Dieter Helms will vorher aber noch seinen Nachfolger einarbeiten

Wirtschaftsförderer hört auf

Weyhe. Im Dezember endet im Weyher Rathaus eine Ära: 30 Jahre Wirtschaftsförderer Dieter Helms. Sechs Bürgermeister, die Gemeindedirektoren mal mit eingerechnet, hat er in seiner Zeit bei der Verwaltung erlebt.
19.03.2016, 00:00
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Wirtschaftsförderer hört auf
Von Sebastian Kelm
Wirtschaftsförderer hört auf

Geht bald: Dieter Helms.

Sebastian Kelm

Im Dezember endet im Weyher Rathaus eine Ära: 30 Jahre Wirtschaftsförderer Dieter Helms. Sechs Bürgermeister, die Gemeindedirektoren mal mit eingerechnet, hat er in seiner Zeit bei der Verwaltung erlebt. Die verlässt der 62-Jährige bald und geht in den Ruhestand. Obwohl er noch nicht weiß, ob er seinen Nachfolger mit aussuchen darf, hat Helms immerhin das Anforderungsprofil für die Ausschreibung seines Postens mit formuliert. Schließlich weiß keiner so gut wie er, was dafür gefordert ist. „Wir müssen ehrlich sein, wir müssen schnell sein“, sagt er über das, was ein Wirtschaftsförderer ausmacht.

Mitbringen sollte der neue ein abgeschlossenes wirtschaftswissenschaftliches Studium – wie auch Dieter Helms eines vorzuweisen hat. Seine beruflichen Anfänge hatte er übrigens nach dem Besuch der Universität Bremen im Vertrieb von Computersystemen. Später wurde es seine Aufgabe, Gewerbeflächen zu vertreiben. Bei dieser sei vor allem eines wichtig, so banal es auch klingen mag: das Telefon und E-Mail-Eingang zu „bewachen“, wie er es ausdrückt. „Ein interessiertes Unternehmen meldet sich einmal, nicht dreimal“, kann Helms aus Erfahrung berichten. Um ins Geschäft zu kommen, dürfe man das nicht verpassen.

Ansonsten teilt er seine Arbeit in drei Säulen auf. Da wäre die Kontaktpflege mit der örtlichen Wirtschaft, die etwa 70 Prozent seines Aufwandes ausmache. 15 Prozent entfallen auf das Werben um Neuansiedlungen. Den Rest seiner Zeit nehmen die Existenzgründerberatung oder die Öffentlichkeitsarbeit ein. Unter Letztere fällt auch der Tourismus, der vor ungefähr zehn Jahren als Aufgabe für ihn hinzukam. Besonders freue es ihn, dass er es noch geschafft hat, ein neues Weyher Tourismuskonzept bis 2025 politisch durchzubringen.

Keine Frage: Dieter Helms’ Identifikation mit seiner Heimat ist groß. 1968 zog er mit seinen Eltern von Riede in die Gemeinde, er bezeichnet sich als selbst als „Kind der Region“. Und das wurde zum „Kümmerer“, wie er sagt – und lachend ergänzt: „Aber alles andere als kümmerlich.“ Bürgermeister Andreas Bovenschulte schätzt vor allem seine Erfahrung. Sein Wissen, praktisch das einer Generation, soll Helms ab Herbst an seinen Nachfolger weitergeben, so der Verwaltungschef.

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