Tüv Syke Kein Auto völlig verkehrsunsicher

Erfreuliches Ergebnis für den Tüv Syke: Insgesamt 70,3 Prozent aller Autos blieben im vergangenen Jahr ohne Mängel. Zudem war kein Auto völlig verkehrsunsicher.
02.12.2021, 17:20
Lesedauer: 2 Min
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Von Micha Bustian / abu

Syke. Erfreuliches Ergebnis für den Tüv Syke: Insgesamt 70,3 Prozent aller Autos, die im vergangenen Jahr an der Station an der Barrier Straße von den Sachverständigen gecheckt wurden, hatten überhaupt keine Mängel. Zusätzlich fanden die Sachverständigen bei 8,2 Prozent der Wagen nur geringe Mängel, sodass 78,5 Prozent sofort eine Plakette mit zwei Jahren Gültigkeit bekamen. Bedenkenswert ist aber auch die andere Seite eben jener Plakette: Bei immerhin 21,5 Prozent der Fahrzeuge wurden erhebliche und teils gefährliche Mängel festgestellt. Sie mussten umgehend repariert werden und dann durch eine Nachprüfung. Immerhin: Als völlig verkehrsunsicher wurde kein Auto eingestuft. Das ist zusammengefasst das Ergebnis der HU-Statistik vor Ort, veröffentlicht vom Tüv Nord.

Zwei weitere Zahlen aus dieser Statistik: Der durchschnittliche PKW, der hier geprüft wurde, war 10,4 Jahre alt und hatte mehr als 108.000 Kilometer auf dem Tacho. Dass die Zahl der Fahrzeuge mit erheblichen Mängeln sinkt, gilt für das ganze Betreuungsgebiet des Tüv Nord. In den Augen der Sachverständigen ist dies ein Beleg für die Wirksamkeit der Hauptuntersuchung. Dadurch würden die Autofahrer aufgefordert, sich um den guten technischen Zustand ihres Fahrzeugs zu kümmern – zum Nutzen für die Sicherheit.

Helmut Nöllenburg, Leiter der Syker Tüv-Station, sagt: „Wir freuen uns über diese Entwicklung der Mängelquoten. Die Hersteller bauen schließlich sichere Autos und legen auch Wert auf die Langzeitqualität. Zudem verstärken die Autohäuser und Werkstätten ihre Anstrengungen in Sachen Qualitätssteigerung. Wer sein Auto regelmäßig zu den empfohlenen Inspektionsterminen in einer guten Fachwerkstatt warten lässt, hat bei der Hauptuntersuchung weniger Mängel an seinem Fahrzeug. Besonders freuen würde es uns, wenn ein kurzer Check der Beleuchtungsanlage vor Fahrantritt zur Regel würde.“

Dass die Beleuchtungsanlage mitunter stiefmütterlich behandelt wird, zeigt die Verteilung der Mängelgruppen, heißt es in der Pressemitteilung des Tüv Nord. Hier liegen Licht und Elektrik in der Statistik wieder weit vorne. Und das, obwohl die Kontrolle der Beleuchtungsanlage in der Regel relativ einfach zu bewerkstelligen ist. Allerdings ist die Quote der erheblichen Mängel in diesem Bereich erneut gesunken. Daran haben auch die Hersteller mit der Entwicklung von zuverlässiger und langlebiger Technik ihren Anteil. Die alljährliche Beleuchtungsaktion von Kfz-Gewerbe und Tüv im Oktober dient dem Ziel, Beleuchtungsmängel an Fahrzeugen gerade vor der dunklen Jahreszeit abzustellen.

Insgesamt ergibt sich in der TÜV-Statistik folgendes: Je älter die Fahrzeuge sind, desto höher ist die Zahl derjenigen, die im ersten Anlauf keine Plakette bekommen. Die durchschnittliche Laufleistung ist geringer als im Vorjahr. Die am häufigsten auftretenden Mängelgruppen sind – in dieser Reihenfolge – Licht und Elektrik, Achsen, Räder und Reifen, Umweltbelastung sowie die Bremse. Als das Auto mit den geringsten Mängeln im gesamten Tüv-Report wird der Mercedes GLC gelistet, auf den unteren Plätzen finden sich je nach Alter Dacia Logan und Duster, Renault Kangoo sowie Fiat Punto und Panda.

Wichtig: Wer noch mit einer gelben Plakette für 2021 unterwegs ist, sollte sich bald einen Termin bei seinem Tüv geben lassen. Mit dem Jahreswechsel ändert sich die Farbe der Plaketten von Gelb auf Braun. So ist für Ordnungshüter farblich erkennbar, dass der Tüv-Termin überzogen wurde. Dann ist nach mehr als zwei Monaten ein Verwarnungsgeld fällig. Und ab dem 8. Monat kommt noch ein Punkt in Flensburg hinzu . . .

Info

Der Tüv-Report listet typspezifische Fahrzeugmängel dezidiert auf. Damit wird das Werk laut Herausgeber "zu einem wichtigen Ratgeber beim Gebrauchtwagenkauf".  Den Report gibt es an jeder Tüv-Station und im Zeitschriftenhandel. Er kostet 5,40 €.

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