Gospelchor tritt vor 150 Zuhörern in der Leester Marienkirche auf / Weitere Mitglieder gesucht Singen aus Freude über Gott

Weyhe-Leeste. Nach längerer Zeit hat der Gospelchor unter der Leitung von Elisabeth Geppert am Sonnabend wieder in Leeste gesungen. In der beschaulichen Marienkirche präsentierten die 35 Sängerinnen und Sänger ihr Können. Unterstützt wurden sie dabei von Musikern sowie einer Gesangssolistin aus der Region.
14.03.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Enno Eidens

Weyhe-Leeste. Nach längerer Zeit hat der Gospelchor unter der Leitung von Elisabeth Geppert am Sonnabend wieder in Leeste gesungen. In der beschaulichen Marienkirche präsentierten die 35 Sängerinnen und Sänger ihr Können. Unterstützt wurden sie dabei von Musikern sowie einer Gesangssolistin aus der Region.

Gospel ist in Deutschland zwar kein Fremdwort mehr, längst nicht jeder aber hat ihn schon einmal live erlebt. Die Idee des Gospels, beim Gesang auch durch Ausdruck und Rhythmus Freude zu zeigen, stammt schließlich auch von weit her und ist in deutschen Kirchen nicht allzu verbreitet. Die meisten deutschen Kirchenlieder haben ihren Ursprung in der klassischen Musik, wohingegen der Gospel viele Elemente des Blues und Jazz enthält; ein musikalischer und atmosphärischer Unterschied, der auffällt.

So auch in der Leester Marienkirche: Anstatt andächtig und leise in die Kirche einzuziehen, tanzten die Damen und Herren des Gospelchors sich ihren Weg durch die rund 150 Zuschauer. Bereits beim Einmarsch spielten die Musiker einen treibenden Rhythmus, auf den die Choristen sofort einstiegen. Mit "Come let us sing" eröffneten sie den Abend. Anschließend begrüßte Pastor Tietz die Chormitglieder. "Manch einer fährt nach Hamburg zum Musical, aber wir haben hier unseren Weyher Gospelchor, wir brauchen kein Sister Act", so Tietz. Durch den weiteren Verlauf des Abends führte Beate Dahlke. Sie beantwortete auch die Frage nach der Intention des Gospelgesangs. "Wir singen aus Freude über Gott", betonte Dahlke.

Nicht alle lassen sich mitreißen

Musikalische Unterstützung bekam der Chor den Abend über von einer jazzigen Kombination aus Piano, Saxofon, Gitarre und natürlich Schlagzeug. Außerdem verstärkte die Gesangssolistin Vanessa Prehn, die auch einige Lieder ganz alleine präsentierte, den Chor. Alles in allem wusste dieser mit seinem Auftritt zu überzeugen. Die vielen simplen, aber mitreißenden Lieder erzeugten eine schöne Stimmung in der Leester Marienkirche. Auch die größtenteils weiblichen Stimmen des Gospelchors imponierten mit klarem und energischem Klang. Schade nur, dass sich nicht jeder aus dem Publikum zum Mitklatschen bringen lassen wollte. Lieder wie "Sing, sing a new song" boten sich hier besonders an, wurden aber nicht von jedem so angenommen. Auch die Akustik des Abends war nicht zu jedem Zeitpunkt herausragend. Bernhard Pünter etwa fiel auf, dass die elektronische Verstärkung der Solistin Prehn nicht immer optimal abgemischt war.

Nichtsdestotrotz verließ der Großteil der Gäste und Sänger die Kirche mit einem guten Gefühl. Nachdem mit einer letzten Wiederholung von "Come let us sing" noch einmal jeder zum Mitsingen und -klatschen aufgerufen wurde, beendet der Gospelchor den musikalischen Teil des Abends. Mit lautem Applaus und ein wenig Getrampel bedankte sich das Publikum für den gelungenen Abend. Anschließend traf man sich noch im benachbarten Jugendhaus und ließ den Abend bei Wein und Snacks ausklingen.

Zufrieden ist auch Irene Brecklinghaus, Sängerin des Gospelchors. Sie ist fast seit Gründung Mitglied des Chors und begeistert sich noch immer für Gospelmusik. Vor allem die interessanten und "anderen" Rhythmen haben es ihr angetan. Die Kirchweyherin freut sich jedes Mal über die viele positive Resonanz, die sie nach einem Auftritt bekommt. Genauso auch Chorleiterin und Gemeindekantorin Elisabeth Geppert, die seit nunmehr 17 Jahren hauptberuflich Kirchenmusik in Weyhe organisiert. Der Rhythmus des Gospels habe sie damals gepackt, sodass sie 1997 den Gospelchor Weyhe gründete.

Obwohl sie schon immer viele Mitglieder für ihren Chor gewinnen konnte, freue sie sich noch über jeden Neuzugang. Wer Interesse hat, könne zu den Proben kommen und sogar ein wenig mitsingen, so Geppert.

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