TSV Süstedt ist mit der Samtgemeinde unzufrieden

Süstedt. Der TSV Süstedt hat in diesem Jahr zwei Großprojekte realisiert: die Grundsanierung der sanitären Anlagen sowie die Installation einer Beregnungsanlage mit Gesamtkosten in Höhe von 45000 Euro. Während der Jahreshauptversammlung kritisierte Vorsitzender Uwe Garbers die Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen, die sich nach Meinung des Vereins als Eigentümer der Sportanlage mehr an den Instandhaltungskosten beteiligen sollte. "Wir hätten uns eine 50:50-Finanzierung gewünscht", erklärte auf Nachfrage unserer Zeitung Geschäftsführer Oliver Stellmann. "Seit den 1970er-Jahren ist nichts gemacht worden." Die Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen habe nur 10000 Euro zu den insgesamt 45000 Euro beigesteuert, die Gemeinde Süstedt 5000 Euro.
11.12.2012, 05:00
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Von Karin Neukirchen-stratmann

Süstedt. Der TSV Süstedt hat in diesem Jahr zwei Großprojekte realisiert: die Grundsanierung der sanitären Anlagen sowie die Installation einer Beregnungsanlage mit Gesamtkosten in Höhe von 45000 Euro. Während der Jahreshauptversammlung kritisierte Vorsitzender Uwe Garbers die Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen, die sich nach Meinung des Vereins als Eigentümer der Sportanlage mehr an den Instandhaltungskosten beteiligen sollte. "Wir hätten uns eine 50:50-Finanzierung gewünscht", erklärte auf Nachfrage unserer Zeitung Geschäftsführer Oliver Stellmann. "Seit den 1970er-Jahren ist nichts gemacht worden." Die Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen habe nur 10000 Euro zu den insgesamt 45000 Euro beigesteuert, die Gemeinde Süstedt 5000 Euro.

Samtgemeindebürgermeister Horst Wiesch will die Kritik nicht kommentarlos hinnehmen: "Zuerst hatte der Verein nur Zuschüsse für die Beregnungsanlage beantragt, die sind im Haushalt eingestellt worden." Dass dann noch andere Sachen gemacht worden seien, habe man nicht gewusst, Geld sei im Haushalt nur für die Beregnungsanlage vorgesehen gewesen. "Das hat sich der Verein selber zuzuschreiben", so Wiesch.

Lobend erwähnte Vorsitzender Uwe Garbers während der Jahreshauptversammlung das ehrenamtliche Engagement vieler Mitglieder, von denen Friedhelm Günnemann, Willi Fritsch und Andreas Schröder-Schwarzer für besonderen Einsatz geehrt wurden. Bei den Neuwahlen gab es kaum Veränderungen, zwölf der 14 Vorstandsmitglieder wurden einstimmig wiedergewählt, neuer Jugendleiter Fußball ist Thomas Becker, der Niels-Holger Rahm ablöst. Eine Nachfolge für die als Spartenleiterin Theater zurückgetretene Marion Benger konnte bei der Versammlung nicht gefunden werden. Der Antrag auf Einstellung von Raumpflegepersonal wurde von der Versammlung angenommen. Bei erhöhter Nutzung der Sportanlagen durch gestiegene Mitgliederzahlen (aktuell 647) sowie neuer Gruppen werde die ehrenamtliche Betreuung der Sportanlagen immer schwieriger. Stellmann wies daraufhin, dass der Verein vom Ehrenamt lebe und rief dazu auf, dem Vorstand Hilfe anzubieten.

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