dies teilte Samtgemeindebürgermeister Horst Wiesch am gestrigen Vormittag mit. Noch liegt der entsprechende Antrag aber nicht im Rathaus der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen. "Er ist wohl noch auf dem Botenweg hierher", vermutete Horst Wiesch. Der Verwaltungs-Chef rechnet mit einem Antrag nach dem Immissionsschutzgesetz, wonach ein "großes Verfahren mit einer Umweltverträglichkeitsprüfung" notwendig wäre. Sollte es sich nicht um ein privilegiertes Bauvorhaben, sondern um einen gewerblichen Stallbau handeln, greife sogar schon das neue Baugesetzbuch.
03.07.2013, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Karin Neukirchen-stratmann

Normannshausen. Seit Montag liegt beim Landkreis Diepholz ein Antrag für die Errichtung eines Legehennen-Aufzuchtstalles mit 84997 Tieren vor. Dies teilte Samtgemeindebürgermeister Horst Wiesch am gestrigen Vormittag mit. Noch liegt der entsprechende Antrag aber nicht im Rathaus der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen. "Er ist wohl noch auf dem Botenweg hierher", vermutete Horst Wiesch. Der Verwaltungs-Chef rechnet mit einem Antrag nach dem Immissionsschutzgesetz, wonach ein "großes Verfahren mit einer Umweltverträglichkeitsprüfung" notwendig wäre. Sollte es sich nicht um ein privilegiertes Bauvorhaben, sondern um einen gewerblichen Stallbau handeln, greife sogar schon das neue Baugesetzbuch.

Ansonsten versuchte Wiesch aber erst einmal, alle Gemüter zu beruhigen. Vor allem die der Bürgerinitiative Geflügelstall Normannshausen. "Vielleicht können wir auch hier eine Planung drüberlegen", sagte Wiesch. Derzeit hat die Samtgemeinde Pläne in der Diskussion, mit Hilfe von Bebauungsplänen Tierhaltungsanlagen zu steuern (wir berichteten).

"Betroffen gemacht"

Wilfried Durchholz von der Bürgerinitiative Geflügelstall Normannshausen erklärte auf Nachfrage dieser Zeitung: "Die Nachricht hat uns letztendlich doch betroffen gemacht." Jetzt müsse man sehen, "was zu tun ist". Dazu möchte die Initiative zunächst einmal die entsprechenden Unterlagen einsehen, sobald sie im Rathaus der Samtgemeinde eintreffen. "Das werden wir uns ganz genau anschauen", versprach Durchholz.

Immerhin müssten, sofern es ein Bauantrag nach Bundesimmissionsschutzgesetz sei, etliche Unterlagen beigebracht werden. Für die Initiative sei es wichtig, zu sehen, dass Gemeinde und Verwaltung Wort hielten. "Herr Wiesch hat uns schon umfassend informiert", lobte Durchholz den Verwaltungs-Chef. Sobald die Initiative Klarheit über die genauen Details des Bauantrages habe, werde es eine weitere Großveranstaltung zu diesem Thema geben. "Dann werden sicher noch viel mehr Bürger teilnehmen", ist sich Wilfried Durchholz sicher.

Der Landwirt aus Meppen, der den Bauantrag zum Aufzuchtstall gestellt hat, war für eine Stellungnahme gestern nicht zu erreichen.

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