Syker Weihnachtsmarkt Weihnachtsmarkt mit einem "Ja, aber . . ."

In Syke ist der Weihnachtsmarkt eröffnet. Für den Genuss von Bratwurst und Glühwein gilt die 2G-Regel mit Maske unter Vorbehalt bis zum 29. Dezember.
25.11.2021, 15:26
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Weihnachtsmarkt mit einem
Von Sarah Essing

Syke. Der Syker Weihnachtsmarkt am Mühlendamm findet statt – aber unter besonderen Bedingungen. Glühwein, Bratwurst oder Schmalzkuchen gibt es nur für Geimpfte und Genesene, und es muss eine Maske getragen werden. So sieht es die neue Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen vor. "Wir wollen das jetzt zumindest ausprobieren", sagte Bürgermeisterin Suse Laue zur Eröffnung am Mittwochabend.

Marktbeschicker Henry Stummer hat dem Landkreis Diepholz ein Hygiene-Konzept vorgelegt, das genehmigt wurde, teilte Suse Laue weiter mit. Es sieht die Kontrolle des Impf- oder Genesenenausweises – digital oder in Papierform – durch die Budenbeschicker vor. Das Infektionsschutzgesetz erlaubt das. "Am ersten Wagen, der angesteuert wird, muss dieser Ausweis vorgezeigt werden", erläutert Marktleiter Mario Wendler. "Dann erhalten die Besucher ein Armbändchen, das sie an den weiteren Buden nur noch vorzeigen müssen." So verfahren auch die Beschicker des Weihnachtsmarktes in Bremen. Des Weiteren muss der Marktbetreiber darauf achten, dass Ansammlungen vermieden werden. Für den Genuss von Glühwein und Bratwurst stehen daher Sitzecken oder Stehtische in entsprechenden Abständen bereit. Beim Bestellen und Abholen der Leckereien ist eine Maske zu tragen, die zum Verzehr dann aber natürlich gelupft werden darf.

In Niedersachsen gilt derzeit die Warnstufe eins. Am Mittwoch wurde die neue Corona-Verordnung bekannt gegeben, doch schon zuvor waren angesichts der steigenden Infektionszahlen viele Weihnachtsmärkte in der Region abgesagt worden. Angesichts dessen habe man auch in Syke "lange überlegt", ob der Syker Weihnachtsmarkt überhaupt stattfindet, bekennt Suse Laue. Momentan könne man jedoch unter der 2G-Regel auch in Kneipen gehen, "warum also nicht auch auf den Weihnachtsmarkt?" Um den Sykern und auch den Marktbeschickern angesichts der aktuellen Lage wenigstens etwas Abwechslung bieten zu können, habe man sich daher entschlossen, es wenigstens erstmal zu versuchen.

In der nächsten Woche könnte das ohnehin wieder ganz anders aussehen, befürchtet Suse Laue. Steigen die Zahlen weiter, tritt Warnstufe 2 in Kraft. Dann gilt die sogenannte 2G-Plus-Regel. Dann müssen sich auch Geimpfte und Genesene vor dem Besuch von öffentlichen Einrichtungen vorher testen lassen. Auch darauf ist man auf dem Syker Weihnachtsmarkt vorbereitet, es bleibe jedoch abzuwarten, inwieweit das umzusetzen ist und die Bürger das Angebot dann noch annehmen. "Wie es bei Warnstufe 2 weitergeht, müssen wir dann sehen", so Suse Laue.

Nicht mehr abwarten wollte die Stadt hingegen bei den Weihnachtlichen Kulturtagen. Diese finden auch in diesem Jahr nicht statt. Sie hätten ohnehin in anderer Form als gewohnt stattgefunden, ausschließlich draußen, mit Buden auf dem Rathausvorplatz. Nachdem jedoch klar wurde, dass die Zahlen steigen und es eine neue Corona-Verordnung geben wird, die eine Kontrolle und Begrenzung erforderlich machen, "mussten wir schweren Herzens absagen", sagt Suse Laue. Die Budenbeschicker der Weihnachtlichen Kulturtage seien ehrenamtlich oder nebenberuflich tätig. Ihnen das zu überlassen, habe sich nicht darstellen lassen. Zwar sei kurzfristig überlegt worden, einige Buden mit auf den Syker Weihnachtsmarkt zu stellen, doch auch das hätte die Probleme nicht beseitigt. Zumal sich dieser am Mühlendamm befindet und die Straße ja auch noch eine Funktion habe, wie Erster Stadtrat Thomas Kuchem ergänzt.

Der Syker Weihnachtsmarkt soll bis zum 29. Dezember dauern. Die Buden und das Kinderkarussell sind montags bis donnerstags von 12 bis 20 Uhr, freitags und sonnabends von 12 bis 22 Uhr sowie sonntags von 13 bis 20 Uhr geöffnet.

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