Kulturprogramm

Die Ideen gehen nicht aus

Die Corona-Lage hat Veranstalter hart getroffen. Dennoch gibt es ein buntes und vielfältiges Programm in Syke. Der Veranstaltungskalender der Stadt ist jetzt erschienen.
01.10.2020, 18:05
Lesedauer: 3 Min
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Von Sarah Essing
Die Ideen gehen nicht aus

Kathrin Wilken (links) und Suse Laue freuen sich über ein vielfältiges kulturelles Programm in Syke.

Michael Braunschädel

Syke. Veranstalter hatten und haben es in diesem Jahr nicht einfach. Coronabedingt fiel vieles aus, musste vieles abgesagt werden. Die Unsicherheit ist groß – auch auf Seiten des möglichen Publikums, der möglichen Teilnehmer. Nichtsdestotrotz erscheint nun der Veranstaltungskalender für die Stadt Syke, mit einem „sehr, sehr vielfältigen Angebot“, wie Bürgermeisterin Suse Laue findet. Ganz wichtig sei: „Es gibt Veranstaltungen.“ Rund 100 von 17 verschiedenen Anbietern haben Sykes Kulturbeauftragte Kathrin Wilken und ihr Team für die Monate Oktober bis März zusammengetragen.

Der Veranstaltungskalender sei schon ein „bisschen leichter, dünner“ räumt Kathrin Wilken ein. Dennoch könne sich das Angebot angesichts der Voraussetzungen sehen lassen. Denn jeder Veranstalter muss ein Sicherheits- und Hygienekonzept gemäß der gültigen Corona-Vorgaben vorlegen und dafür hätten sie sich „ins Zeug gelegt“. Damit alles funktioniert, „ist es sehr wichtig, dass die Besucher sich für alle Veranstaltungen vorher anmelden“, betont Kathrin Wilken. Sie weist zudem darauf hin, dass auch die Verteilung coronabedingt in diesem Jahr etwas anders ausfallen wird. Wie üblich werde das Heftchen an öffentlichen Stellen ausliegen, Tankstellen, Banken und große Supermärkte – aber nicht mehr an allen. „Wir mussten die Auslegestellen etwas reduzieren“, sagt Kathrin Wilken. Aus diesem Grund ist der Veranstaltungskalender erstmals auch als PDF-Datei auf der Homepage der Stadt Syke, www.syke.de, abrufbar.

Eine fulminante Corona-Premiere hat das Syker Theater mit dem Auftritt von Carmela de Feo (wir berichteten) bereits hinter sich. Das Gleis 1 verlegte seine Kabarettveranstaltungen dorthin. Mit Vera Deckers und vielen anderen werden noch weitere Auftritte folgen. Die Stadt selbst wartet im Theater mit „Vincent will Meer“, „Der Sittich“, dem Weihnachtsmärchen „Petterson und Findus“ und weiteren Angeboten auf.

Neben der Stadt sind vor allem „alte, verdiente Mitstreiter“ mit dabei, wie etwa die Gästeführer, führt Kathrin Wilken aus. „Und denen gehen die Ideen nicht aus“, ist Wilken begeistert. Als Beispiel nennt sie die Gästeführung am 6. November. Unter dem Titel „Die Nachterzählerinnen“ widmen sie sich den „dunklen Seiten von Syke“. Besonders erfreulich findet sie zudem, dass auch die Märkte im Kreismuseum wieder stattfinden. Los geht es am 1. November mit dem Kunsthandwerkermarkt mit Backtag. Als weiteren Termin empfiehlt sie zudem den 21. November mit einem Flohmarkt für alten Weihnachts- und Adventsschmuck. Alles nach dem Großereignis schlechthin, für das Kreismuseum und für die Stadt auch: der Eröffnung des Forums Gesseler Goldhort am ersten Oktoberwochenende.

Interessante Vorträge, Ausstellungen und Mitmachaktionen vom Nostalgiemuseum, Syker Vorwerk oder auch den Senioren 50+ und vielen mehr runden das Angebot ab, sagt Kathrin Wilken. Die Ausstellungen im Kreismuseum und im Syker Vorwerk finden Interessierte gebündelt auf den letzten beiden Seiten. Als Beispiele hebt sie das Angebot der Volkshochschule am Sonnabend, 10. Oktober, hervor. In Zusammenarbeit mit der Fahrradwerkstatt Velo gibt es Tipps und Tricks vom Fachmann für das Zweirad. Angesichts der Renaissance, die das Fahrradfahren während der Corona-Zeit erlebt hat, sei dies ein Angebot, das genau passend kommt, findet Kathrin Wilken. Angesichts der zahlreichen Wälder rund um Syke verdiene auch der Vortrag „Wald in Not – Forstwirtschaft in der Krise“ am Donnerstag, 15. Oktober, besonderes Augenmerk. Auf Einladung des Vereins Rund ums Syker Rathaus kommt Förster Rainer Städing und gibt einen Überblick über die Situation des deutschen Waldes. Hinzu kommen Beratungsthemen wie das Erbrecht oder auch Altersversorgung.

„Ich finde es sehr mutig, dass es Leute gibt, die sagen ‚wir ziehen das durch‘“, zieht Suse Laue ihren Hut vor den Anbietern, für die diese Situation hinsichtlich der Unwägbarkeiten nicht ganz einfach sei. „Das unterstützen wir seitens der Stadt natürlich gern.“ Denn es sei wichtig, ein attraktives, kulturelles Programm zu haben. „Und ich glaube, wir möchten alle wieder ein paar Dinge haben, wo wir hingehen können.“ Sie hofft daher darauf, dass auch viele Besucher das so sehen und das Angebot annehmen.

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