Veränderte Grenzen für Wasserentnahmegebiet Ristedt

Syke-Ristedt (fr). Die Harzwasserwerke GmbH hat 2010 für weitere 30 Jahre das Wasserrecht für das Trinkwassergewinnungsgebiet Ristedt erhalten. Dort werden aus 19 Brunnen im Durchschnitt rund 16 Millionen Kubikmeter Wasser im Jahr gefördert. Die Genehmigung gilt - wie in den Jahrzehnten davor - für 20 Millionen Kubikmeter pro Jahr. Das war die gute Nachricht, die Maik Uhlen, stellvertretender Leiter der Abteilung Wasserwirtschaft und Gewässerschutz, den Landwirten mit in das Ristedter Gasthaus Cordes brachte.
23.04.2011, 05:00
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Syke-Ristedt (fr). Die Harzwasserwerke GmbH hat 2010 für weitere 30 Jahre das Wasserrecht für das Trinkwassergewinnungsgebiet Ristedt erhalten. Dort werden aus 19 Brunnen im Durchschnitt rund 16 Millionen Kubikmeter Wasser im Jahr gefördert. Die Genehmigung gilt - wie in den Jahrzehnten davor - für 20 Millionen Kubikmeter pro Jahr. Das war die gute Nachricht, die Maik Uhlen, stellvertretender Leiter der Abteilung Wasserwirtschaft und Gewässerschutz, den Landwirten mit in das Ristedter Gasthaus Cordes brachte.

Überraschender waren die Ergebnisse des neuen hydrogeologischen Gutachtens über die Ausmaße des unterirdischen Wassereinzugsgebietes. Gestützt auf eine Computersimulation und Berechnungen eines erfahrenen Ingenieurbüros ändert sich der Zuschnitt des Gebiets. Als Folge daraus verringert sich die förderfähige landwirtschaftlich genutzte Fläche um 1256 Hektar auf 5244 Hektar. Das heißt, dass auf einigen Flächen der rund 200 betroffenen Landwirte künftig keine freiwilligen Vereinbarungen mehr abgeschlossen und nicht mehr aus der Wasserentnahmegebühr entschädigt werden können. Allerdings kommen an anderer Stelle neue Flächen hinzu. Die genaue Grenzführung soll im Zuge des Wasserschutzgebietsverfahrens des Landkreises Diepholz im Laufe des Jahres 2012 festgelegt werden. Martin Kleingünther vom Landkreis betonte, dass keine Flurstücke durchschnitten werden.

Bis zur Ausweisung des Wasserschutzgebietes Ristedt bleiben die alten Entschädigungsregelungen erhalten. In Verhandlungen mit den Harzwasserwerken, dem Landvolk Mittelweser und dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) wurde erreicht, dass die Landwirte bis einschließlich 2012 für die Einhaltung der freiwilligen Vereinbarungen entschädigt werden. Danach wird das Budget auf Grundlage der neuen Grenzen festgelegt. Dorothea Berger (NLWKN) dankte den Landwirten für die Kooperationsbereitschaft und die "gute Zusammenarbeit". Olaf Miermeister, Geschäftsführer des Landvolks Mittelweser, erklärte: "Landwirte, die bereits in den Grenzen des unterirdischen Einzugsgebiets liegen, können freiwillige Vereinbarungen zur grundwasserschonenden Bewirtschaftung abschließen und damit vom Budget profitieren." Maik Uhlen sagte: "Wer nach Festlegung der neuen Grenzen aus dem Wasserschutzgebiet rausfällt, bekommt keine Auflagen mehr."

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