„Musik im Park“ Startschuss mit Raoky

In Bruchhausen-Vilsen beginnt bald wieder die Reihe „Musik im Park“. Das erste Konzert bestreitet am 17. Mai die madagassische Band Raoky. Auch Lenna aus Stuhr ist mit dabei.
10.05.2017, 17:48
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Startschuss mit Raoky
Von Micha Bustian

Bruchhausen-Vilsen. Das Blattgrün ist fast komplett und noch herrlich frisch. Und obwohl die Temperaturen noch zu wünschen übrig lassen, wird klar: Es ist Frühling. Und damit die Zeit, seine Freizeit-Aktivitäten nach draußen zu verlegen. So ziehen vermehrt Radler-Gruppen durch das Bremer Umland, und die Luft ist wochenends geschwängert von Petroleum-Duft für den Grill. Genau in diesem Zeitraum startet die Reihe „Musik im Park“ in Bruchhausen-Vilsen. Vier Konzerte bietet der Tourismus-Service an. Es beginnt am Mittwoch, 17. Mai, mit der Band Raoky.

Ab 19.30 Uhr trifft im Kurpark europäisches Songwriting auf madagassische Rhythmen und Gesang. Diese außergewöhnliche Mixtur ist dem Bremer Sänger und Gitarristen Marvin Warnke zu verdanken. Er lernte 2011 auf Madagaskar den Musiker Dada Bessa kennen, eine gerissene Saite führte die beiden zusammen. Beeindruckt schlossen sie eine außergewöhnliche, musikalische Kooperation, nutzten die kulturellen Unterschiede als Inspiration für ein ausgefallenes Repertoire. Gemeinsam mit dem Bassisten Arthur und dem Schlagzeuger Brunell gründeten sie Raoky, was übersetzt in etwa „brüderlicher Freund“ heißt.

Wie Patrick Gehrke vom Tourismus-Service Bruchhausen-Vilsen mitteilt, ist das Quartett mit Hingabe und Emotionen unterwegs und schaffen dadurch „eine fesselnde Atmosphäre, die man einmal live erlebt haben sollte“. Präsentiert wird ein eigener musikalischer Stil, der sich über die Grenzen vieler verschiedener Genres hinaus entwickelt hat: eine Kombination aus westlicher Popmusik und traditionellen madagassischen Rhythmen, „die es in sich hat“, wie Gehrke meint.

In der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen sind Raoky keine Unbekannten. Die Band trat bereits vor fast genau einem Jahr bei einem Scheunenkonzert in Süstedt auf. Dort wurden bereits Songs vom ersten Album „Welcome to Raoky“ (2012) gespielt. Seitdem pendeln die vier Männer mehrmals jährlich zwischen Deutschland und Madagaskar, geben Konzerte, treten in madagassischen Fernseh-Shows auf oder arbeiten an neuen Songs.

Auch die weiteren Termine sind bereits gesetzt. Am Sommeranfang versprechen Chekin‘ Up laut Ankündigung magischen Blues für echte Enthusiasten. Hier ist die Anreise deutlich komplikationsloser, denn das Quartett kommt am Mittwoch, 21. Juni, aus Bremen in den Kurpark des Luftkurortes. Band-Leader Michael Gienapp kündigt ehrlichen Blues mit starkem, forderndem Rhythmus an. Ohne Schnörkel. Klassische Rhythm-and-Blues-Nummern gehören modern gespielt ebenso zum Repertoire wie jazz- und soulorientierte Spielarten aktueller Songs. Coverversionen wechseln sich mit Eigenkompositionen ab. Gienapp (Gitarre und Gesang) und seine Mitstreiter Klaus Möckelmann (Keyboard), Michael Rest (Bass) und Maxi Suhr (Schlagzeug) können auf eine mehr als 30-jährige Bandgeschichte zurückblicken.

Bei der Gründung von Chekin‘ Up waren die Bandmitglieder von Lenna noch nicht geboren. Trotzdem hat diese Band im Landkreis Diepholz inzwischen einen Ruf wie Donnerhall. Früher, als Schulband, nannten sich Tammo Reckeweg (Gesang Gitarre), Alenna Rose (Gesang), Juri Reckeweg (Schlagzeug), Fynn Lammers (Gitarre) und Florian Milz (Bass, Backgroundgesang) noch Studio 21.

Nach der Umbenennung zu Lenna begann es zu laufen. Sieger beim Bandcontest Live And Loud und auf Landesebene bei den Local Heroes 2014, Bremer Schulrock-Festival und Preisträger bei den Berliner Festspielen für junge Musiker 2015, Bandwettbewerb Live in Bremen Meisterkurs Pop Camp des Deutschen Musikrates 2016. Dazu Auftritte im Stuhrer Rathaus beim Tarmstedter Lukas-Festival, Festival Schwanewede, Rock im Bauernhof Dörverden, Ziegelei-Open-Air Twistringen, Musik im Park Bruchhausen-Vilsen, Breminale, Festival Rampensau in Bremen, Jump-Festival Verden, Bürgerhaus Weserterrassen und bei Sieben Tage, sieben Bands beim Ottersberger Toningenieur Christian Mayntz. Am 20. Mai unterstützen Lenna das Gymnasium Bruchhausen-Vilsen beim Festival Turn Up For Tolerance. 2015 erschien ihre erste CD.

Die Vierten im Bunde sind Benny And The Stuntmen. Sie haben sich auf Songs aus den 1960er- und 70er-Jahren konzentriert, covern gerne von den Rolling Stones, Credence Clearwater Revival, Kinks, Beatles und Manfred Mann. Wer aus der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen kommt und dieses Konzert am 16. August besucht, wird einen guten alten Bekannten wieder treffen: Horst Wiesch. Der ehemalige Samtgemeindebürgermeister gibt als Schlagzeuger den Takt an. Um ihn herum gesellen sich mit Günther Janssen (Gitarre), Nils Wiesch (Gitarre), Gerd Becker (Bass) und Manfred Thelen (Gesang) laut Ankündigung fünf Vollblutmusiker. Die Gruppe besteht seit den 1970er-Jahren, ist aus einer Sulinger Schülerband erwachsen. Lediglich Nils Wiesch stieß später dazu, im Jahre 2000.

Los geht es immer um 19.30 Uhr im Kurpark Bruchhausen-Vilsen. Der Eintritt zu allen Konzerten ist frei. Weitere Fragen beantwortet der Tourismus-Service Bruchhausen-Vilsen unter Telefon 0 42 52 / 93 00 50 oder nach einer E-Mail an tourismus@bruchhausen-vilsen.de.

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