Fußball Schröders Abschiedstournee beim TSV Okel beginnt

Der Trainer des TSV Okel will sich von seinem Klub mit dem direkten Klassenerhalt in der Bezirksliga verabschieden. Erster Gegner der Restrunde ist der FC Sulingen.
12.03.2020, 14:56
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Von Thorin Mentrup

Lutz Schröder mag ein alter Hase im Trainergeschäft sein, doch seine jetzige Situation lässt ihn auch nicht kalt. In seinen letzten elf Partien an der Seitenlinie des Fußball-Bezirksligisten TSV Okel will er unbedingt den Klassenerhalt schaffen und den Klub als Siebtligist an seinen Nachfolger übergeben. Es ist ein anspruchsvolles Ziel, daran hat sich in der Winterpause nichts geändert, aber es ist auch eines, das nicht unerreichbar ist für seine Elf, die auf dem Relegationsrang in das erste Punktspiel des Jahres gegen den FC Sulingen (Sonntag, 15 Uhr) startet.

Für den TSV ist tatsächlich noch alles drin: Der direkte Klassenerhalt, die Relegation, aber auch der direkte Abstieg ist weiterhin ein Thema. „Wir können noch keinen Konkurrenten abschreiben“, glaubt Schröder, dass der SC Twistringen, die SG Diepholz und auch der TuS Wagenfeld alles dafür tun werden, um noch an sein Team heranzukommen. Dabei hat Okel doch ein dickes Polster von neun Punkten auf dieses Trio. Dennoch ist Schröder der festen Überzeugung, „dass die Tabelle, wie sie jetzt ist, nicht in Stein gemeißelt ist“.

Zum Nachteil muss diese Einschätzung den Okelern freilich nicht gereichen, hält sie doch auch den Weg nach oben offen. Der ist bei nur zwei Zählern Rückstand auf Inter Komata Nienburg und drei auf den TuS Sulingen II sogar deutlich kürzer. Selbst der Tabellenfünfte, der TSV Mühlenfeld, ist nur sechs Punkte vom Aufsteiger entfernt. „Natürlich ist unser Ziel der Anschluss ans Mittelfeld. Ich glaube auch, dass das für uns möglich ist“, erklärt Schröder. Er hofft, dass seine Mannschaft schnell wieder an die Leistungen der letzten Partien der Herbstrunde anknüpfen kann: „Da waren wir voll angekommen in der Liga und hatten den Mut, richtig Fußball zu spielen“, sah er am Ende des Punktspieljahres die wohl stärkste Phase seiner Elf. „Um wieder auf diesem Niveau zu sein, müssen wir aber hart arbeiten“, weiß er, dass seinem TSV nichts geschenkt wird. Den Vorbereitungsplan habe er mit seinem Team gut durchziehen können, allerdings sei auch nicht alles glatt gelaufen. „Wirklich etwas einstudieren konnten wir nicht, weil immer wieder Stammkräfte gefehlt haben.“ Das gehe aber auch vielen anderen Mannschaften so.

Insofern gilt auch vor dem schwierigen Start gegen den Tabellendritten Sulingen das, was auch schon im Vorjahr galt: Der TSV will sich nicht verstecken. Schließlich hat er sein großes Ziel, den Klassenerhalt am besten ohne den Umweg Relegation zu schaffen, klar vor Augen. Besonders Schröder wird auf seiner Abschiedstournee alles dafür tun, dieses Ziel zu erreichen. Er geht davon aus, dass seiner Elf ein Kampf bis zum letzten Spieltag bevorsteht. „Das werden elf nervenaufreibende Spiele werden“, ahnt er. Doch etwas anderes kennt er aus Okel auch nicht.

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