Tanzen Verbesserung wird nicht belohnt

Beim 19. Formationsfestival des TSC Hansa Syke landete die A-Formation um das Trainerduo Michael Haas und Alexej Keil in der Regionalliga Nord Latein erneut auf dem letzten Rang.
11.03.2019, 17:18
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Verbesserung wird nicht belohnt
Von Nastassja Nadolska

Syke. Schillernde Kleider, viel Glitzer, rhythmische Bewegungen, laute Musik, strahlende Gesichter und zahlreiche Besucher in der Olympiahalle: Es war wieder Tanzwochenende des TSC Hansa Syke – und beim 19. Formationsfestival war einiges los. Insgesamt 800 Zuschauer suchten am Sonnabend und Sonntag die Halle an der La-Chartre-Straße auf und durften neben den Wettkämpfen der Regionalliga Nord Latein und Standard auch das Abschlussturnier der 2. Bundesliga Latein bestaunen, das zum ersten Mal in Syke ausgerichtet wurde.

„Seitdem ich beim TSC bin, habe ich noch nie so viele Menschen in der Halle gesehen. Es war unfassbar viel los, was uns natürlich sehr freute“, sagte TSC-Pressewartin Katrin Haverkamp. Enttäuschung machte sich wiederum bei den Sykern am Sonntag breit, denn die A-Formation des TSC landete auch beim zweiten Turnier in der Regionalliga Nord Latein vor heimischer Kulisse auf dem letzten Rang und durfte kein zweites Mal ihre Choreografie präsentieren. „Natürlich haben wir uns unseren Heim-Wettkampf anders vorgestellt. Wir haben viel investiert, wurden am Ende aber leider nicht belohnt“, bedauerte TSC-Trainer Michael Haas.

Er hatte dennoch Positives gesehen: Im Vergleich zum ersten Turnier habe sich das Team verbessert. „Das, was im Tanz nicht lesbar war, haben wir verfeinert. Außerdem haben wir die Wege und Schritte noch einmal angepasst“, berichtete Haas. „Dazu haben wir an einigen Stellen die Schwierigkeit herausgenommen, damit sich gar nicht erst so viele Fehlerquellen ergeben“, ergänzte TSC-Teamkapitän Karsten Kotzott, der sich ebenfalls mehr erhofft hatte: „Wir hatten ein gutes Gefühl und konnten uns am Ende, ehrlich gesagt, nicht erklären, woran es lag.“

Die Syker A-Formation, die mit einem weißen Van vor die Türen der Olympiahalle gefahren worden war und durch den strömenden Regen eilte, um die Outfits und Frisuren nicht zu gefährden, war voller Zuversicht gewesen. Beim Entenangeln, bei der die Reihenfolge der Vorrunde ausgelost wurde, zogen die Syker die Nummer vier. Bis dahin herrschte große Anspannung bei den Tänzern. Der TSC startete als einziges Team mit sechs Paaren. Die Ansprache der Trainer Michael Haas und Alexej Keil, die trotz lauter Musik teilweise noch zu hören war, stachelte die TSC-Tänzer noch einmal an und und sorgte für höchste Konzentration. So wurde die Choreografie zur Musik von unter anderem Phil Collins und Adele ausreichend gut performt. Mit viel Power und Ausdruckskraft gewannen die Syker zumindest das Publikum für sich, das jubelte und lautstark mitklatschte. Die fünf Wertungsrichter überzeugten die Hachestädter am Ende aber nicht. „Das Team hat in den vergangenen Wochen viel investiert. Deswegen ist es so schade, dass es nicht noch einmal auftreten durfte“, sagte Haverkamp enttäuscht. Die Tänzer wiederum nahmen das frühe Aus mit Trotz hin: „Dann zeigen wir unseren zweiten Tanz einfach in der kommenden Woche beim dritten Turnier“, sagte Kotzott. Den zweiten Turniertag der Regionalliga Nord Latein gewann das 1. Latin Team Kiel und überzeugte mit seiner starken Darbietung „Awesome Mix“ die Wertungsrichter.

Am Vortag hatte auf die Zuschauer neben der Regionalliga Nord Standard ein echtes Highlight gewartet: Erstmals richtete der TSC Hansa Syke das Abschlussturnier der 2. Bundesliga Latein aus. An diesem Abend schauten sich knapp 500 Zuschauer das Spektakel an und auch die Verantwortlichen des TSC kamen aus dem Schwärmen nicht mehr heraus. „Das war ein extrem hohes Niveau. Für uns war es schon etwas Besonderes, das hier ausrichten zu dürfen“, sagte Haverkamp nicht ohne Stolz. Im Kampf um den Aufstieg in die 1. Bundesliga setzten sich am Ende die A-Formation des TSC Walsrode und die B-Mannschaft des Grün-Gold-Clubs Bremen durch. „Beide Teams haben es verdient. Sie haben eine wirklich tolle Leistung gezeigt“, zollte die TSC-Pressewartin beiden Respekt. Auch TSC-Trainer Michael Haas war sehr angetan von der Darbietung der Bundesligisten: „Ich war total beflügelt. Ich hätte am liebsten sofort mitgemacht.“

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