Kinder statten der Bassumer Feuerwehr einen Besuch ab und schauen hinter die Kulissen Viel Rauch, aber keine Flammen

Bassum. Die beiden Unfallschilder an den Ausgängen und die Löschfahrzeuge auf dem Hof deuteten es schon an: Bei der Feuerwehr ist was los, denn Ferienzeit ist auch Ferienkistenzeit. Jedes Jahr bieten Vereine und Organisationen Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche an.
25.07.2016, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Dorit Schlemermeyer

Bassum. Die beiden Unfallschilder an den Ausgängen und die Löschfahrzeuge auf dem Hof deuteten es schon an: Bei der Feuerwehr ist was los, denn Ferienzeit ist auch Ferienkistenzeit. Jedes Jahr bieten Vereine und Organisationen Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche an. Die können sich bei Märchenerzählerin Britta Wortmann anmelden und waren damit gebucht für Angebote wie das der Feuerwehr am Freitagnachmittag.

Auf dem Feuerwehrgelände hatten die jungen Feuerwehrleute mehrere Stationen aufgebaut, die die Kinder ausprobieren konnten. Auch die großen Feuerwehrfahrzeuge standen zur Verfügung und konnten besichtigt werden. Daraus kletterten am Freitagnachmittag gerade Lennas, Pascal, Felix und Niklas: „Wir sind bei der Kinderfeuerwehr“ erzählten Lennas und Pascal. „Weil Pascals Eltern bei der Feuerwehr sind“, erläuterte Lennas.

Dann wurden die Jungen von Jugendbetreuer Andreas Uhlenwinkel zur nächsten Station geholt: „Habt Ihr Lust auf Wasserspielchen?“, fragte er. Das hatten sie und konnten auch mithelfen beim Ausrollen des Schlauches. An den wurde ein Hohlstrahlrohr gekoppelt, und dann hieß es auch schon: „Wasser marsch!“ Und es war gar nicht so einfach, damit ein Ziel anzuvisieren. Um ein Haar hätte es auch die Spielmannszugmitglieder getroffen. Benutzt wird das Strahlrohr für den sogenannten Innenangriff, um den Wasserschaden möglichst gering zu halten, wie Uhlenwinkel erklärte. Außerdem habe man mit diesem Gerät auch noch einen Mannschutzeffekt, das Feuer werde vom Feuerwehrmann weggestoßen.

Unterstützt wurde Uhlenwinkel an dieser Station von Martin Hüneke, Dennis Denker, Gerrit Brunner und Florian Pustian. Der ist seit fünf Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr: „Ich bin ein hilfsbereiter Mensch und möchte eben Menschen helfen“, so der junge Mann. Früher habe er Fußball gespielt und auch andere Sportarten ausgeübt, aber dabei könne man halt nicht helfen, erläuterte er seine Motivation, zur Feuerwehr zu gehen: „Ich war nicht bei der Jugendfeuerwehr, bin direkt als Erwachsener eingestiegen.“

Für die Kinder ging es derweil in die Höhe mit der neuen Hubarbeitsbühne, die einen tollen Ausblick über die Stadt bot. Aus einem Raum neben der großen Fahrzeughalle quoll unterdessen unaufhörlich dichter Rauch. „Wir haben den Raum lediglich vernebelt, das ist kein echter Rauch“, erklärte Jugendbetreuer Michel Stührmann und deutete auf seinen Kollegen Stefan Kieslich: „Einer von uns versteckt sich drinnen, und die Kinder müssen uns suchen mithilfe der Wärmebildkamera. Für die Kinder ein spannendes Unterfangen, aber es erforderte auch Mut, in den dunklen verrauchten Raum zu gehen.

Joah und Marvin übten derweil gerade am Haus mit den Klapptüren und Fenstern. Ihnen haben alle Stationen Spaß gemacht: „Das war spannend, vielleicht gehen wir auch zur Feuerwehr“, erzählten die beiden im Anschluss. An dem Haus versuchte sich auch die zehnjährige Emely und zeigte dabei viel Geschick. Auch für sie war es schon die letzte Station: „Mir hat am besten der Spielmannszug gefallen, das könnte ich mir am besten vorstellen“, sagte Emely Sie habe auf der Lyra gespielt, aber man habe auch alles andere ausprobieren können. Auch Tjark und Zoe favorisierten den Spielmannszug. Und die Sympathie beruhte wohl auch Gegenseitigkeit, denn Betreuerin Sandra Rahm war beeindruckt vom Talent der Kinder: „Wir hatten an diesem Nachmittag ganz viele begabte Kinder“, fand die Zeugwartin des Jugendspielmannszuges Bassum.

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