Ausschuss für Bildung und Kultur tagt in Diepholz / Kommunalpolitik setzt sich für Erhalt des Studienseminars in Nienburg ein Sanierungsstau an Schulen: Die Hälfte ist abgearbeitet

Landkreis Diepholz. Fast 50 Prozent des Sanierungsstaus an den Schulen im Landkreis Diepholz konnten bis Ende 2010 abgearbeitet werden. Das hat die Kreisverwaltung den Mitgliedern des Ausschusses für Bildung und Kultur am Mittwochnachmittag in der Diepholzer Mediothek mitgeteilt. In Euro ausgedrückt sind das rund 19 Millionen. Das Gesamtvolumen lag bei gut 39 Millionen Euro, es bleiben also Sanierungskosten von etwa 20 Millionen übrig. Im Nordkreis sind noch Kosten von 2,6 Millionen Euro am Schulzentrum Petermoor Bassum aus, 1,1 Millionen Euro an der Haupt- und Realschule Twistringen, 1,7 Millionen an den Berufsbildenden Schulen (BBS) in Syke, 320000 Euro an der Weyher Schule Leester Heide, 30000 Euro an der Hacheschule und 160000 Euro an der Landwirtschaftsschule in Osterbinde zu schultern.
17.06.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Sanierungsstau an Schulen: Die Hälfte ist abgearbeitet
Von Christoph Starke

Landkreis Diepholz. Fast 50 Prozent des Sanierungsstaus an den Schulen im Landkreis Diepholz konnten bis Ende 2010 abgearbeitet werden. Das hat die Kreisverwaltung den Mitgliedern des Ausschusses für Bildung und Kultur am Mittwochnachmittag in der Diepholzer Mediothek mitgeteilt. In Euro ausgedrückt sind das rund 19 Millionen. Das Gesamtvolumen lag bei gut 39 Millionen Euro, es bleiben also Sanierungskosten von etwa 20 Millionen übrig. Im Nordkreis sind noch Kosten von 2,6 Millionen Euro am Schulzentrum Petermoor Bassum aus, 1,1 Millionen Euro an der Haupt- und Realschule Twistringen, 1,7 Millionen an den Berufsbildenden Schulen (BBS) in Syke, 320000 Euro an der Weyher Schule Leester Heide, 30000 Euro an der Hacheschule und 160000 Euro an der Landwirtschaftsschule in Osterbinde zu schultern.

Bevor der Sanierungsstau weiter abgebaut wird, bat der Ausschuss laut Vorsitzendem Wolfgang Griese, die demografischen Entwicklungen und die Reformen an den BBSen und die Einführung der Oberschulen zu berücksichtigen. Die Verwaltung solle ein entsprechendes Konzept entwickeln. "Aufgrund des demografischen Wandels bekommen wir geringere Schülerzahlen. Das wird zu einer Schwerpunktbildung an den BBS-Standorten Sulingen, Diepholz und Syke führen", nannte Griese ein Beispiel.

Eine unsichere Zukunft erwartet die Nienburger Außenstelle des Studienseminars Hannover II. Laut Verwaltung plant das Niedersächsische Kultusministerium die Schließung des Standorts in Nienburg, von dem die Gymnasien und Kooperativen Gesamtschulen (KGSen) in der Region, aus dem Landkreis Diepholz die Gymnasien in Bruchhausen-Vilsen und Sulingen bislang profitieren. Griese äußerte die Befürchtung, dass so weniger Referendare in der Region eingesetzt werden oder dass sie das Studienseminar in Hannover besuchen müssten - meistens weit entfernt vom Arbeitsplatz. Die betroffenen Schulen aus den Landkreisen Diepholz und Nienburg sowie aus der Region Hannover haben jetzt eine Resolution verfasst, in der sie den Erhalt des Standorts fordern. Der Ausschuss für Bildung und Kultur unterstützt das Vorhaben einstimmig. "Die Resolution soll auch in den Kreistag eingebracht werden", kündigte Griese an und betonte: "Wir brauchen diese Referendare an unseren Schulen." Es bestehe bereits ein

Gefälle zwischen Stadt und Land, sprich: Lehrer zieht es - ähnlich wie Hausärzte - in die Metropolen. Doch gerade angesichts der Mangelfächer wie Naturwissenschaften, aber auch Kunst und Musik sei man auf junge Kräfte angewiesen.

Rund 1,2 Millionen Euro hat der Landkreis an sogenannten Gastschulgeldzahlungen an andere Schulträger außerhalb des Kreises überwiesen. Besucht beispielsweise ein Schüler aus Stuhr die BBS Delmenhorst, muss Diepholz einen gewissen Betrag an den dortigen Schulträger, in diesem Fall die Stadt Delmenhorst, überweisen. Das Gros des Geldes geht allerdings mit rund 720000 Euro an private Einrichtungen. Dabei handelt es sich ausschließlich um Förderschulen, dessen Profile der Landkreis Diepholz nicht abdeckt. Bei den kommunalen Trägern handelt es sich in erster Linie um Berufsbildende Schulen. Der Ausschuss wünscht sich, dass die Kosten wenn möglich reduziert werden. Und zwar sollten an den BBS-Standorten im Kreis solche Angebote geschaffen werden, für die die Schüler sonst die Kreisgrenzen verlassen müssten. Außerdem war den Ausschussmitgliedern laut Griese der angebene Zeitrahmen nicht klar. Da wünsche man sich Nachbesserungen.

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