Neuer Podcast Die FWG gibt's jetzt als Podcast

Die Freie Wählergemeinschaft Syke hat sich Gedanken gemacht, wie man den Nachwuchs für Lokalpolitik begeistern kann. Ein neuer Podcast soll dabei helfen.
19.05.2021, 19:43
Lesedauer: 3 Min
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Die FWG gibt's jetzt als Podcast
Von Sarah Essing

Syke. Wie kann man die Menschen für Politik begeistern? Eine Frage, die sich politisch Engagierte immer wieder stellen, vor allem mit Blick auf die Jugend. Die Freie Wählergemeinschaft (FWG) in Syke geht dabei nun einen neuen Weg. Sie bietet ab sofort einen Podcast an.

Angeregt wurde diese Idee von der jüngeren Generation innerhalb der FWG, berichtet Andreas Schmidt, Fraktionssprecher der Freien Wähler im Syker Stadtrat. Er selbst habe damit zunächst "nicht so viel" mit anfangen können, bekennt der 56-Jährige. "Dominik Albrecht hat das also in die Hand genommen."

Albrecht ist mit seinen 31 Jahren einer aus der jungen Generation der Freien Wähler, die im Herbst erstmals bei der Kommunalwahl antreten. "Ich höre selbst gern Podcasts", sagt er, und er kenne viele in seinem Alter, die das ebenfalls tun. So sei er auf die Idee gekommen.

Der Plan sei, zunächst einmal mit allen Kandidaten - auch für die Ortsräte, wie Schmidt betont - eine Folge für den Podcast aufzunehmen. Später sollen weitere Episoden folgen. Dafür seien auch Gesprächsrunden mit mehreren Teilnehmern zu verschiedenen lokalpolitischen Themen denkbar. Die Interviews übernimmt Albrecht selbst. Als ehemaliger Redakteur des Syker Kurier und heutiger Pressesprecher der Abfallwirtschaftsgesellschaft (AWG) Bassum kann er das. Über seine Ausbildung zum Redakteur begann auch sein Interesse für die Lokalpolitik. "Als Volontär habe ich gemerkt, wie schwer das ist, in das Thema Lokalpolitik hereinzufinden", erinnert er sich. Doch nicht jeder hat beruflich Zugang zu Flächennutzungsplanänderungen, Bebauungsplänen oder den kommunalen Haushalt. Der Podcast soll dem Zuhörer daher den Einstieg in die Thematik erleichtern.

"Wir versuchen dabei, die Zuhörer mitzunehmen", stellt Albrecht dafür in Aussicht. Politische Begriffe werden erklärt, Zusammenhänge erläutert, versprechen Albrecht und Schmidt. "Man muss kein Politikstudium absolviert haben", versichert Andreas Schmidt. Zunächst gehe es sowieso mehr um die Personen als um politische Fragen.

Der FWG-Fraktionssprecher hat schon mal den Anfang gemacht und sich nach eigenem Bekunden überzeugen lassen von dieser Medienform. "Es wird einfach gesprochen, das war sehr interessant", sagt er. Die persönliche Note habe ihn überzeugt. Sicher, gehe es auch um Politik, aber "in diesem Podcast kommt die Person zur Geltung, man erfährt auf diese Weise, wer diese Person ist", findet er. Ein Eindruck, den auch Albrecht teilt. "In einem lockeren Gespräch kommt viel mehr rüber", ist er von dem gewissen "Podcast-Flair" überzeugt. Bei dieser Form gebe es eine "natürliche Gesprächssituation", die sehr ungezwungen sei. "Irgendwann vergisst man sogar das Mikro."

Wobei das Mikro in diesem Fall in Albrechts Handy eingebaut ist. Das sei ein weiterer Vorteil dieser Medienform, findet der 31-Jährige: Man benötigt wenig Equipment und "ein Podcast verzeiht viel". Haspler, Gesprächspausen oder "Ähms" gehören mit zur natürlichen Gesprächssituation. Es muss also wenig bearbeitet werden. Albrecht legt noch ein Intro und die Ausgangsmusik über die Aufnahme, dann kann die Folge hochgeladen werden.

Etwa alle zehn Tage soll es nun eine neue Folge des FWG-Podcasts geben. Vorab erhalten die Gäste der jeweiligen Folge einen Fragebogen, in denen sie unter anderem zu ihren persönlichen Steckenpferden befragt werden und darüber, wie sie zur Politik gefunden haben. "Um Anknüpfungspunkte zu haben", wie Albrecht sagt. Und dann "wird einfach gesprochen". Dabei könne es durchaus vorkommen, dass man abschweift. Das sei sogar gewollt, gehöre es doch zu den Besonderheiten eines Podcast-Gesprächs. "Das ist echt gut", sagt Schmidt und fügt hinzu: "Es hat Spaß gemacht." 

Zur Sache

Podcast - was ist das eigentlich?

Ein Podcast ist eine Serie von Mediendateien, bestehend meistens aus Interviews, Meldungen oder auch Mitschnitten von Radio- oder Musiksendungen. Sie können über einen RSS-Feed oder gängige Online-Plattformen wie Spotify, Apple-Podcast oder Deezer gehört und auch abonniert werden. Besonders bekannt wurde dieses Medium durch den Corona-Podcast von Christian Drosten im vergangenen Jahr. Das Angebot ist vielfältig. Es reicht von Musik über Sport, Kultur, Literatur und vielem mehr bis hin zu Comedy. Der FWG-Podcast ist über den Apple-Podcast und auf Spotify zu finden.

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