Auftritt Jonny Glut und Gisela Fischer

„Watercountry“ und Anekdoten

Die Wetterlage führte am Sonntag zum Bühnenwechsel für den Auftritt Jonny Glut & Gisela Fischer mit der Shanty Group Logger's Men. Der Stimmung tat diese kurzfristige Änderung aber keinen Abbruch.
02.07.2017, 18:31
Lesedauer: 2 Min
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Von Peter Cordes
„Watercountry“ und Anekdoten

Gehen aufs Publikum ein: Jonny Glut (links) und Gisela Fischer.

UDO MEISSNER

Syke. Die vorausgesagte Wetterlage führte am Sonntag zum Bühnenwechsel für den Auftritt Jonny Glut & Gisela Fischer mit der Shanty Group Loggers Men aus Bremen Vegesack. Damit die vielen Musikfreunde und die Künstler den von der Stadt Syke ursprünglich für die Wolfsschlucht geplanten Musiknachmittag trocken erleben konnten, hatte „Schirmherrin“ Suse Laue als Bürgermeisterin der Stadt Syke den Ratssaal zur Verfügung gestellt. Kathrin Wilken und Kurt Grieme betreuten die vielen Gäste vor Ort. Der Stimmung tat dieser kurzfristige Ortswechsel keinen Abbruch.

Die Shanty Group Logger's Men aus Bremen-Vegesack sang sich in den ersten 45 Minuten mit „echten“ Shantys, in englischer Sprache gesungen, in die Herzen der Gäste. Die Songs handelten von der harten Arbeit an Bord, aber auch von der Sehnsucht nach Tabak, Whiskey und besserem Wetter. Die Liedbeiträge der sechs Sänger versetzten den bis auf den letzten Platz gefüllten Ratssaal gedanklich auf die alten Schiffe. Mit der richtigen Vorstellungsgabe merkte man das Schaukeln des Schiffes und das Heulen des Windes.

Danach startete Glut sein Bühnenprogramm und begeisterte mit Gisela Fischer am Akkordeon das altersmäßig sehr gemischte Publikum. Jonny Glut, eigentlich Hubert Jebens, ist gebürtiger Hamburger, Segelmacher, Dichter und Musiker und wohnt in Bremen. „Ich bin wahlweise als Solist, Alleinunterhalter, sowie mit ganzer Band unterwegs. Ich gehöre zu denen, die das Meer besingen. Weil meine Musik aber auch dem Country zugewandt ist, wird sie gerne als „Watercountry“ bezeichnet. Mein Schwerpunkt sind die Storys und die eigenen Songs. Meine Musik ist Volksmusik im weiteren Sinne“, beschrieb der Künstler sich selbst.

Mit der in Papenburg geborenen Akkordeonistin Gisela Fischer gelang es den Musikern schnell, die Gäste zu begeistern und eine sehr gute Stimmung aufzubauen. Mit „Kutterkapitän“ nach der Melodie „Yellow Submarine“ von den Beatles starteten beide und hatten das Publikum sofort für sich gewonnen. „Auf der Reeperbahn“ und das Lied vom „Tüddelband“ folgten und ließen die Besucher schunkeln und klatschen. Geboten wurde „Rauhes und Herzliches", mit Liedern, aus Gluts bisherigen CDs, wie „Schmuggelkuss und Pflaumentraum", "Tingeling", "Sternbild Schwarze Katze", "Eine Kabine im Herzen" und "Schöner Schiffbruch in der Vahr“. Textsicher sang der ganze Saal mit. Zwischendurch immer wieder vorgetragene Sketche und Anekdoten aus Gluts Seemannsleben wurden von den Besuchern mit Beifall belohnt.

„Ein wunderschöner Nachmittag, mir hat es sehr gut gefallen. Besonders hat mich die Bühnenerweiterung von Jonny Glut beeindruckt, der auch mittendrin bei den Besuchern sang und erzählte. Das Ganze wirkte so schon fast familiär und konnte die freie Natur in der Wolfsschlucht ersetzen“, berichtete Thomas Kastens aus Syke.

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