Spannendes Kochduell im Rahmen der Fairen Wochen "Pfund auf Pfund" erobert Gaumen der Juroren

Weyhe-Leeste. Zu ungewohnter Zeit brannte in den Hauswirtschaftsräumen der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Leeste noch Licht am Freitagabend, während ein wohliger Duft durch die sonst dunklen Gänge schlich. Im Rahmen der Fairen Wochen fand dort ein Kochduell unter dem Motto "Fair Trade" statt. Um 18 Uhr trafen sich die Teilnehmer, Organisatoren und Besucher im kleinen Forum der KGS Leeste.
14.02.2011, 05:00
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Von Robert Müller

Weyhe-Leeste. Zu ungewohnter Zeit brannte in den Hauswirtschaftsräumen der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Leeste noch Licht am Freitagabend, während ein wohliger Duft durch die sonst dunklen Gänge schlich. Im Rahmen der Fairen Wochen fand dort ein Kochduell unter dem Motto "Fair Trade" statt. Um 18 Uhr trafen sich die Teilnehmer, Organisatoren und Besucher im kleinen Forum der KGS Leeste.

Die Teilnehmer, die in vier Gruppen aufgeteilt wurden, erwarteten in der Küche vier Körbe mit unterschiedlichen Fair Trade-Zutaten. Zusätzlich standen noch verschiedenes Gemüse wie Zwiebeln, Auberginen, Kartoffeln oder Lauch zur Verfügung. Die Aufgabe bestand nun darin, innerhalb von nur einer Stunde ein Gericht aus einem oder mehren Gängen zu zaubern, das die vierköpfige Jury durchweg begeistern sollte. Als Hilfe standen den Teams dazu sechs Rezepte beiseite.

Neben Schülern und Freunden des Aktionsbündnis Faire Wochen traten auch einige Lehrer der KGS Leeste an den Herd. Aber auch im Ort bekannte Gesichter konnte man am Freitag einmal an den Töpfen sehen. Neben Ratsmitglied Sonja Eden schwang auch die Mitorganisatorin und Gleichstellungsbeauftragte Weyhes, Eva Böller, eifrig den Kochlöffel. Auch Pastor Holger Tietz machte im Angesicht der Herdplatten eine gute Figur. Nachdem die Regeln allen klar waren, folgte um 18.15 Uhr der Startschuss durch den Moderator Kijan Shadjjarian und die Teams stürzten sich auf die Zutaten. Lange wurde nicht überlegt und die bereitgestellten Rezepte links liegen gelassen, die meisten Teams wussten schnell, was sie der Jury auftischen wollten. Diese bestand neben den Aktionsbündnis-Mitgliedern Janin Hornburg und Enno Eidens aus der Ökotrophologin Christiane Knipper sowie Gernot Riedl, dem Leiter von Slow Food Bremen, einer ursprünglich italienischen Organisation, die sich für lokale Spezialitäten einsetzt.

Während die Jurymitglieder sich entspannt unterhielten und ab und an den Köchen über die Schulter guckten, war bei denen ein regelrechter Wettlauf gegen die Zeit in Gang gekommen. Einige Teams setzten auf viele Gänge, andere entschlossen sich für bodenständige Hausmannskost. Das Team Vier um Irene Schuhmacher, Angela Doskotz und Silke Frese lag mit seinem "Pfund auf Pfund" so gut in der Zeit, dass sie sich schon um das dreckige Geschirr kümmern konnten, während die anderen noch vor dem Ofen warteten. Die Juroren setzten sich an ihren Tisch und machten sich an das Vier-Gänge-Menü von Team Eins, bestehend aus einer Suppe, einem Salat, einer Reis-Gemüse-Platte und zum Nachtisch einen Apfelcrumble, der von allen gelobt wurde und dem Team insgesamt 30,7 von 40 möglichen Punkten einbrachte. Team Zwei und Drei ernteten mit ihrem Steckrüben-Karotten Ragout auf Currybasis, beziehungsweise Auberginentalern und einem ländlichen Eintopf je 24,6 und 28,5 Punkte. Gewinner des Abends war aber Team

Vier, das mit seinem mit Käse überbackenem Kuskus und seinem klassischem "Pfund auf Pfund" die Gaumen der Juroren erobern konnte. Als Belohnung konnten sich die drei Spitzenköche über drei Flaschen ausgesuchten Wein freuen. Im Endeffekt hatten aber alle Beteiligten ihren Spaß am Wettkampf, da es bei einem "fairen" Kochduell eigentlich auch nur Gewinner geben kann.

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