Ziel: Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen im ländlichen Raum Startschuss für Flurbereinigung ist gefallen

Asendorf. Rund 50 interessierte Bürger waren am Donnerstagabend ins Gasthaus Uhlhorn nach Asendorf gekommen. Christian Schönfelder vom Amt für regionale Landentwicklung Leine-Weser und Bürgermeister Heinfried Kabbert hatten zusammen eingeladen.
12.09.2015, 00:00
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Von Karin Neukirchen-Stratmann

Rund 50 interessierte Bürger waren am Donnerstagabend ins Gasthaus Uhlhorn nach Asendorf gekommen. Christian Schönfelder vom Amt für regionale Landentwicklung Leine-Weser und Bürgermeister Heinfried Kabbert hatten zusammen eingeladen. Es ging um den Start der Flurbereinigung Asendorf, die bereits seit zwei Jahren vorbereitet wird.

Schönfelder formulierte noch einmal die Zielsetzung einer Flurbereinigung. Es gehe unter anderem um die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen im ländlichen Raum, die Verbesserung der Produktions- und Arbeitsbedingungen der Landwirtschaft, um gemeindliche Planungen, Naherholung und Tourismus, Wasserwirtschaft und Naturschutz. „Oberstes Ziel ist die Herstellung eines ökologischen Mehrwertes.“ Schönfelder betonte auch, dass der ökologische Mehrwert nicht durch die Grundstückseigentümer finanziert werde. „Dafür suchen wir dann die Beteiligung Dritter“, erklärte der Dezernent für Flurbereinigungen.

Das Gebiet der Flurbereinigung Asendorf umfasse die Ortsteile Uepsen, Hohenmoor, Kuhlenkamp, Kampsheide und Arbste. „Die Grenze ist die Bundesstraße 6 und der Dienstborsteler Weg, aber es ist jederzeit möglich, das Gebiet um Bereiche in Graue und Brebber zu erweitern, wenn Projekte das hergeben“, so Schönfelder. Die letztendlichen Verfahrensgrenzen legt der Arbeitskreis fest.

Das Verfahren Asendorf ist vom zuständigen Landesminister Christian Meyer als Projektempfehlung schon bestätigt worden. Laut Schönfelders Zeitplan könne mit Hohenmoor „2017 angefangen werden“. Dann würde Kampsheide/Kuhlenkamp 2018 folgen. Als ersten Schritt stand die Bildung einer Arbeitsgruppe auf der Tagesordnung, dazu erklärte der Bürgermeister von Asendorf, Heinfried Kabbert: „Wir waren nicht untätig und haben im Vorfeld mit vielen Menschen gesprochen.“

Er schlug für den Arbeitskreis Christa Gluschak von der Verwaltung vor sowie einen Vertreter des Amtes in Sulingen. Des Weiteren einen Vertreter des Heimatvereins Asendorf, Heinrich Ahrens, sowie des örtlichen Naturschutzbundes, Hartmut Zacharias. „Als Ortsvertrauensleute schlage ich Reiner Döhrmann, Heinz Hartmann und Ernst Wohlers, als Vertreter der Jagdgenossen Heinfried Marks, Frederic Gissel, Heinrich Burdorf, als Landwirte Achim Niebuhr, Michael Eckebrecht, Uwe Dreyer, Volker Hacke, Heiner Menke, Heinrich Föge, Bernd Becker und Steffen Bredenkamp vor.“ Eine kleine Ergänzung ergab sich, nachdem sich einige Landwirte beschwerten, dass ihnen ein Vertreter aus dem Bereich Graue/Brebber/Staffhorst fehle, und so wurde die Gruppe um Detlef Meyer aus Staffhorst ergänzt. Es gab es keine Gegenstimmen.

Christian Schönfelder erläuterte zudem die Verfahrensschritte und die möglichen Kostenaufteilungen. Der Arbeitsgruppe gab er mit auf den Weg, dass „sie bei der Erstellung des Maßnahmenkonzeptes im gemeinschaftlichen Interesse handeln“ solle. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppensitzungen werden protokolliert und sollen, wie in der Samtgemeinde üblich, auf der Internetseite www.bruchhausen-vilsen.de veröffentlicht werden. Auf Nachfrage aus dem Publikum, ob die Gemeinde sich finanziell an der Flurbereinigung beteilige, erklärte der Bürgermeister: „Es gibt einen einstimmigen Grundsatzbeschluss des Rates, dass wir dem Verfahren einer Flurbereinigung positiv gegenüberstehen. Wie und ob sich das in Heller und Pfennig ausdrückt, können wir erst sagen, wenn es konkrete Projekte gibt.“

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