Besonderes Partykonzept

Syke feiert in Boxen

Mal wieder richtig feiern, das können nun Partywütige am Sonnabend auf dem Gelände des Hallenbades in Syke. Bis zu 500 Leute können kommen, um mit Abstand einen entspannten Abend zu verbringen.
08.09.2020, 16:44
Lesedauer: 2 Min
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Von Yannik Sammert
Syke feiert in Boxen

Erster Stadtradt Thomas Kuchem (von links), Kathrin Wilken (Sykes Kulturbeauftragte), Jenny Pelzer und Julia Alfawal freuen sich auf die Party. Am Sonnabend geht es auf dem Gelände des Hallenbades los.

Vasil Dinev

Syke. Mal wieder ordentlich mit Freunden feiern gehen? Was bis vor Kurzem noch ausgeschlossen schien, wird Sonnabend, 12. September, bei „Party in the Box“ in Syke tatsächlich möglich sein. Tosa-Security und APD-Events haben ein besonderes Konzept ins Leben gerufen, bei dem die Gäste zusammen in Partyboxen anstoßen können. Präsentiert wird die Fete von Antenne Niedersachsen. Beginn ist um 18 Uhr auf der Wiese beim Hallenbad in Syke, Am Lindhof 5. Nach sechs Stunden wird der Spaß enden. Beim Ersten Stadtrat, Thomas Kuchem, ist die Vorfreude groß: „Wir wollen unseren Einwohnern einen angemessenen Ausklang des Sommers und einen Abend zum Genießen ermöglichen.“

Was es genau mit den siebeneinhalb Quadratmeter großen Boxen auf sich hat, erzählt Jenny Pelzer von APD-Events: „Die Boxen sind ausgestattet mit einer Bierzeltgarnitur. In einer Box finden bis zu zehn Personen Platz.“ Dabei spielt es keine Rolle, aus wie vielen Haushalten die Feierwütigen kommen. Bis zu 50 Boxen, also insgesamt 500 Personen, sind möglich. Das Konzept ist erprobt. So war die Eventreihe bereits in Buchholz (Aller), Salzgitter, Gifhorn und Goslar zu Gast. In den jeweiligen Party-Zonen können die Gäste nicht nur entspannt sitzen, sondern auch ein wenig tanzen. Mit Leuten aus anderen Boxen kann aus sicherer Entfernung in Kontakt getreten werden. Schließlich handelt es sich gar nicht um Boxen im engeren Sinn, wie Julia Alfawal vom Sicherheitsunternehmen klarstellt: „Es sind keine Käfige.“ Vielmehr handelt es sich um offene Bereiche, die durch Abgrenzungsständer markiert und räumlich begrenzt sind.

Gleichzeitig versichert sie: „Wir werden sehr darauf achten, dass die Personen in ihren jeweiligen Boxen bleiben.“ Sie sind in einem Abstand von 1,5 Meter vorgesehen. Sowohl in den Feier-Zonen als auch beim Einlass und den Toiletten gilt das Einbahnstraßenprinzip. Heißt: Ein- und Ausgänge sind separat vorgesehen. Außerhalb der eigenen vier Party-Wände müssen die Gäste Masken tragen. Das Service-Personal bringt Longdrinks, Bier und Softdrinks direkt zum Tisch. Auch bei Hunger ist vorgesorgt – es wird einen Imbiss geben. Desinfektionsmittel steht bereit. All dies führt dazu, dass Kuchem von einem stimmigen Hygienekonzept spricht. Weiteren Veranstaltungen steht der Erste Stadtrat sehr offen gegenüber für den Fall, dass „pfiffige Leute wieder gute Ideen haben und das Hygienekonzept eingehalten wird“.

Musik auf die Ohren gibt es von Antenne-Niedersachsen-DJ Dirk Wöhler. Wöhler wird auf einem Showtruck stehen und Musik der 1980er- und 90er-Jahre sowie Charts spielen. Alfawal blickt freudig zurück: „Bei den bisherigen Partys hat er das Publikum nach zehn Minuten auf seiner Seite gehabt und danach wurden die Boxen gut zum Wackeln gebracht.“ Auch die Interaktion mit den Gästen beherrsche der DJ sehr gut. Die Partygänger können sich zudem auf einige Aktionen freuen. So kann sich zum Beispiel jede Box einen eigenen Namen überlegen. „Bei der letzten Party waren da schon ausgefallene Namen dabei“, erzählt Alfawal schmunzelnd.

Karten für das Event sind online erhältlich (www.party-in-the-box.de). Auch eine Abendkasse wird es geben, allerdings nur mit einem sehr geringen Restkontingent an Karten. Eine Box kostet 110 Euro. Doch man muss nicht zwangsläufig mit neun Freunden kommen. Auch Mischboxen mit mehreren Kleingruppen sind möglich. In diesem Fall wird pro Kopf abgerechnet. Dann sind es 14,50 Euro.

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