Das Organisationsteam der Namenlosen Tage ruft fortan regelmäßig zum zwölfstündigen Wochenend-Event Spielspaß mit Freunden

Syke. Matthias Müller und Laura Wohlfromm und ihre Mitstreiter organisieren die Syker Namenlosen Tage, ein Wochenende-Event für Rollenspiele, schon seit zehn Jahren - mit großem Erfolg. Spielen liegt ihnen im Blut und deshalb veranstalten sie ab jetzt einmal im Monat einen offenen Spielenachmittag im Syker Jugendhaus.
16.01.2017, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Karsten Bödeker

Syke. Matthias Müller und Laura Wohlfromm und ihre Mitstreiter organisieren die Syker Namenlosen Tage, ein Wochenende-Event für Rollenspiele, schon seit zehn Jahren - mit großem Erfolg. Spielen liegt ihnen im Blut und deshalb veranstalten sie ab jetzt einmal im Monat einen offenen Spielenachmittag im Syker Jugendhaus.

„Es soll ausdrücklich nicht nur um Rollenspiele gehen. Wir wollen alle Interessierten ansprechen“, erklärten die beiden in einer Pause beim Kaffee in der Küche. Außerdem, so Müller schmunzelnd, sei die Idee auch ein bisschen eigennützig. Bei den Namenlosen Tagen sei er als Organisator rund um die Uhr im Einsatz und komme selbst gar nicht zum Spielen. Auch diesmal hatte er zunächst einiges zu klären und zu organisieren. Am späten Nachmittag wurde in der Küche dann „Zug um Zug“ aufgebaut, ein typisches Brettspiel für die Familie, endlich durfte Müller auch mal spielen. Laura Wohlfromm hatte eine große Sporttasche voll solcher typischer Brett- und Familienspiele dabei. „Jeder kann seine Spiele mitbringen, es findet sich bestimmt jemand, der mitmacht“, so Wohlfromm. Schließlich sei der regelmäßige Spieler an sich ein neugieriger und kreativer Mensch.

Die Idee für einen solchen Nachmittag war Müller gekommen, weil es ohne festen Termin selbst für ihn als Spielebegeisterten schwierig sei, Mitspieler zu finden. „Irgendjemand hat immer irgendetwas.“ Neulich habe er selbst diese Erfahrung gemacht und musste einen lange organsierten vielversprechenden Spieleabend absagen. Nun gibt es einmal pro Monat von zwölf Uhr mittags bis Mitternacht freie Spielzeit im Jugendhaus, Getränke und Chilli inklusive.

„Selbst wer nachmittags noch Fußball gucken will, kann abends noch kommen und hat dann mehr Zeit als sonst“, so Müller. Ein Wochentag wurde bewusst nicht gewählt: „Wenn man nur zwei Stunden Zeit hat, reicht das kaum, um ein neues Spiel zu lernen.“ Zur ersten Auflage kamen vorgestern mehr als zwei Dutzend Menschen. Chris und Marc beschäftigten sich mit Gates of Gehenna, einem Spiel, das Alexander Lenz entwickelt hatte, der mit am Tisch saß und die Regeln erklärte. „Wir sind Testpersonen,“ lachten die beiden. Lenz gehört auch zum Orga-Team und entwickelt als Hobby neue Spiele.

Auf der Empore saßen Volkert und Till Feierabend, Christian Drapiaty und Valentin Woyth. Letzterer war extra aus Stade angereist - nicht zum ersten Mal. Das Quartett spielte Das Schwarze Auge, Würfel, Stifte und Papier sowie Kaffeetassen und eine große Packung Gummibären standen daneben. „Ich hoffe, hier andere Leute und auch andere Spiele kennenzulernen. Es wäre toll, wenn hier so eine Art Stammtisch entstehen würde“, meinte Drapiaty. Es müssten nicht nur Rollenspiele sein, fügte er unter Zustimmung der anderen hinzu. Selbst Mensch-ärgere-dich-nicht könne durch Abwandlung der Regeln spannend und immer wieder neu werden, meinte Lüder Struckhoff. „Das ist alles eine Frage der Regeln, natürlich muss man sie einstimmig festlegen und ergänzen.“ Der nächste Spielenachmittag ist für den 11. Februar geplant.

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