Ordnungsgemäße Entsorgung

Illegale Müllbeseitigung muss nicht sein

Die Stadt Syke und Abfallwirtschaftsgesellschaft (AWG) Bassum weisen aus auf ordnungsgemäße Entsorgungsmöglichkeiten hin. Grund war dafür, dass an der L333 zwischen Syke und Okel Abfall abgeladen wurde.
13.10.2020, 12:26
Lesedauer: 2 Min
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Von Sarah Essing
Illegale Müllbeseitigung muss nicht sein

Statt seinen Abfall einfach in den Wald zu bringen, kann der Sperrmüll auch zweimal im Jahr kostenlos abgeholt werden.

Julian Stratenschulte/dpa

Syke. An der Landesstraße 333 von Syke nach Okel wurde illegal abgeladener Müll gefunden. „Mal wieder“, wie Erster Stadtrat Thomas Kuchem sagt, mit ein wenig Resignation in der Stimme. Denn dieses Thema beschäftigt nicht nur die Stadt Syke immer wieder. Mitarbeiter der Stadt oder auch Bürger finden häufiger Abfallhaufen, Sperrmüll oder auch Geräte wie Kühlschränke, die einfach in der freien Natur abgeladen wurden.

Dabei sei das so unnötig, unterstreicht der Erste Stadtrat. „Wir wollen an dieser Stelle noch einmal deutlich sagen: Das gehört da nicht hin.“ Zur Unterstützung hat er Matthias Kühnling und Dominik Albrecht von der Abfallwirtschaftsgesellschaft (AWG) in Bassum hinzugerufen.

„Was soll das?“ schließt sich Matthias Kühnling dem Unverständnis, das ein derartiges Verhalten bei den städtischen Mitarbeitern hervorruft, an. „Wir kommen sogar vorbei und holen es ab!“ betont der Pressesprecher der AWG. Gegenstände wie die, die im Friedeholz einfach an den Wegesrand gekippt wurden – alte Gartenmöbel, Gitter mit Holzrahmen, Planen und ein Fallrohr – seien Sperrmüll. Dieser könnte ganz einfach per Telefon oder E-Mail bei der AWG zur Abholung angemeldet werden. Zweimal im Jahr geschehe dies sogar kostenlos, wie die Entsorgung von haushaltsüblichen Mengen größtenteils sowieso.

„Um eine Entsorgung in der freien Natur zu unterbinden, wurde die sogenannte Kleinstmengenregelung für Bürger extra eingeführt“, erläutert Kühnling. Diese sieht vor, dass Bürger Restabfälle bei der AWG für lediglich zwölf Euro pro Kubikmeter entsorgen können. Das entspricht etwa einer Kofferraumfüllung. Geräte wie Kühlschränke oder Gefriertruhen und Gegenstände, die Gefahrenstoffe enthalten wie Batterien oder Leuchtstoffröhren ebenso wie Lacke und Farben, können in Bassum oder beim Wertstoffhof in Melchiorshausen auch kostenlos abgegeben werden. Dasselbe gilt für Holzreste, lackiert und unlackiert, Metall- und Plastikteile sowie Wertstoffe wie Papier und Glas oder alles andere, was nicht mehr benötigt wird.

„Bevor man in den Wald fährt, um etwas zu entsorgen, kann man auch dahin fahren“, unterstreicht Kuchem. Denn selbst bei größeren Mengen sei die ordnungsgemäße Entsorgung bei der AWG immer noch günstiger als ein fälliges Bußgeld für die als Ordnungswidrigkeit zählende Umweltverschmutzung. „Gerichte ahnden dies sehr hart“, sagt Kuchem. Und das sei auch richtig so. Das geringste Bußgeld liegt bei 50 Euro, bei größeren Vergehen können mehrere tausend Euro fällig werden.

Den Müll an der L 333 hat der Bauhof jetzt entsorgt, auch damit Nachahmer den Haufen nicht vergrößern. Doch anscheinend zu spät. Wie die Polizei mitteilt, hat sie am Dienstagabend einen weiteren illegal entsorgten Müllhaufen in einem Waldstück an der Steimker Straße entdeckt. Unbekannte haben dort acht Autoreifen sowie ein Reisebett inklusive Matratze entsorgt. Hinweise dazu nimmt die Polizei Syke unter 0 42 42 / 96 90 entgegen.


Weitere Infos zur Abfallbeseitigung gibt es auf der Homepage der AWG unter www.awg-bassum.de. Fragen werden zudem unter Telefon 0 42 41 / 80 10 beantwortet.

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