Freie Wählergemeinschaft in Syke SPD-Aussteiger treten bei Kommunalwahl an

Die Abspaltung der Bürgerfreundlichen Sozialen Fraktion (BSF) von der Syker SPD im vergangenen Jahr war ein Paukenschlag. Jetzt haben sich die Parteiaussteiger als Freie Wählergemeinschaft neu formiert.
29.09.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Dominik Albrecht

Die Abspaltung der Bürgerfreundlichen Sozialen Fraktion (BSF) von der Syker SPD im vergangenen Jahr war ein Paukenschlag. Jetzt haben sich die Parteiaussteiger neu formiert. Günter Brockhoff und Andreas Schmidt gaben nun stellvertretend einen Einblick in den Neuanfang als Freie Wählergemeinschaft Syke (FWG).

Das Thema SPD sei Geschichte. „Ich habe da viel Leidenschaft reingesteckt, aber das ist abgeschlossene Vergangenheit“, blickte Günter Brockhoff, erster Vorsitzender der FWG, nach vorne. Und auch für Andreas Schmidt sei klar, wohin es mit der neu gegründeten FWG gehen soll. Es werde Zeit, mit den Streitereien aufzuhören und für Syke „vernünftige Sachpolitik“ zu machen. „Und ich denke, der Wähler wird das hoffentlich honorieren“, so der zweite Vorsitzende.

Man habe bestimmte Regeln und diese auch den Interessenten der Fraktion vermittelt. „Für mehr Transparenz und Wertschätzung sind alle, aber das muss auch gelebt werden“, stand für Günter Brockhoff fest. Wie das realisiert werden soll, zeige die nächste Zeit. Man werde für die Kommunalwahl 2016 eine Vorschlagsliste für den Stadtrat und die Ortsräte sowie für den Kreisrat einreichen.

"Interessante Kandidaten"

Von voreiligen Versprechen hinsichtlich des Programms, welches jetzt erstellt werde, wolle man sich derweil distanzieren. „Unser Prinzip ist es, von dem was wir sagen, nichts zurückzunehmen“, formulierte Günter Brockhoff den Grundgedanken der Wählergemeinschaft. An den bisher existierenden freien Wählergemeinschaften in Wachendorf, Henstedt und Steimke möchte man nicht rütteln. Dennoch versuche man, in den anderen Ortschaften in und um Syke präsent zu sein. „Im Grunde ist das Ziel, dass wir alle übrigen sieben Ortschaften abdecken“, brachte es Günter Brockhoff auf den Punkt.

Auch bei den Kandidaten wollten sich die beiden noch nicht in die Karten blicken lassen. Momentan habe man 20 Bewerber für den Stadtrat und 25 für die Ortsräte. „Es sind sehr interessante Kandidaten dabei“, zeigte sich Andreas Schmidt von den Namen überzeugt. Die Zusammensetzung der Partei gebe ebenso Grund zur Freude. Man könne mit einem „attraktiven Bewerberfeld und einer sehr guten Mischung“ aufwarten. „Die soziale Schichtung liefert einen Querschnitt durch die Bevölkerung. So sollen Selbstständige, Arbeitnehmer und Rentner für den nötigen Weitblick sorgen“, so Andreas Schmidt. Für ihn ist es wichtig, darauf hinzuweisen, dass die FWG nicht nur aus ehemaligen oder aktuellen SPD-Mitgliedern bestehe. „Die Farbenlehre stimmt bei uns“, hob der Gödestorfer Ortsbürgermeister hervor. Farblos sollten währenddessen alle sein, für die ein Beitritt der FWG im Raume steht. „Unsere einzige Bedingung für das Mitmachen ist die Parteilosigkeit“, so Brockhoff.

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