Syker Schützentage

Werner Holle ist neuer König – Firmen müssen ins Stechen

Drei Tage lang lag die Stadt Syke in den Händen der Schützen. In verschiedenen Wettbewerben maßen sich die Vereinsmitglieder, aber auch Vereine und Firmen traten an.
09.07.2017, 17:15
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Werner Holle ist neuer König – Firmen müssen ins Stechen
Von Jürgen Juschkat
Werner Holle ist neuer König – Firmen müssen ins Stechen

Letzte Amtshandlung: Der alte Syker Schützenkönig Rolf Bokelmann bekam von Bürgermeisterin Suse Laue den Schlüssel zum Rathaus. Danach starten die Schießwettbewerbe.

UDO MEISSNER

Syke. Bereits zum Auftakt der drei Syker Schützentage herrschte Hochbetrieb in der Halle am Waldstadion. Firmen, Behörden, Vereine und Straßenmannschaften traten – wie seit fast 50 Jahren – zum großen Pokalschießen des Syker Schützenvereins von 1853 auf dem Kleinkaliber-Stand an und ermittelten die Besten. Bürgermeisterin Suse Laue übergab an diesem Tag den Rathausschlüssel an Schützenkönig Rolf Bokelmann.

Kurz vor Beginn wurden letzte Vorbereitungen getroffen. Sportleiter Frank Hesse klebte noch kurzerhand die Schrauben am Diopter mit schwarzem Klebeband ab, damit diese nicht zur Höhen- und Seitenkorrektur verstellt werden konnten. Schließlich sollten doch alle Teilnehmer bei den Sportgeräten die gleichen Bedingungen vorfinden. Sieben der zwölf Kleinkaliber-Stände standen für den Auftakt-Wettbewerb zur Verfügung. Die 25-Meter-Pistolenanlage wurde eigens dafür hochgeklappt. Die Scheiben standen 50 Meter entfernt und klemmten auf Glücksautomaten, die oben mit einem leuchtend roten Kreis die Zehn als besten Treffer anzeigten sowie links und rechts in dieser Farbe die Neun. Wer nicht so genau gezielt und getroffen hatte, sah seine Ringzahl auf einem schwarzen Schild.

Dann ging der Rollladen an einer Durchreiche hoch. Bernd Warnke und Klaus Buck saßen dort, wo Schießmarken verkauft werden. Die Mannschaftsführer mussten hier ihr Startgeld entrichten und konnten ihre Karten abholen. Die Ausschreibung war übersichtlich. Es gab zwei Wertungskriterien. Zum einen kamen Firmen und Vereine, die keinen Schießsport betreiben, in einen Topf. Zur anderen Kategorie zählten die weiteren Teams, die ebenfalls aus drei oder vier Teilnehmern bestanden. Je Mannschaft wurden aber nur die besten drei Schützen gewertet. Reine Damenmannschaften traten im Wettbewerb stehend aufgelegt in getrennter Wertung an, aber mit den beiden gleichen Wertungskriterien.

Frank Hesse besprach noch kurz mit seinem Personal den Einsatzplan, dann konnten die Helfer um Gertrud Just, Ida und Wilfried Winter, die unter anderem als Aufsicht eingesetzt waren, ihren Dienst antreten. Am Rande des Geschehens musste Kommandeur Rolf Döge, der ansonsten für den Schützenumzug verantwortlich zeichnet, noch kurzerhand die Schilder an den Königspokalen austauschen. „Da steht Schützenverein Syke drauf, doch es muss richtig Syker Schützenverein heißen“, erklärte er.

Einige Wettkampfteilnehmer benötigten eine Augenblende für das nichtzielende Auge, andere kamen auch ohne zurecht. Locker in Freizeitkleidung oder in einheitlichen Sweatjacken trat man an die Auflageständer. Auch Bürgermeisterin Suse Laue, die in Schnepke und Barrien Vereinsmitglied ist, nahm am Wettschießen teil. „Natürlich, die Stadt Syke ist doch dabei“, erzählte sie freudestrahlend.

Nachdem es sogar Stechen hatte geben müssen, standen die Sieger nach mehr als fünf Stunden fest. Bei den Vereins-Herren setzte sich Harley Davidson III vor Südstraße I und SSK Syke V durch. Sperlich I gewann mit bei den Firmen-Herren. Dahinter folgten Stadt Syke I und Wesemann I. Die besten Damen der Vereine stellte SSK Syke IV, bei den Firmen-Frauen traf Wesemann I am besten. Die Einzelwertung der Damen entschied Ilse Tollkötter für sich. Jürgen Bartels war bester Herr.

Nach dem Firmenschießen, Katerfrühstück und Party am Sonnabend und der Abholung des alten Königs Rolf Bokelmann inklusive Festumzug bildete die Proklamation des neuen Königshauses den Höhepunkt am Sonntag. Neuer Schützenkönig wurde Werner Holle, Vize wurde Sven Kobiella. Bei den Damen behauptete sich Anne Degler vor Gertrud Just. Jungschützenkönigin wurde Alica Rahm, Vize Lukas Eberhardt. Bei den Kindern setzte sich Christian Viehren vor Nele und Malin Timke durch.

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