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TSV Okel: Angeschlagen, aber nicht k.o.

Erneut setzt es eine deutliche Niederlage in der Fremde, dieses Mal beim FC Sulingen. Nun richtet sich der Blick des TSV Okel auf das Kellerduell gegen die SG Diepholz am Sonnabend.
30.08.2019, 12:29
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Von Jannis Klimburg
TSV Okel: Angeschlagen, aber nicht k.o.

Der Blick geht Richtung Kellerduell gegen die SG Diepholz: Okels Rico Volkmann (l., hier gegen SC Twistringen) glaubt an die drei Punkte.

Thorin Mentrup

Sulingen. So schnell kann sich die Gefühlswelt dann doch wieder ändern. Am zurückliegenden Wochenende erst hatte der TSV Okel in der Fußball-Bezirksliga noch den ersten Sieg bejubelt, nun folgte am Donnerstagabend die nächste Ohrfeige. Der Aufsteiger kassierte beim spielstarken Spitzenteam FC Sulingen eine 1:6 (1:2)-Klatsche.

Allerdings präsentieren sich die Gäste nicht ganz so niedergeschlagen, wie es die hohe Niederlage vielleicht erwarten ließe. „Die Pleite ist auch um zwei Tore zu hoch ausgefallen. Wir waren nicht ganz chancenlos, haben lange Zeit ordentlich dagegen gehalten“, resümierte Spielertrainer Rico Volkmann, der den im Urlaub abwesenden Schröder vertrat.

Der Mittelfeldregisseur musste auf dem Platz den schnellen Rückstand mitansehen. Nach einem tiefen Ball war Okels Abwehr nicht auf der Höhe, sodass sie sich nur mit einem Foul im Sechzehner behelfen konnte. Den Strafstoß verwandelte Bennet Lüdecke eiskalt (7.). Die passende Antwort ließ auf sich warten, aber sie kam. Volkmann verwandelte einen Freistoß flach in die Torwartecke zum 1:1 (32.). Das Ziel der Gäste war es natürlich, das Remis in die Pause zu retten. Daraus wurde aber nichts. Einmal mehr brachte der TSV das Spielgerät nicht aus der Gefahrenzone, Bjarne Meyer stocherte den Ball zum 1:1 in die Maschen (37.). „Da haben wir uns wirklich nicht clever genug angestellt und mussten einmal mehr Lehrgeld bezahlen“, ärgerte sich Volkmann über den erneuten Rückstand.

In der Kreisliga konnte sich der TSV Okel vielleicht noch ein paar schläfrige Minuten erlauben, nicht so in der Bezirksliga. Das wird sofort bestraft. Auch vom FC Sulingen. Hier in Person von Marian Pingel. Der Offensivakteur schob erst in 57. Minute nach einer schönen Kombination zum 3:1 ein, nur wenige Sekunden später erhöhte er gar nach einer Okeler Nachlässigkeit auf 4:1. „Solche Blackouts dürfen wir uns nicht mehr erlauben“, haderte Volkmann. Die Luft war raus bei den Gästen, der Akku im roten Bereich. So hatten die Hausherren leichtes Spiel, das 5:1 und 6:1 noch nachzulegen. „Dennoch haben wir uns besser präsentiert als gegen Twistringen oder Sudweyhe. Es tut zwar wieder weh, aber wir werden wieder aufstehen“, meinte Volkmann.

Und das am besten gleich am Sonnabend (18 Uhr), wenn es zuhause im Kellerduell gegen die SG Diepholz geht. „Ich denke, dass der Druck beim Gegner liegt. Diepholz kennt die Liga, ist mit ganz anderen Zielen in die Saison gegangen. Für uns wäre eine weitere Pleite kein Beinbruch. Aber dennoch wollen wir die drei Punkte natürlich bei uns in Okel behalten“, betonte Volkmann.

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