Geschäftsstellenbezirk Syke

Sinkende Arbeitslosenquote trotz getrübter Konjunktur

Die Agentur für Arbeit Verden-Nienburg und die Jobcenter im Landkreis Diepholz haben die Arbeitslosenzahlen für September veröffentlicht. Insgesamt ist eine Rückgang der Erwerbslosen zu verzeichnen.
01.10.2019, 10:30
Lesedauer: 2 Min
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Von Ivonne Wolfgramm

Landkreis Diepholz. Die derzeit schwächelnde Konjunktur hat bisher noch keinen sichtbaren Einfluss auf den Arbeitsmarkt. So lautet das Fazit von Christoph Tietje, Vorsitzender Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Nienburg-Verden, über die Zahlen des vergangenen Monats.

Die zweite erfreuliche Nachricht: Der leichte Rückgang der Arbeitslosenzahlen, der im August vermeldet wurde, ist zum Ende des dritten Quartals noch etwas deutlicher ausgefallen. „Der Rückgang der Arbeitslosenzahlen zu diesem Zeitpunkt ist üblich und bestätigt die stabile Situation in den Landkreisen“, sagt Tietje. Grund für diese positive Entwicklung liege vor allem daran, dass in den Monaten August und September viele junge Menschen eine Ausbildung beginnen und somit aus der Arbeitslosenstatistik herausfallen.

Für den Landkreis Diepholz bedeutet das konkret, dass im September 4639 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet waren. Hiervon haben sich 1914 Menschen im vergangenen Monat neu arbeitssuchend gemeldet, 1377 Menschen sind in die Erwerbstätigkeit zurückgekehrt. Damit liegt die Arbeitslosenquote mit 3,8 Prozent um 0,2 Prozentpunkte unter dem Vormonatsniveau. „Im Geschäftsstellenbezirk Syke hatten wir im September insgesamt 2279 Arbeitslose“, erläutert Tietje die Statistik, die die Erwerbslosigkeit nicht nur in der Hachestadt, sondern auch Stuhr, Weyhe, Bassum und Twistringen berücksichtigt. Damit ist die Zahl im Vergleich zum Vormonat gesunken. Im August waren insgesamt 2347 Männer und Frauen arbeitslos.

Einen ähnlichen Trend kann auch Harald Glüsing, Geschäftsführer der Jobcenter im Landkreis Diepholz, bestätigen. „Die Daten werden erst nach drei Monaten validiert. Daher sprechen wir über die Zahlen im Juni“, sagt Glüsing. Insgesamt seien weniger als die Hälfte der Leistungsempfänger statistisch gesehen arbeitslos. „Derzeit befinden wir uns auf dem niedrigsten Stand, den es bisher gegeben hat“, führt er weiter aus. Im Juni 2019 erhielten 5570 Bedarfsgemeinschaften beziehungsweise Haushalte Leistungen des Jobcenters. Ein Minus von 6,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Bei rund 49 Prozent dieser Bedarfsgemeinschaften handelt es sich um Ein-Personen-Haushalte. Die restlichen 51 Prozent verteilen sich auf Haushalte von zwei bis fünf und mehr Personen. Insgesamt wurden für Juni dieses Jahres 12 320 Menschen gezählt, die in solch einer Bedarfsgemeinschaft leben. „Das liegt unter anderem daran, dass viele Großfamilien in solchen Gemeinschaften leben“, begründet Harald Glüsing.

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