Syker Gabenzaun

Syker helfen Sykern

Die Stadt Syke und die freie evangelische Gemeinde wiederholen ihre Gabenzaun-Aktion. Für Menschen mit Bedarf gibt es im Januar wieder eine Lebensmittelspende.
05.01.2021, 17:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Sarah Essing

Syke. Der Syker Gabenzaun wird wiederholt. Wie im vergangenen Jahr zu Ostern (wir berichteten) rufen Sykes Bürgermeisterin Suse Laue, ihre Stellvertreterin Gabriele Beständig, Ratsvorsitzender Karsten Bödeker und die freie evangelische Gemeinde Syke (FEG) zum Helfen auf.

„Die Situation hat sich nicht geändert“, sagt Suse Laue mit Blick auf die Corona-Pandemie und die daraus resultierenden Folgen für Menschen, denen es nicht so gut geht. „Und es geht nicht allen Menschen gut“, macht sie deutlich, denn inzwischen trifft die Corona-Pandemie viele Menschen auch wirtschaftlich. Darum wird es am Sonnabend, 9. Januar, abermals eine Lebensmittelspendenaktion im Haus der FEG in der Schloßweide 39 geben, kündigen die Organisatoren an. Sie hoffen wie im vergangenen Jahr auf die große Unterstützung der Syker. Da habe das „fantastisch geklappt“, erinnert Suse Laue sich gern an die große Hilfsbereitschaft.

Um diejenigen, die es in dieser Zeit schwer haben, zu unterstützen, kann jeder Syker eine Tüte mit Lebensmitteln spenden. Nicht nur, um tatsächlich dort zu helfen, wo es zurzeit eng wird, wie die Organisatoren sagen. „Es geht auch um Solidarität“, unterstreicht Karsten Bödeker. „Wir wollen möglich machen, was Menschen gerne tun wollen: nämlich helfen“, ergänzt Pastor Michael Martens. Dabei sollte der Inhalt der Tüte den Preis von zehn Euro nicht übersteigen und folgendes enthalten: Mehl (auch Reis- oder Maismehl); Reis, Nudeln oder Kartoffeln; lang haltbares Gemüse wie Möhren, Gurken, Paprika oder Kohlrabi; lang haltbares Obst wie Äpfel oder Orangen; Konserven mit Würstchen, geschälten Tomaten, Mais oder Erbsen; Wurst oder Käse, die nicht gekühlt gelagert werden müssen, wie zum Beispiel Salami oder Schmelzkäse; H-Milch. Auch Spenden-Tüten mit vegetarischem Inhalt sind willkommen, sie sollten allerdings entsprechend gekennzeichnet werden.

Abgegeben werden können die Tüten am Sonnabend, 9. Januar, in der Zeit von 11 bis 13 Uhr im Gemeindehaus der FEG, Schloßweide 39. Kontaktlos wie die Organisatoren unterstreichen. Sie weisen darauf hin, dass dabei wie üblich ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen ist. „Corona fordert von uns mehr an andere zu denken“, sagt Suse Laue. „Und nach den bisherigen Erfahrungen geschieht das auch“, hofft sie auf ebenso große Unterstützung wie im vergangenen Jahr.

Sich eine Tüte abholen, kann jeder, der Bedarf hat, betonen die Organisatoren. Also auch Rentner, Menschen in Kurzarbeit und freischaffende Künstler oder andere Selbstständige, bei denen es angesichts fehlender Aufträge oder Auftritte zurzeit „eng“ wird. Ebenso willkommen sind Menschen, die sonst die Tafel nutzen, da diese noch bis Ende Januar geschlossen ist. Man wolle da keinen Unterschied machen, sagen die Organisatoren. Auch vor dem Hintergrund, dass im Januar viele Steuern und Versicherungen fällig sind, sodass es gerade im ersten Monat des Jahres zu Engpässen kommen kann – für viele Menschen angesichts der derzeitigen Voraussetzungen.

Abgeholt werden können die Tüten am Sonnabend, 9. Januar, in der Zeit von 14.30 bis 16 Uhr ebenfalls im Gemeindehaus der FEG, Schloßweide 39 – auf Abstand und im Einbahnstraßensystem mit Mund-Nasen-Schutz. Ausgegeben werden die Tüten solange, wie der Vorrat reicht. Wer eine große Familie hat und mehr als eine Tüte benötigt, sollte eine Bescheinigung mitbringen, aus der der Bedarf deutlich wird. Bei Regenwetter sollte eine Tasche mitgebracht werden, um die Papiertüten unversehrt nach Hause zu bringen.

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