Indoor-Mega-Marsch 400 Kilometer in Rekordzeit

400 Kilometer in 24 Stunden – so lautete das selbst gesteckte Ziel der Twuster Engel für den Indoor-Mega-Marsch. Doch sie waren schneller, gut 20 Stunden brauchten die Engel.
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Von Peter Cordes

Twistringen. Im Twistringer Aktiv & Vital Gesundheitszentrum an der Industriestraße wollten Axel Seefeld, Christian Masurenko, Enno Bielefeld und Frank Hömer, ab Sonnabendmittag innerhalb von 24 Stunden auf vier Laufbändern eine Strecke von zusammen 400 Kilometern zurücklegen. Ein Indoor-Mega-Marsch sollte es werden und der Twistringer Kirchenjugend einen Batzen Geld einbringen. Begleitet werden sollte das Programm durch mehrere Andachten und Impulse, die die Themen Frieden und Gemeinschaft behandeln. Um dem Charakter des Volkstrauertages gerecht zu werden, hatte sich das Orga-Team mit Unterstützung der Stadtverwaltung Twistringen kurzerhand entschlossen, das Programm vorzuverlegen.

Es war eine gigantische, organisatorische Meisterleistung des Orga-Teams mit seinen 40 ehrenamtlichen Helfern, die Läufe gespickt mit den zusätzlich vorbereiteten Andachten und Vorträgen so kurzfristig in einen neuen zeitlichen Ablauf zu bringen. Mit „Ehrenamt – Herausforderung für die Zukunft im ländlichen Raum“ startete der Bundestagsabgeordnete und ehemalige Kunstturner Eberhard Gienger am Freitagabend. Pünktlich um 22 Uhr folgte der Start auf den Laufbändern. Pastoralreferentin Birgit Hosselmann zählte mit den vielen Gästen von zehn auf null herunter und löste den Start mit ihrer lauten Trillerpfeife aus. Die vier Twuster Engel gaben sofort richtig Gas und um 23 Uhr hatten alle vier schon jeder die ersten sechs Kilometer hinter sich gebracht. Während sich bei Axel Seefeld, Christian Masurenko und Frank Hömer zunächst keine körperlichen Probleme bemerkbar machten, musste Enno Bielefeld um 5.30 Uhr nach 41,97 Kilometern wegen gesundheitlicher Probleme das Ende seines Laufes bekannt geben.

Der Gedanke, das selbst gesteckte Ziel von je 100 gelaufenen Kilometern zu erreichen, trieb das verbleibende Dreierteam weiter an. Unter lauten Anfeuerungsrufen setzte Frank Hömer, der bereits um 17.30 Uhr eine Strecke von 120,15 Kilometern zurückgelegt hatte, seinem Lauf ein Ende. Um 17.54 Uhr hatten auch Christian Masurenko und um 18.15 Uhr Axel Seefeld die jeweilige Strecke von genau 100 Kilometern geschafft. Den Dreien war die körperliche Anstrengung deutlich anzusehen, als sie es sich auf den Sofas des Hauses gemütlich machten. „Ich habe schon nach etwa 60 Kilometern über einen Abschied vom Laufband nachgedacht. Dank der Hilfe unserer Physiotherapeutin Petra Beuke war ich aber bis zum Ende mit dabei“, erklärte Axel Seefeld. „Petra ist eine physiotherapeutische Bombe“, sagte Seefeld weiter. Auch Christian Masurenko war froh, Petra Beuke im Gesundheitszentrum zu wissen. „Ihre heilenden Hände haben mich Krämpfe in den Oberschenkeln und den Füßen schnell vergessen lassen“, lobte Christian Masurenko.

Weil das Ziel des Indoor-Mega-Marsches eigentlich schon um kurz nach 18 Uhr erreicht war, überbrückten die Besucher die Zeit bis zur eigentlich geplanten Ankunft der vier Engel um 22 Uhr durch ihre Teilnahme am vielseitigen Beiprogramm. Während Twistringens Bürgermeister Jens Bley schon in der Mittagszeit aus seinem liebsten Kinderbuch vorgelesen und über reisende Meerschweinchen berichtet hatte, erzählten Pastorin Anke Orths und Pastor Rojy vom Besuch der brasilianischen Kirchen durch den Brasilienarbeitskreises und über die Vielzahl der Religionsrichtungen in Indien. Großes Interesse an der Spendenaktion zeigten auch der Landtagsabgeordnete Marcel Scharrelmann und der Bundestagsabgeordnete Axel Knörig durch ihre Besuche. Beim abschließenden Rudelsingen überzeugte nicht nur Knörig, sondern auch die weiteren Gäste bei „Johnny Walker“ von Westernhagen, „Wann wird's mal richtig wieder Sommer“ von Rudi Carrell oder auch „Über den Wolken“ von Reinhard Mey ihre Textsicherheit.

Begeistert über den großen Erfolg des Indoor-Mega-Marsches zugunsten der Twistringer Kirchenjugend beendete Pastoralreferentin Birgit Hosselmann die Veranstaltung. „Wir haben unser Ziel erreicht und können der katholischen Jugend den Gefrierschrank für das Zeltlager kaufen und der ökumenischen Band Zuschüsse beim Kauf von Musikinstrumenten aus den Einnahmeüberschüssen und Spenden leisten“, sagten Birgit Hosselmann und Frank Hömer voller Stolz.

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