Bassumer Stifts-Serenaden

Wie einst Mozart

Das Stift Bassum lädt Klassik-Liebhaber für die Sonnabende am 28. Juli und 4. August zu Serenaden bekannter Komponisten ein.
05.07.2018, 11:28
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Von Lena Mysegades
Wie einst Mozart

Dennis Heuermann (v.l), Isabell von Kameke, Stephan Steinkühler und Ralf Warneke stehen schon im Stiftshof bereit.

Lena Mysegades

Bassum. Kein geringerer als Wolfgang Amadeus Mozart hat seinerzeit in Salzburg schon Serenaden am Hofe gespielt. Die feine Hofgesellschaft ließ sich am Abend gerne von den fröhlichen Violinen-und Trompetenklängen verzaubern. Wer es nicht weiß, eine Serenade bezeichnet im Allgemeinen Musik am Abend und findet gewöhnlich unter freiem Himmel statt. Deshalb hat das Stift Bassum in diesem Jahr für seine sommerlichen Konzerte auch den passenden Titel Serenade im Stiftshof gewählt. Denn dieses Jahr muss durch die Bauarbeiten am Stiftgebäude der schöne Kapitalsaal geschlossen bleiben. Eine schöne Kulisse, und dem diesjährig tollem Wetter entsprechend, bietet aber eben auch der Stiftshof. Wenn eins der Konzerte oder beide jedoch buchstäblich ins Wasser fallen, wird auf die Stiftskirche ausgewichen. Die Stiftskirche bietet sogar Platz für 300 Menschen. Gedruckt wurden bislang allerdings 200 Vorverkaufskarten, da der Stifthof 210 Stühle hat. Isabell von Kameke, Leiterin des Stifts Bassum, meint, dass bei schönem Wetter sonst aber noch Stühle aus der Kirche in den Stiftshof gestellt werden können. Der künstlerische Direktor der Konzerte vom Stift und ehemalige Musikschullehrer in der Kreismusikschule Syke Stefan Steinkühler hat das erste Konzert am Sonnabend, 28. Juli, als Streicherkonzert und das zweite am Sonnabend, 4. August, als Bläserkonzert konzipiert. Beide Konzerte, das Streicherkonzert „Serenata Notturna“ und das Bläserkonzert „Moonlight Serenade“, starten um 18 Uhr. Der musikbegeisterte Steinkühler freut sich, dass das Stift ein namhaftes Streicherseptett sowie Bläserquintett zusammenstellen konnte. Schön sei für ihn natürlich auch, dass seine beiden Kinder Susanne und Michael Steinkühler und auch seine Frau Sabine Steinkühler am Konzert beteiligt sind. Susanne Steinkühler, die sogar ihren Master in Violine absolviert hat, wird die zweite Geige spielen. Die erste Geige stellt Anette Behr-König, Konzertmeisterin der Philharmoniker in Bremen. Die Streicher spielen am 28. Juli ein gemischtes Repertoire aus bekannten Serenaden von Wolfgang Amadeus Mozart, Edward Elgar und Peter Tschaikowsky. Steinkühler ist es wichtig, ein abwechslungsreiches Konzert zu präsentieren. Er hat zwischen den sehr „extrovertierten“ Stücken von Mozart und Tschaikowsky deshalb bewusst den etwas ruhigeren Klang von Edward Elgar gestellt.

Neben Anette Behr König (Violine), Susanne Steinkühler(Violine), Benita Förster-Salge (Violine), Stephan Steinkühler (Violine), Joachim Brockers und Raphal Tietz, beide an der Viola sowie Sabine Steinkühler am Cello, können auch ehemalige Kreismusikschüler aus Syke am 28. Juli mit ihrem Können glänzen. Steinkühler sagt: „Es ist natürlich schön zu sehen, dass einige der Kreismusikschüler den Weg in die professionelle Musik gefunden haben und nun hier an diesem Konzert mitwirken.“

Das Bläserkonzert bietet am 4. August die beschwingende Musik von Glenn Miller, die vergnügliche Musik von Leonard Bernstein und auch das Klassikgenie Mozart ist mit dabei. Als Posaunist ist beim Bläserquintett der Sohn von Stephan Steinkühler, Michael Steinkühler, dabei. Sonst ist er bei der NDR Radiophilharmonie engagiert. Am Dienstagabend hat er noch in der Elbphilharmonie gespielt. Der Däne Gert Skovlod Hattensen bläst die Trompete. Das besondere bei seiner musischen Karriere: Er ist beim Prinsen Musikkorps in Dänemark beschäftigt, dem Blasorchester des dänischen Militärs. Ansonsten spielen in der Bläserkapelle die beiden Professoren, Tobias Füller von der Musikhochschule Lübeck ebenfalls an der Trompete und Professor Ab Koster am Horn, von der Musikschule Hamburg. Jens Wischmeyer vom Schleswig-Holsteinischen Sinfonieorchester ist zuletzt noch an der Tuba. Die schöne Atmosphäre im Stiftshof und die fröhlichen Klänge der Streicher und Bläser versprechen lauschige Sommerabende unter freiem Himmel. Deshalb sollte auch nicht zu lange mit dem Kauf einer Karte gewartet werden: Am Montag, 9. Juli, startet der Vorverkauf in der Kreissparkasse Bassum. Die Konzertkarten sind für sechzehn Euro oder ermäßigt für Schüler und Studenten für acht Euro zu haben. Isabell von Kameke betont noch: „Mit diesem Preis sind die Karten, bedenkt man die hervorragende Qualität der Konzerte, wirklich günstig.“ Dies sei den Förderern, der Kreissparkasse Bassum und dem Landschaftsverband Weser-Hunte zu verdanken, betont von Kameke.

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