Rameil und Intemann stellen im Landsitz Wachendorf aus Selbstdarstellungen, geschaffen aus Beton

Syke-Wachendorf. Sein Lieblingsbild hat Christoph Gutsch aus Essen bei der Ausstellung „Kunst-Palaver“ im Landsitz Wachendorf schnell gefunden: „..
02.05.2017, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Dagmar Voss

Syke-Wachendorf. Sein Lieblingsbild hat Christoph Gutsch aus Essen bei der Ausstellung „Kunst-Palaver“ im Landsitz Wachendorf schnell gefunden: „...!mira!, mira! Timanfaya, Fließende Hitze“ lautet der Titel und zeigt loderndes Rot auf Schwarz. „Das ist für mich reine Mythologie“, meint der junge Kunstinteressierte. Allerdings rät ihm der Künstler René Rameil im Gespräch, doch in sein Bild nicht zu viel hinein zu interpretieren. „Schade, denn ich gehe gern im Kopf spazieren und damit ins Gemälde hinein“, so der Betrachter.

Am Wochenende hatte der Landsitz des Ehepaars Rameil und Greulich geöffnet für die Ausstellung zweier bildender Künstler, nämlich des Hausherrn René Rameil und Maik Intemann aus Hoyerhagen (Landkreis Nienburg). Sie hatten sich in einen „Dialog zur Kunst“ begeben wollen mit ihren sehr kontrastreichen Werken. Ob sie sich stören oder ob da eher etwas Neues entstehe, damit wollten sich die beiden Kunstschaffenden auseinandersetzen; oder vielleicht auch der eine oder andere Beobachter.

Auf zwei Etagen konnten die Besucher sicherlich mehr als eine halbe Hundertschaft an Acrylgemälden, Drucken und Plastiken bewundern, die schon an eine eigene Werkschau der beiden gemahnte. Laut Angaben des Veranstalters hängen mehr als 200 Werke aus.

Im „Seminarhaus für Kunst, Kultur und Frieden“ erwarteten die Gäste schon im Garten erste Eindrücke, geschaffen von Maik Intemann. Sie wirkten wie eine Gesprächsrunde zwischen Cäsaren, die in einem Rund platzierten 14 Köpfe. Intemann hatte Selbstdarstellungen aus Beton geschaffen, angemalt in grün-blauer Farbe, sodass es eher wie Bronze aussah. „Dadurch, dass ich verschiedene Schattierungen vorgenommen habe, wirken die eigentlich identischen Köpfe mal eher friedlich oder freundlich, mal ärgerlich oder erbost.“ Im Haus dann noch einige kleinere Intemann-Skulpturen, denen seine Tochter Modell gesessen hatte. Dazu gesellten sich die feurig-flammenden Lanzarote-Impressionen und viele schwarz-weiß Drucke und Grafiken des Neu-Wachendorfers Rameil. Außerdem zeigt er eine Reihe von Aquarellen, die auf seinen Reisen durch Dänemark entstanden sind.

Die Ausstellung ist noch bis zum 11. Juni zu sehen in Syke-Wachendorf, Hermann-Löns-Weg 10. Öffnungszeiten sind sonnabends und sonntags von 12 bis 17 Uhr sowie nach vorheriger Terminvereinbarung.

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