Mensa Syke

Lieblingsrezepte gibt’s zum Nachkochen

In der Mensa der Grundschule Am Lindhof in Syke herrscht derzeit Schmalhans-Koch. Coronabedingt wurden viele Aktionen verschoben. Dabei hat Mensachef Max Besch noch viel vor.
12.04.2021, 06:05
Lesedauer: 3 Min
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Von Sarah Essing
Lieblingsrezepte gibt’s zum Nachkochen

Mensa-Küchenchef Max Besch würde das Projekt Rezeptbuch gerne fortsetzen.

Michael Galian

Pilawreis mit Gemüseragout, Rindereintopf mit Graupen, Fischauflauf mit Reis, aber auch Marillenknödel, Nudeln mit unterschiedlichen Soßen und gelegentlich sogar Pizza Margherita. Die Liste der Gerichte in der Mensa der Grundschule Am Lindhof in Syke ist lang. Lang und vielfältig. Alles wird frisch zubereitet, wann immer möglich mit Produkten aus der Region. Darauf legt Küchenchef Max Besch wert. Momentan ist die Mensa coronabedingt geschlossen. Lediglich Care-Pakete werden mittags ausgegeben. Dennoch müssen die Kinder auf ihre Lieblingsrezepte nicht verzichten. Schließlich existiert bereits ein Rezeptbuch mit den beliebtesten Mensagerichten, ganz einfach zum Nachkochen für zu Hause.

„Hühnerfrikassee ist ein Klassiker“, sagt Max Besch. Daher findet sich das Rezept natürlich in dem Heft. Welche Rezepte aufgenommen werden sollten, entschieden die Schülerinnen und Schüler. Aus der Anzahl der Nennungen wurde eine Reihenfolge der Lieblingsspeisen erstellt. Die beliebtesten wurden in das Buch aufgenommen. Und nein, Pommes und Fischstäbchen finden sich nicht darin. Stattdessen ein Rezept für Kürbissuppe - „Die kam gut an“, kann der Koch berichten - und eins für das Dinkelbrot, das Besch und sein Team für die Mensa selbst backen. Ohne die unangefochtene Nummer eins in der Liste der Lieblingsrezepte - Nudeln mit Bolognesesoße - wäre das Heft allerdings wohl nicht vollständig.

„Anschließend gab das Mensateam die Rezepte weiter an die Computer-AG“, berichtet Schulleiterin Tina Lehmann. Deren Mitglieder tippten sie nicht nur sauber ab, sondern fertigten dazu auch noch passende Bilder an, von den Zutaten oder auch vom fertigen Gericht. Ansprechend gestaltet und in Farbe wurde das Dokument dann ausgedruckt und mit Spiralbindung gebunden. „Diese Hefte wurden dann in den Klassen verkauft“, so die Schulleiterin weiter. Der Erlös kam dann wiederum der Klassenkasse zugute. „Um sich besondere Wünsche zu erfüllen“, sagt Tina Lehmann.

Mit dieser Aktion ist die Schule damit voll auf „Ess-Kurs“. So heißt die Initiative der Verbraucherzentrale Niedersachsen, gefördert vom Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Dabei erhalten Schulen Tipps, wie sie ihre Verpflegungssituation verbessern können und erstellen einen Plan. Bei erfolgreicher Umsetzung werden sie mit einem von fünf möglichen Sternesiegeln ausgezeichnet. „Viele Vorschläge davon hatten wir schon erfüllt“, berichtet Besch. Wie etwa die Verwendung von regionalen Produkten, der Verzicht auf Convenience-Ware und die frische Zubereitung der Speisen. „Wir machen alles selbst“, betont Besch. Sogar die Gemüsebrühe, das Brot und lange Zeit auch die Nudeln.

Doch hinsichtlich der Einbindung der Schülerinnen und Schüler konnte noch nachgelegt werden. So entstand das Projekt Kochbuch. Eine Aktion, die sowohl der Koch als auch die Schulleiterin gern weiterführen würden. „Es soll jedes Jahr eins geben“, sind sie sich einig. „Aber dazu ist ein geregelter Ablauf erforderlich.“ Also muss das noch warten. Ebenso wie die Vergabe der Auszeichnung. Die war auf dieses Jahr verschoben worden, noch steht kein Termin fest. „Wir hoffen darauf, dass es noch stattfindet“, sagt Max Besch, der diesem Ereignis allein wegen des Austauschs mit anderen Schulen und Mensa-Chefs darauf freut.

Aufgeschoben, wenn auch nicht aufgehoben, wie der 29-Jährige betont, ist auch die Familienkochschule in der Grundschul-Mensa. „Zweimal haben wir das schon gemacht“, berichtet Max Besch. Jeweils drei bis vier Familien kamen zusammen, es wurde gemeinsam geschnibbelt und gekocht. Die Tische der Mensa wurden zu einer großen Tafel zusammengeschoben und dann gemeinsam gegessen. „Die, die da waren, fanden das richtig gut“, so Besch. Anfragen für weitere Termine gibt es bereits, aber „momentan ist das natürlich auf Eis gelegt“. Weitere Veranstaltungen dieser Art sind aber fest in Planung - „wenn Corona vorbei ist.“ Denn auch darin sind sich Mensachef und Schulleiterin einig: „Es ist uns wichtig, dass Schule und Mensa noch stärker zusammenwachsen.“

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