Syker Stadtrat Grünes Licht für Feuerwehrbedarfsplan

Der Rat der Stadt Syke tagte am Donnerstagabend im Dorfgemeinschaftshaus Heiligenfelde. Einstimmig brachte er einen Feuerwehrbedarfsplan auf den Weg. Zudem wurde der Verkauf zweier Grundstücke beschlossen.
04.06.2021, 18:03
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Grünes Licht für Feuerwehrbedarfsplan
Von Sarah Essing

Syke. "Wenn ein Beamter befördert wird, wird er normalerweise vorher nicht erst entlassen. Bei Ehrenbeamten scheint das anderes zu sein." Manchmal lernen eben selbst erfahrene Beamte noch etwas dazu, räumte Karsten Bödeker mit einem "Schmunzeln", wie er selbst sagte, am Donnerstagabend ein und gratulierte Rainer Brandt zu seinem neuen Posten als Syker Ortsbrandmeister. Aus seinem bisherigen Amt als stellvertretender Ortsbrandmeister war er zuvor – wie es erforderlich ist – entlassen worden. Als seine neuen Stellvertreter wurden Matthias Horstmann und Andreas Grahn berufen. Sie waren allerdings beruflich verhindert und konnten so ihre Urkunden nicht persönlich entgegennehmen.

Auch sonst stand die Feuerwehr thematisch im Mittelpunkt der Syker Ratssitzung. Einstimmig beschloss das Gremium einen externen Dienstleister mit der Erstellung eines Feuerwehrbedarfsplans. Die erforderlichen Mittel werden dafür im Haushalt bereitgestellt.

Wie viele Nachbargemeinden auch, beschäftigt dieses Thema die Stadt Syke seit einiger Zeit, führte Bürgermeisterin Suse Laue aus. Im Zentrum stehe dabei die Frage, ob die die Einsatzbereitschaft der Feuerwehren in der Stadt ordnungsgemäß gegeben ist, so wie es das Brandschutzgesetz erfordert. Nach langer Zeit sei es wichtig und erforderlich eine "kritische Durchsicht" durchzuführen. Das Stadtkommando habe bisher immer "sehr, sehr gewissenhaft" daran gearbeitet, hob die Bürgermeisterin hervor. So wisse man, dass in einigen Bereichen etwas getan werden muss, ebenso wie in einzelnen Feuerwehrgerätehäusern. Dennoch sei ein "kritischer Blick" von außen hilfreich.

Das Gutachten, das nun in Auftrag gegeben wird, sei eine Handlungsreichung für die Stadt, eine verbindliche Planungsgrundlage, die eine rechts- und zukunftssichere Ausrichtung biete. Die Erstellung soll durch ein Dienstleistungsbüro erfolgen.

Des Weiteren verkauft die Stadt Syke zwei Baugrundstücke in einer Gesamtgröße von circa 1580 Quadratmetern im Baugebiet "Nördlich der Moorheide" in Barrien. Sie befinden sich auf einem Flurstück, von dem nur circa 200 Quadratmeter als öffentliche Grünfläche ausgewiesen sind. Die übrige Fläche wird seitens der Stadt nicht mehr benötigt. Daher hatte die Verwaltung vorgeschlagen, das Areal zu verkaufen. Dort wäre nach Bebauungsplan Platz für insgesamt drei Wohneinheiten. "Wir wollen es damit Familien aus Syke ermöglichen, hier bauen zu können und sich ihren Wunsch vom Eigenheim zu erfüllen", sagte Bürgermeisterin Suse Laue zu diesem Vorschlag.

Diese Familien sollen sich für den Kauf eines der beiden Baugrundstücke bei der Stadt bewerben können, heißt es im Vorschlag der Verwaltung weiter. Ausschlaggebend dafür sind soziale Vergabekriterien und bei Punktgleichheit das Los. Die Frist für die Abgabe eines Angebots soll einen Monat betragen, sodass die Bieter auch die Möglichkeit haben, sich die frei zugänglichen Grundstücke vor Ort anzusehen. Der Rat stimmte diesem Vorschlag mehrheitlich zu. Vier Gegenstimmen gab es vom Bündnis 90/Die Grünen. Die sehen darin eine "vertane Chance" in Sachen sozialer Wohnungsbau etwas zu tun, wie Gerd Thiel sagte.

Einstimmigkeit herrschte hingegen wieder beim Thema Fahrradabstellplätze am Syker Bahnhof. Wie im Bauausschuss zu hören war (wir berichteten), plant die Stadt die Anzahl der Fahrradstellplätze am Bahnhof zu erhöhen und die Abstellanlagen zu einer umzäunten Sammelschließanlage umzubauen. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 185.000 Euro. Das Vorhaben ist förderfähig – mit bis zu 70 Prozent. Dennoch muss die Stadt Syke außerplanmäßig 70.000 Euro bereitstellen, um anfangen zu können. Dem stimmte der Rat einstimmig zu.

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