Grundschule Am Lindhof in Syke Lindhof-Mensa erhält Auszeichnung

Seit Jahren richtet die niedersächsische Verbraucherzentrale ein Projekt aus, bei dem es um die Verbesserung der Schulverpflegung geht. Eine Syker Grundschule hat nun teilgenommen und wurde ausgezeichnet.
19.01.2021, 16:32
Lesedauer: 2 Min
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Von Yannik Sammert

Syke. An der Syker Grundschule Am Lindhof ist die Begeisterung groß. Denn die Mensa der Schule ist im Schuljahr 2019/2020 mit dem Sternsiegel „Schule auf EssKurs“ der Verbraucherzentrale Niedersachsen ausgezeichnet worden. Angesichts der Corona-Pandemie fand bis dato allerdings keine Verleihung des Qualitätszeichens statt. Am Mittwoch haben Küchenchef Max Besch, Beikoch Frederik Bogatzki und der Erster Stadtrat Thomas Kuchem deshalb vorweg schon einmal zu einem entsprechenden Pressegespräch eingeladen.

„Die Schule, der Förderverein der Schule und ich hatten die Idee, dass man uns mehr wahrnehmen soll“, erklärt Besch. Nach dieser Überlegung sei der Küchenchef dann auf das Gütesiegel der Verbraucherzentrale Niedersachsen gestoßen. Also entschied er sich für eine Bewerbung bei der Aktion. Bereits seit 2007 lobt die Verbraucherzentrale mit finanzieller Unterstützung des niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz das Projekt aus, bei dem die qualitative Optimierung der Schulverpflegung im Mittelpunkt steht. Um teilnehmen zu können, müssen interessierte Mensen erst angenommen werden. Im Anschluss werden sie auf ihrem Weg der Verbesserung beratend unterstützt. Bei Erfolg gibt es die Auszeichnung – wie nun bei der Grundschule in der Hachestadt.

Zunächst einmal wurde hier der Essensplan umgestellt. Zum Beispiel gibt es wöchentlich nur noch einmal Fisch und einmal Fleisch. Außerdem wird der Speiseplan nun online und vor Ort bebildert. Darüber hinaus hat die Koch-AG im vergangenen Schuljahr ein Lieblingsrezepte-Buch erstellt und die Kantine hat sich nach außen geöffnet. Denn vor Corona wurde eine Familienkochschule ins Leben gerufen. An Abenden kamen jeweils drei Familien in die Großküche und bereiteten zusammen mit Besch Essen zu. Bei einer deutlich beruhigten Corona-Situation soll es damit weitergehen. An der Schule begleitet die Mensa inzwischen derweil Termine wie die Einschulung. „Ich plane mit meinem Mensateam in Zukunft noch weitere Maßnahmen“, betont Besch. Tatsächlich möchte Besch im nächsten Schuljahr auch erneut bei der Aktion mitmachen. Maximum sind drei Teilnahmen und somit drei Sterne.

„Die Auszeichnung fühlt sich gut an“, sagt auch Kuchem, der an die hitzigen Diskussionen vor ein paar Jahren erinnert. Hintergrund: Im Zuge des Baus der Mensa waren Ausschreibungen für ein Catering gescheitert. Also schlug die Stadt vor, die Mensa selbst zu betreiben. 2017 wurde dies dann entschieden (wir berichteten). Inzwischen wird in der Küche in der Regel für gleich sechs städtische Einrichtungen und 500 Personen täglich gekocht. „Die Idee ist, dass künftig alle städtischen Bildungseinrichtungen in Eigenregie beliefert werden. Aber dafür braucht es passende Küchen- und Lagerkapazitäten“, plant der Erste Stadtrat.

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