Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaft Parkplätze und Linden sollen bleiben

Der Twistringer Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaft hat sich auf ein Sanierungskonzept für die Bundesstraße 51 geeinigt. Unter anderem sollen Kurzzeitparkplätze und Linden erhalten bleiben.
11.05.2017, 17:02
Lesedauer: 2 Min
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Von Dominik Flinkert

Twistringen. Auf der Bundesstraße 51 sollen im Streckenabschnitt von der Harpstedter Straße bis zur Westerstraße in beiden Fahrtrichtungen Radfahrstreifen auf der Fahrbahn entstehen. Ein beidseitig abgesetzter Geh- und Radweg soll im Abschnitt von der Westerstraße bis zur Köglerstraße gebaut werden. Für diese Form der Straßensanierung plädierten die Kommunalpolitiker des Ausschusses für Stadtentwicklung und Wirtschaft der Stadt Twistringen am Mittwoch im Rathaus. Im ersten Streckenabschnitt möchten die Politiker möglichst viele Kurzzeitparkplätze erhalten, im zweiten Abschnitt wollen sie den Bestand der Linden sichern, weil diese das Stadtbild prägen. Falls die Linden gefällt werden müssen, solle es Neupflanzungen geben.

Die Mehrheit der Politiker teilte die Anregungen, die die Ortsräte Twistringen und Mörsen gegeben hatten. Die Ortsräte einigten sich in vorangegangenen Sitzungen unter anderem auf folgende Vorschläge: Vorverlegung des Ortseingangs aus Richtung Borwede kommend in Richtung Nienburger Straße, optische Straßenverengungen in Höhe des Ortseingangs, Bau eines Kreisverkehrs im Kreuzungsbereich Köglerstraße/Raiffeisenstraße, Bau einer Bedarfsampel in Höhe des Netto-Marktes. Mit dem Konzept konnten sich Hermann Niederwestberg (Grüne), Horst Küpker (Freie Wählergemeinschaft) und Marion Urbanski (Die Linke) nicht anfreunden. Sie stimmten gegen die Planung. Niederwestberg kritisierte den geplanten Fahrradstreifen auf der Fahrbahn. Er habe Angst, dass Senioren und Kinder sich nicht trauen, diesen Radstreifen zu nutzen, weil sie sich im Verkehr eingeengt fühlen. Die Ausschuss-Mehrheit von CDU, SPD und FDP beschloss jedoch, dieses Konzept dem Verwaltungsausschuss zur weiteren Beratung zu empfehlen.

Die Politiker votierten auch für ein Sanierungskonzept der Bundesstraße vom Osterkamp bis zur Harpstedter Straße. Frank Hömer nannte ein Beispiel, was hier geplant ist. „Der Ortsrat hat angeregt, eine Querungshilfe in Höhe des Osterkamps einzurichten“, sagte der Ausschussvorsitzende. Unter anderem schlagen die Ortsräte vor, die geplante Bushaltestelle vor der Westfalen-Tankstelle vor Hausnummer 35 zu verlegen, damit Busse nicht die Einfahrt behindern.

Der Ausschuss schlägt dem Verwaltungsausschuss darüber hinaus vor, einem Bebauungsplan des Eigentümers des Grundstückes an der Oberbecker Straße 3 zuzustimmen, wo die ehemalige Hutfabrik ihren Sitz hatte. Der Eigentümer möchte dort ein Mehrfamilienhaus mit elf Wohneinheiten bauen. Das zweigeschossige Gebäude mit Staffelgeschoss soll in Massivbauweise mit leicht geneigtem Dach errichtet werden. Alle Wohnungen können mit einem Aufzug erreicht werden. Der Planer solle berücksichtigen, dass das hohe Gebäude keinen Schatten auf kleinere Gebäude wirft, regte Niederwestberg an. Das habe oft für Ärger unter Nachbarn gesorgt.

Das Gremium sprach sich dafür aus, dass der Vertrag für die Wegnutzung am Windpark Natenstedt zwischen der Stadt und der Firma Westwind aufgehoben wird, wenn die Firma einen Ablösebetrag in Höhe von 27 500 Euro an die Stadt zahlt. Denn die Stadt hat nach eigenen Angaben die Möglichkeit, mehr Zuschüsse von der Flurbereinigungsbehörde zu erhalten. Vom Geld will die Stadt mit einer Eigenbeteiligung von 50 000 Euro Wege sanieren, unter anderem die Gemeindestraße, über die der Windpark erschlossen wurde. Außer Küpker (Freie Wählergemeinschaft) votierten alle Ausschussmitglieder für die Ablösevereinbarung.

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