Klima-Aktions-Bündnis

Nicht mehr reden, sondern tun

In Bassum, Syke und Twistringen hat sich ein neues Klima-Aktions-Bündnis gegründet. Die Mitglieder wollen mit konkreten Projekten vor Ort mehr für Nachhaltigkeit und Klimaschutz tun.
12.09.2019, 17:17
Lesedauer: 2 Min
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Von Sarah Essing
Nicht mehr reden, sondern tun

Für mehr Nachhaltigkeit und damit auch Klima- und Umweltschutz wollen Bürger in Syke, Bassum und Twistringen jetzt aktiv werden. Das Klima-Aktions-Bündnis hatte in den vergangenen Tagen eingeladen, um Ideen für Projekte vor Ort zu sammeln. Unter den ersten Ideen war auch eine Aufklärungskampagne darüber, wie wichtig naturbelassene Gärten für Bienen und andere Insekten sind.

obs/ENA/BdB/Pixabay

Syke. „Wir müssen etwas verändern, wir haben keine Zeit mehr zu verschwenden.“ Mit eindringlichen Worten machte Maren Rüsch den Grund für das Treffen in der Waldstraße 1 in Syke deutlich. Und rund 40 Syker sahen das genauso. Darum hatten sie sich am Donnerstagabend eingefunden, wohin das Klima-Aktions-Bündnis zu einem ersten Treffen eingeladen hatte. Es gehe darum, klimarelevante Themenfelder zu sammeln und Arbeitsgruppen zu gründen, hieß es in der Ankündigung. Was sich genau dahinter verbarg, erläuterten Anja Cavazos-Peralta, Maren Rüsch und Joachim Golz von der Bürgerinitiative Energie in Bürgerhand Syke-Bassum.

„Wir wollen gucken: Was können wir konkret tun?“, machte Anja Cavazos-Peralta deutlich. In Syke, Bassum und Twistringen entstünden deshalb derzeit neue Arbeitsgruppen, die sich mit dem komplexen Feld der Themen rund um den Klimaschutz auseinander setzen wollen. Dabei ginge es jedoch nicht mehr allein ums Reden und Demonstrieren, wie die Initiatoren für dieses neue, offene Forum unterstrichen. Nein, praktische Ideen sind gefragt. Konkrete Projekte und Aktionen, die vor Ort umgesetzt werden – umgesetzt werden können –, damit vor Ort in den Städten Syke, Twistringen und Bassum etwas für den Klimaschutz getan wird. „Wir wollen aufhören nur zu reden, sondern tatsächlich etwas tun“, betont Maren Rüsch.

Und ein wenig Führung war vonnöten, denn die Vielschichtigkeit und das Ineinandergreifen der verschiedenen Faktoren, die beim Thema Klimaschutz zusammenkommen, stellten die Anwesenden schon zum Auftakt beim Sammeln der Themenfelder vor Herausforderungen. Rund 50 Kärtchen mit den unterschiedlichsten Begriffen zierten das Bord am Ende. Allumfassende Themen wie Konsum, Wasser, Landnutzung, Verkehr und Mobilität sowie Energie standen ebenso darauf, wie ganz konkrete Vorhaben wie „Umgebungsstraße verhindern“. Diese Menge sorgte kurz für ein wenig Ratlosigkeit. Zudem kristallisierte sich schnell heraus, dass einige Probleme ohne die Mithilfe von Verwaltung und Politik dann doch nicht so ohne Weiteres zu beheben sind – Stichwort: Gülleverordnung. „Wir fänden es daher klasse, wenn dann auch jemand aus der Verwaltung gleich mit arbeiten könnte“, wünscht sich Anja Cavazos-Peralta daher. Überhaupt sei die Zusammenarbeit mit den jeweiligen Städten ein Ziel, das sich dieses neue Forum gesetzt hat.

Doch zunächst geht es erst mal darum, was die Bürger tun können. Dazu teilte sich das Plenum je nach Interessensgebiet in Kleingruppen auf, um dann Ideen zu sammeln. „Wir wollen kleinschrittige Projekte, die schnell und einfach umsetzbar sind“, gab es als einzige Vorgabe von Anja Cavazos-Peralta. Damit hatten die Anwesenden erst mal so ihre Schwierigkeiten. Konkrete Projekte wurden an diesem Abend noch nicht angeschoben.

Doch das müssen die Syker Arbeitsgruppen auch keineswegs allein tun. In Bassum und Twistringen haben sich ebenfalls bereits Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themen gebildet. Mit ihnen soll ein regelmäßiger Austausch stattfinden. „Wir wünschen uns, dass dieses Forum die Menschen, die etwas tun wollen, zusammenbringt“, erläutert Anja Cavazos-Peralta. Der erste Schritt dahin ist nun getan. Diejenigen, die etwas tun wollen, haben sich nun kennengelernt und erste Ideen gesammelt in welchem Bereich sie etwas tun möchten. Dazu zählen unter anderem der Wunsch nach einer barrierefreien, autofreien Innenstadt, das Anlegen von Gemeinschaftsgärten oder auch ein Portal im Internet auf dem es ein Verzeichnis von nachhaltig arbeitenden Unternehmen gibt. Das nächste Treffen wird in rund drei Wochen stattfinden. Dann können diese Ideen konkreter werden.

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