Bewohner bleiben unverletzt / 200 000 Euro Schaden / Ermittlungen dauern an Tischlerei des Syker Westflügels gerät in Brand

Syke (abu·möh). Glück im Unglück hatten die Bewohner des Syker Westflügels: Bei einem Brand in der Einrichtung zur Betreuung psychisch Erkrankter an der Nordwohlder Straße ist am gestrigen Morgen niemand verletzt worden. Das teilte gestern die Feuerwehr mit. 37 Menschen wurden von den Rettungskräften in Sicherheit gebracht. Die Polizei schätzte den Schaden auf mindestens 200000 Euro.
06.09.2012, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Syke (abu·möh). Glück im Unglück hatten die Bewohner des Syker Westflügels: Bei einem Brand in der Einrichtung zur Betreuung psychisch Erkrankter an der Nordwohlder Straße ist am gestrigen Morgen niemand verletzt worden. Das teilte gestern die Feuerwehr mit. 37 Menschen wurden von den Rettungskräften in Sicherheit gebracht. Die Polizei schätzte den Schaden auf mindestens 200000 Euro.

Gegen 5.50 Uhr hatte die Brandmeldeanlage des Westflügels Alarm geschlagen, ein Mitarbeiter habe so das Feuer in der Tischlerei bemerkt, berichtete die Polizei. Sofort seien die Bewohner in Sicherheit gebracht worden. Die Feuerwehr war über die Brandmeldeanlage alarmiert worden und rückte mit einem Großaufgebot aus.

Als die ersten Rettungskräfte eintrafen, brannte die Tischlerei bereits lichterloh. Mehr als 100 Brandbekämpfer aus sieben Ortsfeuerwehren brachten den Brand schnell unter Kontrolle. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehrkräfte gelang es, ein Übergreifen auf den Wohntrakt und eine Ausbreitung in das Holzlager zu verhindern. Während die Bewohner nach Beendigung der Löscharbeiten in den Wohnbereich zurückkehren konnten, brannte die rund 250 Quadratmeter große Tischlerei mit integriertem Lager nahezu vollständig aus. Das Inventar wurde komplett vernichtet. "Die 37 Bewohner der Einrichtung haben sich mustergültig verhalten und haben sich beim Eintreffen der Rettungskräfte bereits auf den Sammelplatz begeben" lobte Kreisfeuerwehrpressesprecher Matthias Thom. Der ebenfalls alarmierte Rettungsdienst, der mit zwei Rettungswagen aus Leeste und Bassum sowie einem Notarzt zur Einsatzstelle gekommen war, übernahm die erste Betreuung und Untersuchung der Bewohner.

Neben dem personalintensiven Atemschutzeinsatz war auch die Wasserförderung zu dem am Waldrand der Westermark gelegenen Komplex eine aufwendige Aufgabe, teilt die Feuerwehr mit. Unterstützt durch zwei Schlauchwagen wurden Zuleitungen unter anderem von der Bassumer Straße quer durch den Wald zur Einsatzstelle gelegt. "Der abschließende Löscherfolg konnte erst erzielt werden, nachdem die Feuerwehr einzelne Brandnester in Zwischendecken und Wandverkleidungen über eine Wärmebildkamera aufspürte. Hierfür wurde die Wärmebildkamera der Stadtfeuerwehr Syke angefordert, die von der Ortsfeuerwehr Gessel gelagert und bedient wird", heißt es im Bericht der Feuerwehr. Auch die Ortsfeuerwehr Gödestorf kam im späteren Verlauf hinzu, da weitere Atemschutzträger benötigt wurden.

Die Polizei beschlagnahmte den Brandort und nahm die ersten Ermittlungen auf. Erkenntnisse zur Brandursache liegen laut Angaben der Beamten derzeit noch nicht vor.

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