Seniorenresidenz in Syke

Los geht’s

Ein größeres Bauprojekt kündigt sich an. Bereits in etwas mehr als einem Jahr soll der Bau abgeschlossen sein. Was genau entsteht in der Syker Innenstadt?
02.11.2020, 17:45
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Yannik Sammert
Los geht’s

Jörg Städtler (von links), Thomas Kuchem, Suse Laue, Frank Markus, Claudia Pieper und Reiner Schulte setzen den Spatenstich.

Vasil Dinev

Syke. Bei der Leichtathletik signalisieren Schiedsrichter mithilfe einer Pistole, dass der Wettbewerb beginnt. Und auch bei Bauarbeiten gibt es mitunter einen symbolischen Startschuss, den Spatenstich. Zu einem solchen sind am Montagmittag an der Hauptstraße in Syke die Handlungsträger des dortigen Bauprojekts mit Bürgermeisterin Suse Laue und dem Ersten Stadtrat Thomas Kuchem zusammengekommen. Auf einem etwa 3000 Quadratmeter großen Gelände soll für 12,5 Millionen Euro eine Seniorenresidenz entstehen.

Realisiert wird das Ganze von der Unternehmensgruppe Specht und ihrem Geschäftspartner Reiner Schulte. Den Standort in der Innenstadt haben sie dabei nicht zufällig ausgewählt. „Wir bauen da, wo alte Menschen hingehören, in die Mitte der Gesellschaft, in den Ortskern“, betont Franz Markus, Geschäftsführer der Specht-Gruppe. Dieser verspricht eine „moderne und zweckmäßige“ Einrichtung. Er führt aus: „Unsere Pflegeimmobilien bieten komfortables Wohnen mit Hotelcharakter.“ Was genau ist geplant? Insgesamt sollen 77 Plätze angeboten werden, wobei für alle Pflegebedürftigen Einzelzimmer mit Bad – und in den meisten Fällen auch Balkon – vorgesehen sind. Auch Komfortzimmer, die „über ein etwas größeres Platzangebot“ verfügen, wird es geben. Die Plätze sind sehr begehrt, schließlich gebe es schon zahlreiche Reservierungen für die Wohnungen.

Abgesehen von den Wohnräumen sind Aufenthaltsbereiche angedacht. Auch eine Cafeteria und eine Küche, „in der täglich für die Bewohner gekocht wird“, werden gebaut. Abgerundet wird die von der Specht-Mitarbeiterin Claudia Pieper entworfene Gestaltung durch einen Garten und eine Dachterrasse. Insgesamt stehen den Bewohnern und Mitarbeitern gut 5100 Quadratmeter über mehrere Etagen zur Verfügung.

„Wie vieles im Leben brauchte es Zeit“, merkt Markus im Hinblick auf die Planungen in den vergangenen Jahren an. So habe es einige „Herausforderungen“ gegeben, also „Momente, die man vorher in ihrer Intensität gar nicht auf dem Schirm hat“. Beispielhaft nennt er die Gespräche mit Anliegern und Verwaltung. Nun soll es jedoch schnell gehen. „Wir wollen zeigen, dass so ein Bau in kurzer Zeit wahrnehmbar ist“, macht der Geschäftsführer deutlich. Bereits Anfang 2022 soll die Residenz fertig sein und eröffnet werden.

Nach dem Bau gehen die Apartments dann in den Besitz von Investoren über. Denn die Specht-Gruppe hat die Zimmer gemeinsam mit dem Immobilien-Service der Kreissparkasse Syke rund um Jörg Städtler, Leiter der Abteilung, vermarktet. Sämtliche Zimmer sind bereits verkauft. Markus spricht von einer „guten Kapitalanlage“. Zur Einordnung: Die Apartments waren ab einem Preis von gut 163 000 Euro erhältlich. Um das Vermieten der Räume an ältere Menschen müssen sich die Investoren wohlgemerkt nicht selbst kümmern. Das übernimmt die Betreibergesellschaft.

Seit der Gründung im Jahr 1988 hat die Specht-Gruppe bereits mehr als 100 Pflegeimmobilien verwirklicht – unter anderem in Syke die 2015 eröffnete Seniorenresidenz Deutsche Eiche. Markus erklärt: „Wir haben bisher jedes Projekt erfolgreich realisiert und werden hier keine Ausnahme machen. Solche Projekte können nur klappen, wenn die Unterstützung von Bevölkerung und Verwaltung da ist.“ Und das sei in Syke der Fall.

Bürgermeisterin Suse Laue bedankte sich am Montag für die „Investitionsbereitschaft“. Schließlich sieht sie in der Einrichtung „ein positives Zeichen für Syke“, denn der entsprechende Abschnitt der Hauptstraße werde mit Leben gefüllt. „Mit dem Bau der Seniorenresidenz wird die Realisierung des Gängeviertels, seine Gestaltung und seine Belebung nachhaltig begonnen und somit auch ein Baustein für die Entwicklung des Syker Zentrums gelegt“, ergänzte sie. Markus hob hingegen die Schaffung von circa 80 Arbeitsplätzen hervor – 50 davon in Vollzeit. Es wird auch ausgebildet.

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+